Beiträge von synvox

    hihi, da scheinen nun doch einige hier ähnliche Projekte zu verfolgen :) .


    Mein persönliches RGB-Matrix-Projekt wird insgesamt aus 256 RGB-LEDs
    (Superflux) bestehen (16 Module mit je 16 RGB-LEDs). Insgesamt soll die
    Matrix ca. 40 x 40 cm (jedes Modul 10 x 10 cm) gross werden und mit
    sage und schreibe 128 ATmega48 (8 pro Modul) ausgestattet sein.
    Dies deshalb, weil jeder 'Pixel' (jede RGB-LED) eine gewisse 'Eigen-
    intelligenz' haben soll und neben einer parametrischen Ansteuerung auch
    gleichzeitig unabhängig aber synchronisiert ablaufende, voreingestellte
    und steuerbare Farbspiele anzeigen soll.


    Einer der geplanten Steuerungsparameter wird Musik sein, u.a. eben
    eine Art Spektrum-Analyzer-Anzeige, welche dann aber unabhängig vom
    Auf-und-Ab-Spiel der Balken diese dann gleichzeitig in einen Regen-
    bogenfarbverlauf von links nach rechts, oben nach unten, alles
    zusammen (oder wie auch immer programmiert) tauchen kann.
    Der grosse Vorteil des Konzeptes mit den 'intelligenten' Pixeln ist ein
    trotz der Menge an LEDs relativ kleiner und unproblematischer
    Datenstrom (es muss nicht ständig jede Animation Bild für Bild an alle
    LEDs übertragen werden).


    Gruss
    Neni

    Ich verwende sPlan 6.0 von abacom (http://www.abacom-online.de). Es ist ein sehr günstiger Editor mit vielen guten Zeichenfunktionen, und er ist sehr einfach zu bedienen, wobei das wohl immer Geschmacksache ist.
    Was ich besonders schätze, ist dass ich mir während des Zeichnens keine Gedanken um korrekte Signale und Netze etc. machen muss. Der Fokus dieser Software liegt eher beim 'Schaltplan nach eigenen Vorstellungen und ohne viel Drumrum Zeichnen' als in der Nutzung der Signalinformationen für ein etwaiges Layout und/oder Simulation.


    Da ich generell auch lieber selbst (ohne Autorouter) entflechte (Layout) und dabei auch selber denke, bzw. mir nicht so viel von der Software abnehmen und andererseits mich auch nicht so stark davon einschränken resp. behindern lasse, ist für mich das Tandem aus sPlan 6.0 und Sprint Layout 5.0 ideal.


    Gruss
    Neni

    Hallo Stefan,


    also bei meiner Installation von 4.13 mit Service Pack 1 steht in der Hilfe auf der Willkommens-Seite:


    Zitat

    AVR Studio is an Integrated Development Environment (IDE) for writing and debugging AVR applications in Windows 9x/ME/NT/2000/XP/VISTA environments. AVR Studio provides a project management tool, source file editor, simulator,assembler and front-end for C/C++, programming, emulation and on-chip debugging.


    Das ist aber meines Wissens auch die einzige Stelle wo Vista erwähnt wird. Ich habe XP und kein Vista, deshalb kann ich dir nicht mit Sicherheit sagen, dass AVR-Studio unter Vista läuft (grundsätzlich laufen tut's wahrscheinlich sicher, aber ob alle Tools richtig funktionieren, ist ne andere Frage).


    Gruss
    Neni

    Wichtig ist eigentlich bloss, zu wissen, dass die Spannung zwischen Vo und Adj konstant 1,25 V beträgt, alles andere ergibt sich daraus.


    Im Fall 1 wenn die LEDs gegen Masse liegen (standard), regelt der LM317 die Spannung an Vo so, dass eben über den Widerstand gerade 1,25 V abfallen (die konstante Differenz zwischen Vo und Adj). Das ist aber nur dann gegeben, wenn ein entsprechend konstanter Strom durch den Widerstand und damit gleichzeitig durch die LEDs fliesst. Vo wird so praktisch der sich mit der Temp. verändernden Vorwärtsspannung (bei entsprechendem Strom) der angeschlossenen LEDs ständig angepasst. Etwas Strom geht noch über den Adj-Eingang zum LM, so dass der effektive LED-Strom etwas geringer ist, als per Widerstand eingestellt, allerdings macht das weniger als 1 mA aus. Gleichzeitig wird der Spannungsabfall am LM317 selbst (verbratene Leistung) höher, je stärker Vo runtergeregelt werden muss.


    Im Fall 2 wenn die LEDs zur Spannungsversorgung hin geschaltet sind, liegt Vo praktisch konstant bei 1,25 V (Adj ist ja an Masse = 0 V). Der Widerstand bestimmt, welcher Strom dann über ihn von Vo = 1,25 V nach Masse fliesst. Dieser Strom plus der Ruhestrom (auch weniger als paar mA) vom LM317 muss dann also auch nach Vi und somit auch durch die LEDs fliessen. Da Vo fest auf 1,25 V liegt, steigt dann entsprechend Vi an (der LM verbrät wieder mehr) und somit verringert sich die Vf für die LEDs, die Regelung funktioniert also praktisch gleich.


    Ich hoffe, dass ich das einigermassen verständlich erklären konnte :wink: .


