Beiträge von Tex

    Zitat

    Ersetze "CRI-Kurven" durch "Spektralkurven" und alles ist gut, oder nicht? -.-" Schließlich sind das die Kurven, aus denen der CRI berechnet wird/die sich bei der Messung des CRI mit ergeben. (wierum auch immer jetzt die Reihenfolge ist)


    Leider eben nicht.
    Zwar kann man aus der Spektralkurve einen CRI-Wert errechnen, umgekehrt funktioniert das aber nicht.


    Genau darum geht es ja. Aufgrund des herstellerfreundlichen Testverfahrens ist ein hoher CRI-Wert auch mit einer 5-Banden-Leuchtstoffröhre erreichbar (Herstellerangaben: bis CRI 93), obwohl so ein Spektrum absolut nichts mit dem natürlichen Sonnenspektrum zu tun hat. Betrachte einfach mal diverse Leuchtmittel mit einem Spektroskop; da stellen sich Dir teilweise die Haare zu Berge.


    Was ursprünglich mal als politische Hilfe für Hersteller von Leuchtstoffröhren (prinzipiell RGB-Strahler) gedacht war, ermöglicht auch einen brauchbaren CRI-Wert bei LEDs mit einem deutlichen Farbstich.


    Deshalb: einzig mögliches Kriterium zur Beurteilung der Farbwiedergabe bei LEDs (vor dem Kauf) ist die Spektralkurve. Eine Angabe des CRI-Werts ist nichts weiter als ein Verkaufsargument des Herstellers ohne jede Aussage über die tatsächliche Qualität.

    Zitat

    Hab die CRI-Kurve gerade nicht da aber vertraue auf meinen damaligen kritischen Blick.


    Du weist schon, über was Du redest??
    Was verstehst Du unter einer CRI-Kurve? Ich gehe mal davon aus, dass das ein von Dir frei erfundener Begriff ist.


    Der vom Hersteller oder auch dem Händler angegebene CRI-Wert hat nur bedingt mit der Lichtqualität und der Farbwiedergabe zu tun.


    Aussagekräftiger ist die Spektralverteilung, bei namhaften Herstellern im Datenblatt normalerweise grafisch dargestellt. Mit diesen Kurven ist es durchaus möglich, die jeweilige LED mit dem entsprechenden Schwarzkörper bei gleicher Farbtemperatur zu vergleichen und einen ersten Rückschluss auf die Qualität der Farbwiedergabe zu schliessen.


    Wo hast Du deine LEDs gekauft? ebay? Das wäre ein absolutes NoGo.


    Deine LEDs sind inzwischen mehr als 2 Jahre alt?


    In den letzten 2 Jahren hat sich unglaublich viel im Bereich LEDs getan. Bezüglich Lichtqualität und Effizienz dürften Deine (immer noch unbekannten) LEDs eher ein Fall für die Tonne sein - die Mülltonne.

    Tja, so können sich Erfahrungen eben unterscheiden. :)


    Ich will ja nicht behaupten, dass alles was aus China kommt schlecht ist.
    Das Meiste aber schon, speziell über ebay.

    Bedenke dabei aber die Kosten. Je COB-Modul mit KSQ und Kühlkörper musst Du rund 70€ einkalkulieren, bei 4 Stück sind das schon 280€. Hinzu kommen Kleinteile, Wärmeleitkleber und Versandkosten.


    Warum willst Du die vorhandenen Leuchten eigentlich ersetzen?


    LEDs haben gegenüber Leuchtstoffröhren im Wesentlichen 3 Vorteile:


    1. Die Effizienz heutiger LEDs ist höher. In Deinem Fall würde sich daraus eine Einsparung von ca. 40% ergeben. Gleichzeitig wäre das für Deine Anwendung aber ziemlich uninteressant; Trinkwasserbehälter dieser Größenordnung werden ja nicht jeden Tag gereinigt.


    2. Die Nichia-COB.Module erzeugen ein recht gleichmäßiges Vollspektrum. Das ist bei Leuchtstofflampen egal welcher Form nicht der Fall, die Lichtqualität der LEDs ist also deutlich besser. Auch dieses Argument ist für Deine Anwendung eher nebensächlich. Ein besseres Ergebnis wird eigentlich nur von Glühbirnen und Halogenbirnen erzielt; hier allerdings auf Kosten der Lichtfarbe. Letztere sind kaum mit einer Lichtfarbe oberhalb von 3300 K erhältlich (teure Ausnahmen ausgeschlossen) und damit weit entfernt von der natürlichen Lichtfarbe von 5500 K.


