Beiträge von turi

    Im Prinzip hast Du das alles schon richtig erkannt. Artnet hat auf einer Seite eine LAN-Buchse und wird mit dem Router verbunden. Am Ausgang liegt das DMX-Signal. Das verbindest Du an die 4 Receiver als Bus-Leitung. An jeden Receiver kannst Du einen RGBW-Streifen anschließen.


    Mit dem Handy kannst Du dann einer App laden, die Artnet-Knoten ansprechen kann (über die IP-Adresse des Knotens). Damit kannst Du dann die Fähigkeiten der App nutzen und die LEDs steuern. Viele Apps haben pro Kanal einen Slider, wo man die Helligkeit regelt. Aber ich denke, es gibt auch Apps mit mehr Möglichkeiten und vielleicht sogar Effekt-Programmen. Da kannst Du ja schon mal ein wenig suchen, auch ohne die Technik.

    Du solltest da generell über einen anderen Weg nachdenken und dann ggf. einen andere Steuerung vorsehen. Wenn es mehrere, getrennte LED-Streifen sein sollen, dann nimm z.B. die miniDMX- oder µDMX-Receiver und für das Netzwerk einen Artnet-Node oder WDMX.


    Für Artnet gibt es schon sehr viele Apps und die Receiver sind sehr günstig. Bei Ulrich Radig gibt es auch sehr günstige Artnet-Nodes. Mit den Effekten musst Du dann mal schauen, was die Apps bieten.

    Für den Controller gibt es Original-Apps vom Hersteller wie EasyColor oder EasyLighting. Letzters ist von der Bedienung her wahrscheinlich besser. Wir haben mit LK35 auch eine eigene App geschrieben und zumindest auch in der Pro die Bedienung so optimiert, dass man bestimmte Situationen speichern kann. Was die Effekte betrifft, so hat mich das nie so interessiert, aber man kann die meines Wissens nach nur durchschalten.


    Das mit dem Netzwerkwechsel ist sicher das WLAN am Smartphone gemeint. Das ist einer der wichtigsten Punkte. Man kann den Controller selbst als Client in das eigene WLAN einbinden und muss dann eben nichts mehr wechseln. Es gibt da eine kleine Web-Seite zur Konfiguration im Controller.


    Man hat einen RGBW-Controller, also 4 Kanäle. Mit max. 4A pro Kanal kann man ausrechnen, wieviel Meter der jeweiligen Streifen man anschließen kann. Mit der App kann man bis zu 8 Controller ansteuern. Damit kann man dann auch Segmente (Zonen) unterschiedlich steuern.


    Interessant wird es eigentlich dann, wenn wir es noch schaffen, den sinnvoll in eine Hausautomation zu integrieren. Wird sind da mit FHEM schon dabei...

    Ok, man könnte jetzt sagen, nimm eine Mischung aus ww/kw, um die Farbtemperatur einzustellen, aber das finde ich nicht wirklich effektiv und letztlich wird es auch teuer. Ein Kompromiss wäre wie L4M4 schon schreibt ein neutraleres weiß mit 4000-4500K. Das hat nichts mehr vom warmweiß, ist aber auch nicht so extrem kalt.

    Ich verstehe den Aufbau noch nicht ganz, denn der Abstand der Decke zur Wand ist ja recht knapp. Wo soll der Winkel denn sitzen und wohin strahlen die LEDs? Normal leuchtet die indirekte Beleuchtung ja verdeckt an die Decke.


    Spiegelfolie würde ich nicht verwenden, denn damit bekommt man Lichtreflexe (wird nie 100% eben sein) und kein gleichmäßiges Lichtbild. Eine weiße Fläche ist da besser.


    Weitere Frage zur Lichtfarbe: bist Du bei Kaltweiß sicher? Wenn es der Wohnbereich sein soll, hat man doch eher ein gemütlicheres Licht in warmweiß.


    LEDs gibt es viele. Die Grundempfehlung wäre, möglichst ein enger LED-Abstand und ab ca. 1100lm/m sollte es ausreichen (so haben wir es zumindest und die Streifen sind meist noch unter 50% gedimmt). Wir haben da 3528 mit CRI>90 verbaut, heute würde ich wahrscheinlich eher 2835 nehmen. Bei 120 LEDs/m haben die ca. 1800lm/m. Einen Dimmer sollte man also unbedingt vorsehen, ggf. noch Repeater und passende Netzteile, bei denen man dann die 230V schaltet. Wenn Du mir mal eine PN mit Deiner Mail-Adresse sendest, kann ich Dir ein PDF von unserem Aufbau senden.

    Ich müsste noch ein paar Alu-Platinen da haben, habe da aber keine guten Erfahrungen mit dem Ätzen gemacht. Die liegen jetzt auch schon eine Weile rum, müsste man mal sehen, wie der Fotolack so noch ist. Aber wenn Interesse ist, schreib mir eine PN.

    Ein paar Ergänzungen dazu noch von mir. Die MY994x haben intern eine lineare KSQ, die bis 350mA geht und bis 40V maximal (sie DMX Breakout-Board). Problem der linearen KSQ ist die Verlustleistung, die man auf unter 1W halten muss, aber in der Praxis sogar unter 0,5W, um die Erwärmung in den Griff zu bekommen. Da man das mit einer RGB-LED bei Rot so fast nie hin bekommt, scheidet die Variante aus. MySemi empfiehlt, das mit Widerständen anzupassen, aber naja...