    Gruss
    Neni

    Uiiii, sieht ja aus wie in nem Operationssaal :wink: , all die Rebels sind schon in ihre Patientenbettpositionen gebracht worden. Schön gemacht und als Versuchsplattform sicher optimal.


    Hat die Kühlerfläche in der Mitte noch ein Quadrat ausgefräst bzw. umrissen? Sieht jedenfalls irgendwie so aus.


    Gute Arbeit
    Gruss
    Neni

    Der 'Angriff', wenn mann's so nennen will, war auf keine Person hier sepezifisch gemünzt, da ja niemand wirklich eine übermässige Gefährdung postuliert hat.


    Dass hohe Lichtintensitäten bei genügend langen Expositionen bzw. immer wiederkehrenden längeren Belastungen zu Augeschäden führen können ist klar. Schliesslich gibt's ja auch das Phänomen der Schneeblindheit und der manchmal daraus resultierenden, ernsthaften Folgen nicht umsonst.


    Hier geht's aber weniger um einen Wettbewerb "Wer kann länger aus 5 cm Abstand direkt in eine SEOUL P4 blicken?", sondern mehr um den täglichen Umgang mit diesen LEDs. So viele Male wie ich direkt in irgendwelche Power-LEDs aus 15 cm Abstand und auch deutlich länger als ein paar Sekunden (teilweise Minutenlang) geblickt habe, müsste ich schon längst blind sein.
    Im Prinzip ist es ganu so gefährlich bzw. ungefährlich, wie wenn man nun mal länger direkt in eine Glühbirne, Halogenleuchte oder sonstige Lichtquelle im Bereich der 'normalen' Haushaltsleuchten geblickt hat. Ich kenne also niemanden bzw. habe auch von niemandem irgendwas gelesen, der davon einen Augenschaden davongetragen hätte.


    Aber man soll eben glauben, was man will, und sich eine besonders dunkle Schutzbrille kaufen (die Optiker wird's freuen :wink: ), wenn man will. Es ist ja jedem selbst überlassen, welchen Gerüchten man nachrennt.


    Gruss
    Neni

    Naja, sorry, aber ich halte die ganze Sache mit den Power-LEDs (nicht mit den Lasern ab etwa 10 mW, dort ist's schon korrekt) für ein aufgebauschtes Ammenmärchen. Oder kann mir irgendjemand einen verbrieften Fall schildern, wo jemand in eine Power-LED geblickt hat (von mir aus auch aus nur paar cm Abstand) und dann nebst dem natürlicherweise auftretenden Blendungseffekt (mit Erholungsphase) noch irgendwelche permanenten Schädigungen erlitten hatte?


    Wenn man sich etwas mit Physik und der Physiologie des Auges auskennt, dann weiss man, dass das absoluter Schwachsinn ist. Aber naja, es ist ja schliesslich auch gute Werbung: boooaaah, diese LEDs sind so hell, die können sogar die Augen schädigen wenn man direkt reinblickt :wink: .


    Hat jemand schon eine Augenhintergrund-Untersuchung beim Augenarzt gemacht? Dann weiss man nämlich, dass mit einer Spaltlampe die Netzhaut untersucht wird. Und dieses Licht ist deutlich heller, als das mancher Power-LED. Bekommt man Netzhautverbrennungen davon? Würden es Augenärzte machen, wenn es so wäre? Also bitte, ein Bisschen gesunden Menschenverstand sollte man schon auch an den Tag legen, bevor man irgendwelche unbegründeten Warnungen in die Welt hinaus posaunt, und es insbesondere den Lippen der Hersteller nachschwatzt.


    Sorry, ich bin nur deswegen etwas ungehalten, weil mir dieser unqualifizierte Quatsch schon seit längerem auf den Senkel geht.


    Gruss
    Neni

    Naja, diese Angaben sind eher dazu da, um die Hersteller und Vertreiber bei alle Eventualitäten (mein weiss ja nie, was der Endbenutzer alles damit anstellt, man erinnere sich da nur an die Pudeltrocknungsversuche in der Mikrowelle) gegenüber irgendwelchen möglichen Klagen zu schützen, als dass sie einen nützlichen Hinweis auf das tatsächliche Gefahrenpotential solcher LEDs liefern könnten.


    Wenn man sich eine Power-LED fast ins Auge steckt :wink: , ja dann könnte man tatsächliche eventuelle Schäden an der Netzhaut hervorrufen, wenn man's überhaupt so lange aushält und sich dabei nicht sowieso die Cornea mechanisch abschält :wink: . Ansonsten braucht's da schon etwas mehr dazu, v.a. möglichst scharf gebündeltes Licht, so dass sich praktisch die gesamte Lichtleistung auf einen Punkt auf der Netzhaut konzentrieren kann, wie bei höherwattigen Laserdioden zum Beispiel. Ungebündelt muss es schon eine extrem hohe Lichtleistung mit entsprechend hohem UV-Anteil sein (wie bei Entladungs-Lampen resp. -Blitzen möglich), damit da etwas passieren kann.


    Aber wie es eben halt so ist im Leben, je weniger Ahnung man von der Materie hat, desto eher lässt man sich zum Karnickel machen.


    Gruss
    Neni

    Hallo Raimund,


    danke auch dir für die lobenden Worte :) .


    Das Kompass-Modul ist eigentlich auch das teuerste Bauteil der Mood-P.I.L.L. bei $ 59 (was macht das momentan etwa in € ... ca. 45?) pro Stück. Die fünf Stück, die ich noch ausserhalb der Mood-P.I.L.L. bei mir habe, sind auf Watte gebettet :wink: . Aber Honeywell Sensoren gehören sowieso meist nicht zu den günstigsten.


