Beiträge von burli

    Danke für's ausrechnen. Sind zwar Bestwerte, vor allem für DIN, aber nicht so dominant wie ich erwartet hätte. Nach Tazawa müsste eine (bzw mehrere) XP-G Cool White bei gleicher Wattzahl auch etwa gleich gute Ergebnisse liefern. Ich schätze aber, dass die Realität anders aussieht, wenn ich mir meine bisherigen Versuche so anschaue.

    ich hab die royalblaue XT-E und die tiefrote Dragon aus dem blauen Shop @700mA. Für mich wäre das hilfreich. Ich habe aber gesehen, dass es inzwischen im roten Shop die XT-E auch mit deutlich mehr wumms gibt. Ich überlasse dir die Entscheidung

    PAR bewertet gar nicht, sondern zählt jedes Photon gleich.


    Das meine ich ja. Um es mal überspitzt zu formulieren: eine grüne LED bekommt vielleicht gute PAR Werte, der Pflanze nutzt es aber wenig. Übertragen auf weiße LEDs heißt das halt, dass sie vielleicht gute PAR Werte haben, durch einen hohen Grünanteil aber aber nicht alles bei der Pflanze wirklich ankommt.


    Aus Jux und Dollerei könntest du mal deine Rechnung für eine Kombination aus einer royalblauen Cree und zwei tiefroten Golden Dragon machen. Rein Theoretisch sollten die bei der Photosyntheseausbeute deutlich über den anderen liegen. Oder ergibt das in deinem System keinen Sinn?

    Solche PAR Messungen halte ich im Übrigen auch für eher fragwürdig, da es keine eindeutige "Referenzkurve" gibt. Eigentlich bräuchte man für jede Pflanzenart eine eigene Kurve.


    @Prying: 240cd ist ein schlechter Witz. Wenn ich das richtig umgerechnet hab sind das etwa 140 Lumen. Das schafft eine weiße LED mit 2W Leistung.

    Cossart: Nein, PAR Messung hab ich auch noch keine gesehen. Es kann verschiedene Gründe haben, warum zwei Lampen mit annähernd gleicher Leistung so unterschiedliche Ergebnisse haben. Anderer Wirkungsgrad der LEDs, 465nm und 620nm statt 450nm und 660nm, Anzahl oder Zusammensetzung der verwendeten Spektren...


    @Prying: eine Antwort kann ich dir da auch keine geben. Sicher kann ich nur sagen, dass man blaue und rote LEDs, idealerweise mit 450nm und 660nm verwenden sollte. Je besser der Wirkungsgrad, umso besser das Ergebnis. Ich kann dir aber schon nicht sagen, in welchem Verhältnis die Farben zueinander stehen müssen um optimale Ergebnisse zu erzielen. Zumal das je nach Art auch noch variiert. Ein Salat hat andere Ansprüche als eine Tomate.



    Im Moment hab ich 24W, die über ein paar Salatköpfen, zwei Tomaten und einer Paprika hängen. Aber alles noch ganz kleine Pflanzen. Zusammengesetzt aus 4 royalblauen Cree XT-E und 8 tiefroten Osram Golden Dragon Plus. Das ergibt eine Strahlleistung für blau von 3640mW und für rot 4320mW, wenn ich mich nicht verrechnet habe.

    Bin gerade über ein Video gestolpert, in dem vier LED Lampen miteinander verglichen werden. Eine billige UFO Lampe mit 90W von der Bucht, eine mit 63W und zwei mit 120W von verschiedenen Herstellern.


    Natürlich kann ich den Wahrheitsgehalt des Videos nicht überprüfen, aber es ist schon beeindruckend. Die Lampe mit 119W soll in 42 Tagen 3kg Cherry Tomaten produziert haben. Gemessen am Stromverbrauch ist es aber immer noch absolut unrentabel. 119W mal 16 Stunden am Tag mal 42 Tage macht 80kWh. Bei 25 Cent pro kWh macht das 20€ für 3kg Tomaten


    Die "Siegerlampe" hat übrigens mindestens diese Spektren: 440nm, 470nm, 640nm, 660nm, 740nm, eventuell sogar noch 525nm oder weiß mit 6400K


    Teil 1


    Teil 2

    Uh, sieht ja übel aus.