    3. Richtig konstruiert - speziell was die Kühlung betrifft - haben LEDs eine unschlagbar lange Lebensdauer. Das könnte natürlich ein Argument für LED-Strahler sein. Das funktioniert aber nur bei gut überlegtem Selbstbau und qualitativ hochwertigen LEDs.


    Der Vorschlag, 100W-Module bei ebay zu ordern ist dermaßen unsinnig, dass es schon weh tut. Bei solchen ominösen China-Produkten ist bereits die Wärmeableitung ein kaum lösbares Problem (Lebensdauer, Qualität und Farbqualität seien erst mal dahingestellt). Selbst wenn man mal einen Wärmewiderstand der LEDs von nur 0,5 K/W annimmt (Angaben fehlen bei diesen Angeboten selbstverständlich), ergibt das eine Temperaturdifferenz von 50°C. Hinzu kommt die Umgebungstemperatur von vorsichtig geschätzten 30°C, in der Summe also schon 80°C. Will man jetzt die Chip-Temperatur bei maximal verträglichen 120°C halten, bräuchte man einen Kühlkörper von 40°C/100W=0,4K/W, und das bei einer Temperaturdifferenz von 40°C Kühlkörper zu Umgebung. Das halte ich (aktive Kühlung ausgenommen) für völlig unrealistisch.


    @ licht tim:
    Schon mal so ein Billigprodukt verwendet? Ich habe in meinem Bekanntenkreis einige Leute, die auf solchen Schrott reingefallen sind. Das fing bei 10W an und hörte bei 100W auf. Alle waren erst mal begeistert. Nachdem innerhalb weniger Monate inzwischen jeder LED-Schrottstrahler ausgefallen ist, sieht die allgemeine Meinung etwas anders aus.


    Mein Tipp hierzu: Finger weg von China-Eigenprodukten und speziell von ebay, der China-Plattform.



    Wenn´s denn noch ein Eigenbau wird: viel Erfolg!

    Ollisure, lass einfach die Fische bei die Köpfe sein.


    Machbar ist alles, aber nicht alles von Dir.


    Nicht böse gemeint, aber vergiss es einfach. Du verrennst Dich da in was.

    Einen 1000 W Halogenfluter durch LEDs zu ersetzen wird schwierig. In dieser Leistungsklasse haben die Halogenbrenner bereits einen Wirkungsgrad von bis zu 22 lm/W, der Lichtstrom liegt also bei 22000 Lumen. Davon kann man noch die Reflektorverluste abziehen. Die LEDs müssten dann aber immer noch ca. 16000 Lumen liefern.


    Möglich wäre dies mit 4 COB-Modulen vom Typ Nichia NSCWJ216A. Diese liefern bei einem Strom von 960 mA einen Lichtstrom von je 4200 Lumen. Die LED-Leistung pro Modul beträgt dann aber schon 36 W, d.h. die Module müssen sehr gut gekühlt werden. Geeignet wäre der Kühlkörper ModuLED9980-B:
    http://www.elpro.org/shop/shop.php?p=ModuLED9980-B
    Davon brauchst Du je Modul einen Kühlkörper. Die Schwierigkeit dabei: die Kühlkörper müssen ausserhalb des Gehäuses montiert werden.


    Eine geeignete KSQ (ebenfalls je COB-Modul eine KSQ) wäre die LPF-40D-42:
    http://www.elpro.org/shop/shop.php?p=LPF-40D-42


    http://www.elpro.org/shop/shop.php?p=LPF-40D-42Die benötigt aber eine Eingangsspannung von 230 V AC. Niederspannungs-KSQs in dieser Leistungsklasse sind mir nicht bekannt.


    Schau Dir auch mal diesen Thread an:
    COB-Module, Nichia und allgemein

    Gut, statt "nicht geeignet" hätte ich besser "ungünstig" schreiben sollen. Machbar ist alles.
    Hast Du auch Bezugsquellen für die von Dir vorgeschlagenen KSQs? (Rein interessehalber)

    Jetzt mal ernsthaft:


    Du musst schon etwas konkreter werden und genauer beschreiben, was Du Dir vorstellst.
    Ein guter Anfang wäre schon mal ein Foto von Deinem Gehäuse.
    Was willst Du mit dieser Leuchte überhaupt beleuchten?