    So viel zu verwerfen gab's dann doch auch wieder nicht. Generell bin ich eher der Typ Mensch, der lieber 10mal nachdenkt, nachrecherchiert, nachrechnet und umplant und 1mal testet :wink: . Aber auch das Umplanen bringt es so mit sich, dass man bereits Teile bestellt hat, welche dann doch nicht zum Einsatz kommen.


    Da hast du aber ein sehr gutes Gedächtnis :wink: . Ja stimmt, das Projekt "RGB-Wandgemälde" (vorläufiger Name) mit 256 (16 x 16) Superflux-RGB-LEDs und nicht weniger als 128 AVR-Slave-Controllern (alle per I2C verbunden) und einem Master-Controller ist jetzt in den Startlöchern. Allerdings muss ich wohl bis Ende Monat warten, um die erste Massenbestellung losschicken zu können (tjaja, das liebe Geld) :wink: . Die 5- bzw. 7-Band-Equalizer-Chips habe ich noch nicht bekommen, sollten aber laut Distributor (offizielle Bestätigung) nächste Woche (Woche 46, Woche 44 war am Anfang avisiert) ankommen. Und ja, die werden dann in dem Projekt verwertet (1 IC pro Wandgemälde). Einer der möglichen Steuerungsparameter für das 'Wandgemälde' wird ja Sound bzw. Musik sein :) . Dass dieses Projekt ein noch grösseres Loch in meine Bastelkasse reissen wird, sei nur so am Rande bemerkt :lol: .


    Viele Grüsse
    Neni

    Zunächst mal vielen Dank für all das Lob :D . Man gibt es ja selten genug zu, aber so ein Schulterklopfer tut eben doch immer wieder gut :wink: .


    Und nun zu den Fragen:


    Seit dem Mathmos ADUKI (kam glaub so 2002/2003 raus) bin ich irgendwie einfach Fan dieser kleinen Deko-Leuchtobjekte geworden, und allgemein interessiere ich mich für Licht- und Leuchtendesign. In den letzten Jahren allerdings wurde der Markt aber grösstenteils mit zweitklassiger (vor allem vom Design und den Funktionen her) Billigstware ohne auch nur geringste Innovationen aus Südostasien überschwemmt. Es gab auch hin und wieder mal Lichtblicke (meist Produkte von Designbuden wie Mathmos oder Leonardo etc.) und letztens auch die Philips Living Colors (finde ich noch recht chic und im Gegensatz zu vielen anderen auch nicht zu teuer, weil ich gute Design-Arbeit sehr schätze, und innovative und kreative Entwicklerköpfe wollen und sollen auch entsprechend entlöhnt werden).
    Nu ja, jedenfalls dachte ich mir, sowas kannst du auch, aber nur ja nicht einen einfachen Nachbau, sondern etwas Innovatives, andere Parameter zur Steuerung verwenden, etwas was es so noch nicht gab oder ich zumindest nicht gesehen hatte.


    Die Mood-P.I.L.L. habe ich auch als Geschenk-Objekt für gute Freunde und Familie konzipiert, schliesslich rückt die Weihnachtszeit ja immer näher :wink: .


    Andererseits ist die Elektronik-Bastelei für mich irgendwie auch immer eine Art Kunst, resp. auch eine Art, mit einem Produkt/Projekt mit anderen Menschen zu kommunizieren, etwas auszulösen, zu provozieren, zu animieren. Ob es gefällt oder nicht, man denkt nach, man spricht darüber. Die Objekte müssen auch nicht unbedingt einen bestimmten Zweck erfüllen, sie sind Kreativitätsmotor und Selbstzweck.


    Und schliesslich und endlich gibt es da so eine amerikanische Truppe Design-Irrer (ich weiss die Adresse der Website nicht mehr), welche noch viel wildere Licht-Projekte verwirklicht haben, und die haben einfach so ein cooles Motto, wie ich finde: "Because we can" (weil wir's können). Und dies habe ich mir nun auch zu Herzen genommen :wink: .


    Nun aber Schluss mit den philosophischen Gedankenspielen und wieder zurück zu den harten Fakten.


    Die Schaltung benötigt im Betrieb bei maximalem LED-Strom (20 mA pro Farbe pro LED, wegen der Beschränkung auf die Farben des Farbkreises sind im Maximum jeweils zwei Farben gleichzeitig voll auf pro LED, das macht bei zwei RGBs 80 mA) ca. 100 mA. Nach Adam Riese beträgt die Akkulaufzeit bei einem vollgeladenen 300 mAh Akku ca. 3h, wahrscheinlich eher etwas weniger, ich hab's noch nicht nachgemessen. Bei 2h Ladedauer finde ich das ok, zumal man das Teil ja ansonsten auch am 12V-Netzteil angeschlossen lassen kann.