    Vielleicht mal ein Vorschlag: legt mal in jedes Fach ein Thermometer. Oder zumindest eins oben und eins unten. Vergleicht mal die Temperaturen, ob es einen Unterschied zwischen oben und unten gibt. Warme Luft steigt bekanntermaßen nach oben und die LEDs der unteren Reihe könnte wie eine Fußbodenheizung für die obere Reihe wirken. Es würde mich nicht wundern, wenn es eine Temperaturdifferenz von 3-4°C oder mehr gibt.


    Ich würde auch die Lüfter nicht auf die Pflanzen blasen lassen. Oder saugen sie nach hinten raus?

    Ok, ich mache als nächstes mal einen Intensitätstest. Damit will ich feststellen, in wie weit die Intensität von blau und rot Auswirkung hat und ob die Vermutung von Cossart, kleinere Blätter kommen von zu hoher Intensität, stimmt. Und ich will wissen, ob das Wurzelwachstum sich ändern. Ich verwende wieder eine blaue und eine rote LED und lasse die mit 100% und dann mittels PWM immer jeweils 20% dunkler leuchten. Natürlich alle fünf nebeneinander.


    Ich hab auch mal eine Far Red LED besorgt. Leider hat die 740nm statt 730nm, was mir nicht so ganz passt, aber auf die Schnelle hab ich keine andere gefunden. Die fließt bei Gelegenheit auch in den Test ein. Ich bin aber noch skeptisch, ob die bei Grünpflanzen einen nennenswerten Effekt hat.


    Ach ja, kennt jemand zufällig eine LED mit 430nm? Ich würde gerne mal den blauen Bereich nach unten etwas strecken. Ich hab zwar ein paar gefunden, aber wirklich effizient sind die nicht und Mindestabnahmemengen von 500 oder 1000 Stück ist auch nicht gerade das, was ich suche.

    Ich warte ja noch darauf, dass irgend ein Ermittler mit Schäferhund vor meiner Tür steht :D. Ich hoffe ja, der ist dann nicht scharf auf Salat ;)


    Die Seite kannte ich noch nicht. Danke für den Hinweis. Mal schauen, ob ich daraus was ableiten kann. Im Moment glaube ich aber weniger, weil ich mich ja ausschließlich mit Grünpflanzen befasse, die nicht blühen. Da sind die Anforderungen dann doch nochmal andere

    Die farbigen LEDs sind ganz eindeutig die bessere Beleuchtung.


    Um an diesem Punkt nochmal anzuknüpfen: ja und nein. Ja, weil die abgestrahlte Intensität in den jeweiligen Spektren um ein Vielfaches höher ist als bei weißen LEDs. Das scheinen meine Tests auch zu bestätigen. Nachdem ich die farbigen LEDs etwas weiter weg habe wächst der Salat mindestens so gut wie unter den weißen LEDs. Das heißt, bei gleicher elektrischer Leistung hat man eine größere wirksame Fläche.


    ABER: auch im aktuellen Test bilden sämtliche Pflanzen unter dem weißen Licht mehr Wurzeln aus als unter dem Farbigen. Das ist jetzt der dritte Test, in dem ich das beobachte. Ich verwende diese kleinen Torftöpfe und bei den Pflanzen unter dem farbigen Licht sieht man noch gar keine oder nur minimale Wurzeln. Unter den weißen LEDs sind zum Teil an allen Seiten schon Wurzeln und teilweise schon recht große zu sehen.