    Die 42 V Wechselspannung sind als Stromversorgung nicht geeignet.
    Leistungs-LEDs benötigen eine Konstantstromquelle. Die gibt es zwar auch für den Niederspannungsbereich, dort aber praktisch nur bis 37 V DC bzw. 25 V AC.
    KSQs von Meanwell (230 V AC auf z.B. 350 mA) kosten aber nicht die Welt.

    Das haben weder "ollisure" noch Du so gemeint, schön ist es aber schon:


    Zitat

    wie sinnvoll es überhaupt ist, die vorhandene Leute auf LEDs umzurüsten


    8o


    Die armen Leute!!!


    ;)

    Hi!
    Toller Beitrag! :P


    Hab letztens eine Glüh-Lampe entsorgt.
    Die war vorher richtig helle.
    Jetzt ist es im Behälter ganz schlimm dunkel.


    :D


    Hast Du auch ein konkretes Anliegen?


    ;)


    Gruss
    Tex
    :thumbsup:


    @ allgemein:
    Sorry, ich konnte einfach nicht anders. :D:D^^;)

    Zitat

    Wobei es natürlich auch denkbar wäre das LED-Tech die richtigen Herstellerangaben nutzt und hier der Wärmeübergang zwischen LED und KK nicht so optimal ist


    Wie soll das denn gehen? Wenn der Wärmeübergang zwischen LED und Kühlkörper nicht optimal wäre, würde sich die LED überhitzen und der Kühlkörper kühler bleiben, ganz einfach weil die Wärme dann gar nicht an den Kühlkörper weitergeleitet würde. Daten und Diagramm auf der Produktseite entsprechen dem SK578 SA, der in schwarz eloxierter Ausführung bei 50 mm Länge von Fischer Elektronik mit einem Wärmewiderstand von 1,4 K/W angegeben wird:
    http://www.fischerelektronik.de/web_fischer/de_DE/K%C3%BChlk%C3%B6rper/B03.1/K%C3%BChlk%C3%B6rper f%C3%BCr LED/PR/SK578_/$productCard/dimensionParameters/index.xhtml
    In der Ausführung aus blankem Aluminium liegt der Wärmewiderstand deutlich höher.


    Hinzu kommt noch, dass nicht bekannt ist, bei welcher Temperaturdifferenz Kühlkörper/Umgebung der Wärmewiderstand gilt. Persönlich habe ich bisher nur Erfahrungen mit den Typen SK572 SA 25 und SK584 SA 25. Bei diesen beiden Typen entspricht die berechnete Temperatur recht genau der gemessenen Temperatur, wenn man mit der vollen Leistung der LED als Wärmeleistung rechnet, die Lichtleistung also nicht berücksichtigt.


    Zitat

    Zwischen 60° und 70° empfindet fast niemand mehr als anfassbar ... bei spätestens 55°C ist bei den meisten die Schmerzgrenze erreicht und führt bereits zu Verbrennungen. Kannst ja mal spasseshalber die Hand in 45°C warmes Wasser halten ....


    Der Heizkörper in meinem Wohnzimmer hat eine Oberflächentemperatur von 46°C. Da kann ich die rechte Hand dauerhaft drauf liegen lassen.
    Die Kühlkörper meiner Aquarienleuchte erreichen eine Temperatur von 55°C. Da muss ich die Hand nach ca. 10 Sekunden wegziehen. Nach 5 bis 6 Sekunden wirds aber schon unangenehm. Verbrennungen hab ich aber auch nach 10 Sekunden noch nicht, noch nicht mal eine Hautrötung. :)

    Noch eine nicht ganz unwichtige Anmerkung:
    Aus Korbinians Projekt ergibt sich automatisch auch ein Erfahrungswert für den verwendeten Kühlkörper.


    Ich hatte weiter oben ja schonmal erwähnt, dass die Angabe des Wärmewiderstands nicht stimmen kann, da sich die Grafik auf der Produktseite und damit auch der Wert von 1,4 K/W auf die schwarz eloxierte Ausführung des Kühlkörpers bezieht.


    Die LEDs werden hier mit einer maximalen Leistung von 16 W betrieben. Ausgehend von einer Temperatur von 60 - 70°C ergibt sich ein realer Wärmewiderstand von 2,5 bis 3 K/W für den Kühlkörper; und das auch noch ohne Berücksichtigung des Wirkungsgrads der LEDs.


    Hier sollte LED-Tech auf der Produktseite dringend nachbessern.