    Die Schaltung braucht stabilisierte 5V wegen der ICs, das bedingt also schon mal eine gewisse Mindestanzahl an Akkuzellen (bei jeweils 1,2 V Nennspannung pro Zelle), und da wird's dann bei Mignons schon sehr knapp mit dem Platz. Ja, ich höre schon, es gibt doch lauter DC-DC-Wandler-ICs (Boost-Schaltungen). Stimmt, diese benötigen aber wiederum eine Speicherinduktivität (Spule), und bei der Empfindlichkeit des Kompass-Chips möchte ich in dessen Nähe keinen solchen elektromagnetischen Strahlemann (auch wenn man ne Ringkernspule nimmt, ist das magnetische Streufeld bei solchen Abständen nicht mehr zu vernachlässigen) haben. Bleiben noch reine Switched Capacitor DC-DC-Wandler. Diese liefern aber selten 100 mA und mehr, und wenn, dann beim Betrieb an der Spezifikationsgrenze mit sehr schlechten Lastregeleigenschaften und vergleichsweise hoher Welligkeit der Ausgangsspannung. Es bleibt also nur die lineare Step-Down-Stabilisierung, zwar mit einem 'Extreme Low Drop'-Regler (MAX603), um den Akku möglichst gut auszunutzen, aber dennoch sollte man nicht unter sechs 1,2 V zellen verwenden (also 7,2 V Nennspannung). Es gab dann noch eine Option mit prismatischen 1,2 V Zellen von Varta (600 mAh), welche klein genug sind, um auch bei 6 Stück noch gut reinzupassen, aber bei fast 10 € pro Zelle will dieser Kapazitätsgewinn wirklich gut überdacht sein :wink: .


    Jaaa, der An/Aus-Schalter ist nicht gerade das Gelbe vom Ei, gebe ich gerne zu, aber ich wollte einen mechanischen, um keinerlei Standby-Strom zu verpuffen. Und ich wollte keinen Kippschalter, von denen gäbe es nämlich kleinere Formate. Vielleicht finde ich ja noch einen schöneren, kleinen Druckschalter (nicht Drucktaster) für die weiteren Exemplare, die da noch kommen mögen. Falls jemand einen Tip hat, bitte posten.


    Folientaster, Conrad, ist halt Geschmackssache, ich mag deren längliche Form nicht, und dass sie schwarz sind. Die weissen, quadratischen von Wöhr kommen mir einfach trendiger, i-podiger vor :lol: .


    Through-Hole: Naja, ich löte meine Sachen immer noch mit Lötstation von Hand, und wenn es keine physische (Platz etc.), physikalische oder sonstwie geartete Notwendigkeit für SMD-Teile gibt, dann verwende ich lieber TH-Teile. Den Accelerometer gibt's eben nur in SMD und die SMD-Version vom Spannungsregler-Chip (MAX603) hat paradoxerweise die höhere maximale Verlustleistung als die DIP-Version, einfach weil der Chip in der SOIC-Version so konzipiert ist, dass er über die Masseanschlüsse ziemlich viel Abwärme an die Kupfer-Massefläche abgeben kann. Ausserdem, die Mischung macht's, alles in TH hätte wiederum die Platinenfläche gesprengt.


    Sockelung: Generell habe ich die Teile fest verlötet, welche keinerlei Justierungen nach sich zogen. Der µC ist gesockelt weil er etliche Male wieder zur Reprogrammierung raus musste. Jetzt, da die Software entwickelt und optimiert ist, könnte man ihn fertig programmiert auch fest anlöten. Die Status-LEDs mussten beim bzw. vor dem Einbau der Schaltung in der Röhre in ihrer Beinchenlänge justiert werden. Das erwies sich mittels Sockelung am Einfachsten machbar. Ich wollte so wenige Löcher im Acrylglas wie möglich haben, also auch keine für die Status-LEDs. Da das matte Acrylglas aber relativ stark lichtstreuend ist (was ja auch gut ist), mussten die Statusleds relativ dicht unter die Oberfläche kommen, damit sie konturmässig noch einzeln wahrnehmbar sind.


    BASCOM: Eigentlich habe ich neben dem BASCOM Basic-Compiler auch einen C-Compiler für AVRs und kenne mich mit den Registern und der Assembler-Programmierung von AVRs auch sehr gut aus. Ich hasse es aber, Räder zweimal zu erfinden, und BASCOM bietet nunmal die bei weitem umfangreichste Funktionsbibliothek für AVRs. Es ist schon erstaunlich, wofür es alles bereits fertige Befehle und Funktionen gibt. Wenn ich also keine extrem zeitkritischen Routinen schreiben muss, warum soll ich mich da mit Low-Level-Code rumschlagen. Man kann über Basic denken was man will, aber die Sprache hat seit den z80- und C64-Zeiten enorme Entwicklungen durchgemacht, und sie lebt immer noch, mehr denn je sogar. Und BASCOM gehört zu den professionellsten Basic-Dialekten für µCs, die mir je unter die Finger gekommen sind, mit dynamischem Linker und allem drum und dran, was eine moderne µC-Hochsprache braucht.


    Farbverlauf: Im Moment müsst ihr mir die absolut weichen Farbverläufe einfach galuben, solange noch keine Videos da sind. Bitte erwartet nur nicht allzu viel von den Videos. Bei meiner Kamera kann ich die Beleuchtungsmessung und Nachregelung nicht ausschalten. Das bringt es mit sich, dass die Lichtfarben nicht wirklich gut bzw. korrekt dargestellt werden. Real sieht es einfach viel brillanter und farbintensiver aus. Ich werde an den Einstellungen der Kamera aber noch etwas schrauben, vielleicht bekomme ich ein einigermassen brauchbares Ergebnis hin. Von den Daten her verwende ich Hardware-PWM (fast absolut Jitter-frei) bei 8 Bit Auflösungstiefe (256 Stufen) und ca. 245 Hz PWM-Frequenz, wo auch in den Augenwinkeln kein Flackern mehr wahrzunehmen ist. Leichte Flackerer bei Drehung und Bewegung sind im Kompass- und Bewegungs-Modus zu sehen. Das liegt in der Natur der Sache (Zitterbewegungen im Bewegungsmodus ebenso wie im Kompass-Modus). Diese sind aber kaum störend, zumindest empfinde ich's nicht so.