    Aus diesem Grund wurde die MY-Semi-Platine mit 4 getakteten KSQs entwickelt (oben verlinkt). Dort ist allerdings der PT4115 verbaut, welcher die Versorgungsspannung auf 30V beschränkt. Man würde hier also recht an der Grenze operieren, müsste man mal testen.


    Was Netzteile betrifft, so habe ich die nicht im Standard da, kann aber bestellen. Aber Du kannst natürlich auch anderweitig so etwas bekommen. 30V ist nicht ganz gängig...

    Hallo zusammen,


    es ist ja sicher schon bekannt, dass ich nebenbei einen Blog und einen kleinen Shop betreibe. In diesem Jahr soll es erstmal einen kleinen Wettbewerb für LED-Projekte geben. Dabei kann jeder seine Idee einreichen und dazu Produkte aus dem Shop im Wert von 300 EUR bekommen (das Projekt kann aber auch mehr kosten). Eine kleine Jury am Makerspace wird dann die Auswahl treffen. Die Bedingungen sind hier nachzulesen: http://www.led-studien.de/300-euro-fuer-dein-led-projekt/


    Wäre schön, wenn sich auch hier ein paar Leute beteiligen, denn schließlich hat hier mal alles bei mir angefangen. Wenn Fragen sind, bitte per Mail schicken.


    VG
    Nino


    Schau mal bei mir im Blog, da ist mein Projekt dazu dokumentiert. Ich habe auch noch ein PDF, was ich per Mail schicken könnte. Es gibt inzwischen auch eine Spezialseite dafür: http://indirekte-beleuchtung.com/


    Die LED-Streifen sind bei mir auf einen PVC-Profil, was kein Problem ist. Aber man bekommt auch günstif Alu-Profile flach oder Winkel, die man nehmen kann (alu-verkauf.de). Das würde ich bevorzugen.

    Kurze Ergänzung zu der Strom-Betrachtung: bei meinen 3528-LEDs steht im Datenblatt max. 50mA, das ist schon eine Menge. Wenn ich das dann auf den Streifen umrechne, so komme ich auf 30mA Nominal-Betrieb:


    14,4W/m = 0,6A bei 24V
    120 LEDs/m = 20 Segmente mit 6 LEDs
    600mA / 20 = 30mA pro Segment


    Das hatte mich auch anfangs verwundert, aber die werden wohl so betrieben. Je nach Dichte der LEDs geht man dann etwas nach unten mit dem Strom (habe diese Sorte auch mit 228 LEDs/m einreihig, allerdings dann mit KSQ).

    Was hat denn der Streifen ungefähr gekostet? Meine Theorie ist ja, dass auch bei den Chinesen Preis und Qualität miteinander zu tun haben. Irgendwo muss der Preis herkommen. Waren das bei Dir eher günstigere Streifen? Welche LED-Typen sind verbaut?


    Ich habe ja eher der teureren (und meiner Meinung nach vermeintlich hochwertigeren) Streifen im Programm. Da sind im Laufe der Jahre auch schon einige Rollen in Umlauf gekommen. Habe auch selbst einiges eingebaut und auch Bekannte haben Streifen. Man kann zwar nicht ganz ausschließen, dass da mal ein Fehler auftritt, aber die Fälle kann ich noch bequem zählen. Das ist minimal.

    Ich war schon ... die China-Halle kann man sich sparen, 80% Tubes und Retrofit und Innovationen habe ich da nicht wirklich gesehen. Das war früher anders, würde ich meinen. Dafür braucht man eine Sonnenbrille. Keine Ahnung, wie die Leute das da aushalten.


    Ansonsten muss man schauen, was einen so interessiert. In Richtung Komponenten und Lösungen sollte man unbedingt in Halle 4 gehen und evtl. auch 3. Da gab es ein Beispiel für einen virtuellen Himmel mit Sonne, sehr realistisch. Zum Thema Hausautomation gibt es auch sehr viel. Leider scheint da fast jeder sein eigenes System zu bauen, schade.


    Bei der Luminale sollte man auf jeden Fall in die Dreikönigskirche gehen (heute/morgen noch). Da ist 21 Uhr Konzert mit der Enlightenment Machine von Betty Rieckmann.


    Eine kleiner Ergänzung dazu im Blog...

    Es muss nicht immer nur der erste Pixel sterben, ist mir auch zwischendurch passiert. Eine Diskussion gab es hier schon: WS2812 Probleme


    Ergebnis sind quasi die WS2812protect-Platinen. Es ist mir zumindest kein Fall bekannt, bei dem es mit diesen Platinen noch Probleme gab.

    Du kannst mir gern mal das SEDU mit einem Teil der LED-Kesse senden, dann kann ich mal testen. Da vor Auslieferung alles getestet wird, hat es zumindest mal funktioniert. Insofern wird sich das Problem auch finden lassen. Aber so per Ferndiagnose sind eigentlich alle Varianten durch...

    Ja, 7 wäre richtig. Schick mal bitte ein Foto. Sind denn die Kabel wirklich alle richtig angeschlossen? Die Spannungsversorgung der LEDs geht auch direkt zum Netzteil, oder? Das SEDU ist dann per USB versorgt.

    Wieviel Meter sind denn das, die da verlegt werden? Sind doch meist nicht so viel? Deshalb macht es Sinn, getrennte Streifen zu nehmen. Weiß sollte in der Küche besser auch einen hohen CRI haben.


    Beim RGBW-Controller solltest Du darauf achten, dass man die Farbe auch ausschalten kann. Das ist oft gar nicht so einfaach, wie es klingt. Weiß kann man dagegen schon getrennt regeln, das ist kein Problem.