    Die Frage ist nach wie vor: warum? Reicht rot (656nm) und blau (450nm) alleine nicht aus? Stimmt das Verhältnis von rot und blau nicht? Ist die Intensität noch zu hoch? Liegt es an dem etwas kurzwelligeren Blauanteil der kaltweißen LED (440nm)? Oder an einem gewissen Anteil Orange?


    Ich habe zum Beispiel schon häufiger orange LEDs (615nm) bei Growlights gesehen. Aber auch schon welche mit "verbreitertem" blauen (430 und 470nm) und rotem (630 und 660nm) Spektrum. Manche fügen noch weiße LEDs hinzu. Was ich bisher bei noch keiner gesehen habe ist Far Red oder UV. Die Verbreiterung von rot und blau entspricht wohl dem Absorbtionsspektrum von Chlorophyll a und b. Ich nehme an, die lesen alle Wikipedia


    Zitat

    Zusammen absorbieren Chlorophyll a und b hauptsächlich im blauen Spektralbereich (400–500 nm) sowie im roten Spektralbereich (600–700 nm)


    However, ich teste weiter. Im Herbst und Winter hab ich ja reichlich Zeit. Sachdienliche Hinweise sind jederzeit willkommen.

    Hm, nach allem, was ich in letzter Zeit gelernt habe, muss ich meinen bisherigen Favorit Hauke vom Thron stoßen. Für Chili hat er wohl zu wenig blau. Nur zwei blaue LEDs, dazu noch recht schwache. Vielleicht mag Chili ja trotzdem das viele Rot für die Früchte

    Ich komme, wenn ich mich nicht verrechnet habe, auf 5,9W bei einem Abstand von 20cm. Die Photonenflussdichte dürfte demnach ein Vielfaches sein. Und trotzdem scheint der Salat schon etwas zum spargeln zu neigen. Deshalb bin ich gerade etwas verwundert. Ich lasse den Test aber jetzt noch 1-2 Wochen laufen, um das zu bestätigen.

    Ich habe den Abstand mal drastisch von 7cm auf 20cm erhöht. Ich hab mal eine Beispielrechnung mit einem Lumenrechner gemacht. Eine einzelne LED mit 100 Lumen und 120° Abstrahlwinkel hat bei 7cm eine Beleuchtungsstärke von über 2100 Lux, bei 20cm sind es nur noch 265 Lux. Allerdings verteilt sich das Licht jetzt von den anderen LEDs auch besser. Ich schätze, dass jetzt noch 25-30% an Licht ankommt. Vorher war es wohl definitiv zuviel.


    Gleichzeitig habe ich die Zahl der Pflanzen vergrößert. Ich habe jetzt insgesamt 16 kleine Stecklinge. Die können jetzt zeigen, ob rot/blau jetzt gleich gut oder besser ist als weiß

    Hi, ich überlege gerade, ob es einen Unterschied im Wirkungsgrad gibt, wenn man eine LED via PWM dimmt oder den Strom reduziert.


    Angenommen ich habe eine LED, die ich mit 700mA betreibe. Einmal dimme ich sie mit PWM auf ein Tastverhältnis von 50% und einmal reduziere ich den Strom auf 350mA. Beides sollte theoretisch die selbe Helligkeit ergeben. Ist das aber wirklich so? Eine LED hat ja bei 700mA einen schlechteren Wirkungsgrad als bei 350mA und ich betreibe die LED im PWM Betrieb ja immer noch mit 700mA, aber halt mit einer Pause.


    Wie verhält sich das?

    Ok, mag sein. Dann müsste ich mal die Intensität runterdrehen. Nämlich auch im Freiland ist der Salat, der unter der weißen LED war, deutlich vorne. Sowohl die Wurzeln waren stärker ausgebildet als auch die größeren Blätter.


    Also nicht nur die Blätter waren kleiner sondern auch die Wurzeln. Und das hat mich verwundert


    Nochwas: wäre es ratsam, mit UV LEDs zu arbeiten, wenn die Pflanzen später ins Freie sollen? Würden die UV LEDs bei 400nm überhaupt irgendwas ausrichten?