    Ach ja, Idee zur Lagesteuerung: Da der Kompass sowieso einen Lagesensor nötig machte, da er nur korrekte Werte liefert, wenn man ihn zum Boden eben hält (eine etwaige, zu starke Neigung wird da mit den roten Statusleds angezeigt), habe ich mir eben auch überlegt, was ich sonst noch mit dem Lagesensor steuern könnte. Aus dieser Überlegung entsprang dann der Bewegungsmodus sowie ein paar Steuerfunktionen im Programm-Modus (Start/Stop und Geschwindigkeitseinstellung). Dazu siehe auch die Bedienungsanleitung.


    Kosten: Also wenn man jetzt wirklich nur die Materialkosten für EINE Mood-P.I.L.L. rechnet, dann sollte man mit 100 €, vielleicht auch etwas darunter, 90 oder so hinkommen. Mich hat das Ganze inkl. Entwicklung, verworfener Test-Designs etc. viel viel mehr gekostet. Ich will das ehrlich gesagt gar nicht so genau nachrechnen, sonst fasse ich wohl nie mehr einen Lötkolben an :wink: . Immerhin lief das ganze Projekt von der ersten Idee bis zum endgültigen Produkt über ca. 4 Monate, natürlich nicht bei 100%. Schliesslich muss ich ja auch noch meiner 'normalen' Arbeit nachgehen, um genügend Batzen zu verdienen, damit ich diese dann für solche Projekte wieder verbraten kann :wink: .


    Design: Wie gesagt, Design ist immer Geschmackssache. Entweder es gefällt, oder eben nicht, aber das ist auch ok so. Mir gefällt's jedenfalls, sonst hätte ich's ja nicht so gemacht.
    Allerdings hätte ich sicher auch lieber eine Pille aus einer Gussform gehabt, wenn ich die Fabrik bzw. das Geld für sowas hätte.


    Oha, ist wieder ein Roman geworden... ich entschuldige mich dafür, aber wenn man mal ins Quasseln kommt :wink: ...


    Gute Nacht allerseits
    Neni

    Hallöchen zusammen,


    ich bin nun doch schon ne gewisse Zeit in diesem Forum registriert, obwohl ich noch nicht viel gepostet habe bisher. Deshalb dachte ich mir, ich stelle nun auch hier mein gerade abgeschlossenes Projekt Mood-P.I.L.L. (Mood - Polycontrolled Interactive LED Light) vor. Ein etwaiger Nachbau ist leider nichts für Anfänger und Laien und auch die Materialkosten für das kleine High-Tech-Deko-Objekt sind sicherlich nicht jedermanns Sache (ca. 100 - 150 €, allerdings inkl. professionell gefertigter Platine).


    Die Mood-P.I.L.L. ist ein kleines, pillenförmiges (die zylindrischen, nicht die runden) Deko Licht-Objekt mit RGB-LEDs. Es hat drei Modi, einen Kompass-Modus, der je nach der Himmelsrichtung, in die man die Mood-P.I.L.L. hält, die Farben der beiden Leuchtkugeln der 'Pille' wechselt. Dabei ist der Himmelsrichtungs-Kreis auf den Farbkreis (Hue) gemappt, Blau für Norden, Gelb für Süden etc. und auf der gegenüberliegenden Lichtkugel jeweils komplementär dazu. Ein weiterer Modus ist der Bewegungsmodus: dabei wechseln die Farben der beiden Leuchtkugeln in Abhängigkeit davon, wie man die Mood-P.I.L.L. im Raum hält (bezüglich Schwerkraft). Im dritten Modus kann man die Mood-P.I.L.L. auf ihren Sockel stellen und versch. Programme von automatischen Farbwechseln geniessen (unabhängig einstellbar für beide Leuchkugeln).


    [Blockierte Grafik: http://www.synvox.com/mood_pill/mood_pill1.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://www.synvox.com/mood_pill/mood_pill_random_color.jpg]


    Videos vom Betrieb hab ich leider noch nicht fertigstellen können, diese folgen dann aber demnächst.


    Kapitel 1: Die Idee


    Am Anfang war die PILLE
    Und die PILLE war dunkel
    Und Neni sprach: "Es werde Licht"
    Und die PILLE erstrahlte in allen Farben des Regenbogens
    Und Neni sah die Lichtfarben und sah, dass es gut war...


    Naja, eigentlich war am Anfang die Idee von der Pille und die Idee der Darstellung der Himmelsrichtungen mit den Farben des Farbkreises. Relativ schnell fand ich ein Kompass-Modul (Digital Compass) von Honeywell, das HMC6352, welches einen kompletten elektronischen Kompass beinhaltete und zudem sehr einfach per I2C-Interface an einen µC anzubinden war. Sparkfun Electronics (http://www.sparkfun.com) bietet den Chip bereits auf einer kleinen Leiterplatte (Breakout Board) an (http://www.sparkfun.com/commer…info.php?products_id=7915), was das von Hand praktisch unlötbare Ding erst wirklich handhabbar macht.
    Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, die alles weitere ins Rollen brachten.


    Kapitel 2: Ich geb mir die Kugel


    Da die Pillenform nur schon wegen der idealen Namensgebung (Moodpill bezeichnet im Englischen tatsächlich die kleinen, chemischen 'Glücklichmacher': Antidepressiva) festgelegt war. machte ich mich auf die Suche nach Möglichkeiten, die Pillenform möglichst einfach und selbstbaugerecht umsetzen zu können. Ein Rohr und zwei Halbkugeln gleichen Durchmessers ergeben eine Pille. So einfach war es aber trotzdem nicht. Die Kugeln oder Halbkugeln mussten perfekte Leuchtenschirm-Eigenschaften haben, da fiel die Wahl dann schnell auf fertige Farbwechslerkugeln. Die Dinger gibt's aus chinesischer Billigstproduktion (sogar Vellemann) wie Sand am Meer, mit zwar miserabelster Elektronik drin, aber das war mir egal, ich brauchte ja nur das Plastik :wink: . Ich nahm dann diese Kugeln mit 64 mm Durchmesser vom grossen C: http://www.conrad.de/goto.php?artikel=590554. Der Vorteil dabei war, dass sie mit ihren 64 mm perfekt zum satinierten Acrylglasrohr mit 62 mm Innendurchmesser (66 mm Aussendurchmesser) von Modulor passten. Ich liess mir also bei Modulor solche Rohre von jeweils 100 mm Länge zuschneiden und kaufte beim C ein Rudel Kugeln.


    Kapitel 3: Bleihaltige Luft, verklebte Finger, das Leben und der ganze Rest


    Das erste Bild zeigt die Präparation der Vellemann-Kugel. Innereien an der Schweissnaht aus der Kugel rausschneiden und getrost entsorgen. Den oberen Teil eines Toilettenrohr-Dichtringes (gefunden im lokalen Baumarkt) mit Sekundenkleber und danach noch mit Heisskleber auf die Kugel montieren. Die beiden Kugeln ruhen übrigens zwecks wegrollstop auf dem ungenutzten Rest des Dichtringes. Somit kann man die Kugeln dann wiederentfernbar (wichtig für z.Bsp. Austausch des Akkus etc.) aber dennoch fest sitzend ins Acrylrohr stecken.
    [Blockierte Grafik: http://www.synvox.com/mood_pill/de_weg_zur_leuchtkugel.jpg]


    Im Bild 2 sieht man noch die weiteren Grundbauteile des Gehäuses, das 100 mm satinierte Acrylglasrohr und die 100 x 100 mm satinierte Acrylglasplatte, welche mittels 4 Möbeltürknöpfen (aus Baumarkt) und selbstklebenden Gummifüssen zum Sockel für die Mood-P.I.L.L. verarbeitet wird.
    [Blockierte Grafik: http://www.synvox.com/mood_pill/mood_pill_grundbauteile.jpg]


    Hier ein Bild der geöffnetten Mood-P.I.L.L.
    [Blockierte Grafik: http://www.synvox.com/mood_pill/mood_pill_open1.jpg]


    Hier sieht man die kleinen Leiterplatten für die Superflux-RGB-LEDs. Ich habe welche für zwei Typen von Superfluxen (unterscheiden sich geringfügig in der Anordnung der Farbpins) gemacht. Daneben sieht man noch das fertige LED-Leuchtmittel zum Anstecken an die Mood-P.I.L.L.-Hauptelektronik. Der Diffusor und Farbvormischer (wichtig für eine homogene Farbe der Leuchtkugel) ist hier eine Gummileuchttastenkappe (ausgeschnitten aus 16er-Tastaturkappen) von Sparkfun Electronics. Die von mir hier verwendeten Superflux-RGB-LEDs sind welche mit gemeinsamer Kathode. Die Mood-P.I.L.L.-Schaltung unterstützt mittels der Jumper 1, 2 und 3 aber beide Typen von RGB-LEDs (CA und CC).
    [Blockierte Grafik: http://www.synvox.com/mood_pill/rgb_leds.jpg]


    Hier ist die Leiterplatte der Hauptelektronik. Ich lasse meist bei PCB-Pool fertigen, die Qualität ist immer sehr gut zu einem günstigen Preis.
    [Blockierte Grafik: http://www.synvox.com/mood_pill/leiterplatte.jpg]


    Die fertig bestückte und gelötete Hauptelektronik. Der MAX712 ist ein NiMH-Ladekontroller. Damit wird der verwendete 7,2 V 300mAH NiMH Akku (9V Block) mit einem kleinen 12V Netzteil in ca. 2 Stunden geladen (Schnelladung). Danach schaltet der MAX712 automatisch auf Erhaltungsladung um. Unter dem Kompass-Modul liegt noch der LIS2L02AS4 (ST) Accelerometer im SOIC 24 Gehäuse. Dieser sorgt für das Erfassen der Lage der Mood-P.I.L.L. im Raum.
    [Blockierte Grafik: http://www.synvox.com/mood_pill/schaltung1.jpg]


    Das Herz der Mood-P.I.L.L. ist natürlich der ATMEL AVR µC (hier ein ATmega168, ein ATmega88 ginge aber auch) mit der entsprechenden Software von mir. Die grüne und gelbe LED zeigen den Status des Akkuladens bzw. das angeschlossene 12V-Netzteil an, die roten LEDs haben je nach Modus versch. Anzeigefunktionen.
    [Blockierte Grafik: http://www.synvox.com/mood_pill/schaltung2.jpg]


    Hier noch der Blick in die Röhre von beiden Seiten mit eingeklebter (Heisskleber) Elektronik. Der Akku sitzt in einer kleinen Tasche aus matt-transparenter Hart-PVC-Folie, welche ich entsprechend zusammengefaltet und ins Rohr geklebt habe. Er lässt sich somit leicht wechseln.
    [Blockierte Grafik: http://www.synvox.com/mood_pill/mood_pill_open2.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://www.synvox.com/mood_pill/mood_pill_open3.jpg]


    Hier nochmal die Mood-P.I.L.L. von der Seite gesehen. Die Folien-Einzeltasten (4 Stück) sind von der Richard Wöhr GmbH. Diese bietet neben kundenspezifischer Fertigung auch eine Reihe von Standard-Folientastaturen an und darunter eben auch Einzeltasten, was ansonsten eher eine Seltenheit ist. Das grosse C hat auch noch welche, aber die fand ich einfach zu hässlich.
    [Blockierte Grafik: http://www.synvox.com/mood_pill/mood_pill2.jpg]


    Die Kalibrierung des Accelerometers und des Kompass-Modules wird nach dem vollständigen Aufbau per Taste 5 in der Software durchgeführt. Dazu muss man die Mood-P.I.L.L. u.a. in verschiedene Lagen bringen (Accelerometer-Kalibrierung) und für die Kompass-Kalibrierung auf einem kleinen Drehteller (meiner ist von HAMA) möglichst gleichmässig ein paar Umdrehungen um die eigene Achse drehen.


    Weitere Informationen zur Mood-P.I.L.L. inkl. Schaltplan, Layout, Stückliste, vollständigem und teilweise kommentiertem BASCOM-AVR-Code der Software und den entsprechend compilierten Binary-Dateien sowie einer Bedienungsanleitung als PDF mit umfangreicher Erklärung aller Funktionen finden sich auf meinem Webspace.


    Ich weiss, dass ich nicht alle Fragen hier in einem Beitrag abhandeln kann, deshalb ungeniert fragen, falls noch etwas spezifisch interessieren sollte. Und wie gesagt, Videos folgen noch :) .


    Schöne Grüsse aus der Schweiz
    Neni

    Für meine µC-Projekte (vor allem ATMEL AVRs) habe ich diesen Multiprogrammer hier von Elnec:
    [Blockierte Grafik: http://www.elnec.com/pics/smapg2_1.jpg]


    Der läuft wohl hier aber absolut ausser Konkurrenz :lol: .


    Hier trotzdem noch der Link zum Produkt.


    Naja µCs sind hobbymässig eben mein Hauptbetätigungsfeld, deshalb war es mir besonders wichtig, ein absolut zuverlässiges Luxus-Programmiergerät zu haben.

    Spyder24:


    ja, ich kann die Löt-/Entlötstation absolut empfehlen. Ich habe jetzt schon einiges damit gelötet und auch entlötet resp. nachgebessert (bei SMDs) und ich bin mit Performance und Ergebnis vollends zufrieden. Die Temperatur wird gut konstant gehalten, die Heizleistung ist ok, die Spitzenauswahl (4 versch. grössen für den Lötkolben und drei für den Entlötkolben) ist für mich auch absolut ausreichend, und die Arbeit mit dem Entlötkolben ist wirklich eine Erleichterung in vielen Situationen, welche vorher nur mühsam zu lösen waren.


    Zugegeben, optisch ist das Ding nicht gerade ne Ausgeburt ausgefeilten Designs, aber das ist mir so ziemlich egal in dem Fall, hauptsache es funktioniert so wie es soll.


    Ob die Kombistation von C, die RH erwähnt hat, dieselbe ist, wie diese von Pollin, weiss ich nicht.


    Ich kann jedenfalls von der Funktionalität her nix negatives über die Pollin-Kombistation sagen.


    Gruss
    Neni

    Ich habe letztens meine uralte Weller (zwar mit Temperatur-Einstellpoti aber ohne Anzeige) in den Ruhestand geschickt und mir diese noname Löt-/-Entlötstation bei Pollin für knapp 100 € gekauft.


    [Blockierte Grafik: http://www.pollin.de/shop/images/article/big/G840093.JPG]


    Das Entlöten funzt damit auf jeden Fall viel besser als mit Entlötlitze oder Lötkolben plus mechanischer Unterdrucksaugkolben. Man kann einfach viel genauer 'am Punkt' arbeiten und somit auch beim Löten von SMD sehr gut 'nachbessern' bei ungewollten Lötbrücken etc. Ich bin generell rundherum sehr zufrieden mit dieser Station, insbesondere da solche Kombistationen von entsprechenden Markenherstellern gleich mehrere 100 € teuer sind und noch darüber.


    Ich meine, Markenware in allen Ehren, aber meiner Meinung nach ist bei Lötstationen die Zeit vorbei, wo es noch riesige Qualitätsunterschiede gab. Heute sind auch solche Noname-Produkte aus Korea, China oder woher auch immer durchaus von akzeptabler Qualität und Funktionalität. Wenn die LS kommerziell 24/7 im Einsatz sein muss, dann würde ich auch sagen - Markenware, keine Frage, aber für's Hobby, naja, da reicht IMHO heutzutage so'n Ding.


    Gruss
    Neni

    Eidg. Dipl. Natw. Mikrobiologie und Biochemie Universität Zürich


    und


    Eidg. Dipl. Webengineer NDS FH


    Hihi, zumindest meine erste Ausbildung ist wohl etwas exotisch hier :wink: .


    Arbeiten tue ich an der Universität Zürich als Systemadministrator, Webmaster, Web- und Systementwickler, zuständig für alle Web-Dienstleistungen der Hauptbibliothek der Universität.


    LEDs sind ein reines Hobby von mir, wobei ich insbesondere die LED-Technik mit meiner Leidenschaft für die µC-Programmierung verbinde.


    Gruss
    Neni

    Hallo chris,


    sorry für die späte Antwort.


    Zunächst mal eine Frage. Wieviele unabhängige PWM-Kanäle möchtest du denn haben. Die Methode richtet sich dann jeweils nach diesem Parameter.


    Software PWM ist nicht so kompliziert zu programmieren. Du machst einen Timer-generierten Interrupt in der Häufigkeit der gewünschten PWM-Frequenz mal Auflösung (also z.Bsp. bei 8 Bit PWM-Tiefe und 200 Hz -> 200 x 256 = 51200 mal in der Sekunde oder rund alle 20 µs sollte die Interruptroutine aufgerufen werden). In diesem Beispiel dürfte dann bei z.Bsp. 8 MHz Prozessortakt die Interruptroutine nicht mehr als ca. 150 Instruktionen (bzw. 150 Zyklen) haben. Das reicht aber generell gut, um eine Zählervariable in der Interruptroutine hochzuzählen und dann jeweils den Zählerwert mit den in versch. Variablen gespeicherten PWM-Werten zu vergleichen und die etsprechend assoziierten Pins dann auf 1 oder 0 zu setzen. Wenn die Zählvariable 256 erreicht, wird sie wieder auf 0 gesetzt und alle Pins auch resettiert ... etc. Die Anzahl der notwendigen Vergleiche entspricht der Anzahl benötigter PWM-Kanäle und ist durch die zur Verfügung stehende Zyklenzahl in der Interruptroutine beschränkt. D.h. bei höherem Prozessortakt, tieferer PWM-Frequenz und weniger Bit-Tiefe (Auflösung) können dann entsprechend mehr PWM-Kanäle unabhängig gesteuert werden.


    Für die Matrixmethode sehe ich für deine Anwendung (ohne eine eigentliche LED-Matrix) wenig Sinn. Sie macht die Güte der Ansteuerung nur von mehr unnötigen Parametern abhängig und ist generell im Ergebnis weniger vorhersagbar, da bei allen LEDs durchgehend nur ein Bruchteil des Leuchtpotenzials ausgeschöpft wird (eine unnötige Verschwendung ohne Matrix).


    Gruss
    Neni

    Hallo chris.k


    grundsätzlich gibt's verschiedene Möglichkeiten die LEDs mit dem µC per PWM zu steuern. Optisch das beste Erbebnis kann man sicherlich mit Hardware-PWM (praktisch Jitter-frei, sehr gleichmässig, unabhängig von der Restauslastung des Controllers etc.) erreichen, die Kanalzahl ist aber limitiert durch den eingesetzten ATmega (ATmega 48/88/168 hat z.Bsp. maximal sechs unabhängige Hardware-PWM-Kanäle, also praktisch zwei unabhängige RGB-Kanäle steuerbar). Das nächstschlechtere Verfahren ist Software-PWM, am Besten in einem Interrupt mit Zähler zu implementieren. Hier ist die Anzahl Kanäle begrenzt durch die zu verwendende PWM-Frequenz, die Bit-Tiefe (Auflösung) der PWM und die sonstige Aufgabenauslastung des µC. Man erreicht aber meistens mehr unabhängige Kanäle pro µC als mit HW-PWM bei optisch noch akzeptablen Ergebnissen. Das bei weitem schlechteste Verfahren für die Farbsteuerung mit PWM ist das Matrix-Verfahren. Hier werden zusätzlich zu PWM die RGB-Tripletts mit einer nidriegeren oder maximal der PWM-Frequenz gleichen Taktrate ein- bzw. ausgeschalten, ähnlich einer einfarbigen LED-Matrix, jedoch bei RGB eben noch mit PWM für die Farben. Dieses Verfahren ist jedoch nur bei sehr grossen Mengen an RGB-LEDs für Displays etc. sinnvoll, wo dann der einzelne 'Pixel' optisch auch nicht so überzeugend sein muss bzw. der zu überstreichende Farbraum deutlich kleiner ausfallen darf.


    Für dein Projekt ist also entweder Software-PWM oder dann eben HW-PWM mit mehreren interkommunizierenden Controllern sinnvoll. Bei der PWM-Frequenz würde ich nicht unter 200 Hz gehen (eigene Erfahrung), wenn du wirklich schöne, homogene Resultate haben willst. Für die Bit-Tiefe reichen für Mood-Anwendungen 8 Bit vollkommen aus.


    Das mit den 1/8 ist eigentlich nur bei einer Matrix-Ansteuerung bei 8 Spalten so. Wenn man Software- oder Hardware-PWM korrekt implementiert, dann hat die Anzahl Kanäle keinen Einfluss auf die Ein-/Aus-Phasen der PWM pro Kanal.


    Gruss
    Neni