Beiträge von Romiman

    LED-Filaments für DIY?


    Inzwischen kriegt man ja nicht nur als fertige Leuchte oder Lampe (fast) ALLES, sondern auch deren Komponenten.
    Und so sind mir jetzt erstmals diese LED-Filamente in die Hände gefallen, mit denen sehr glühlampenähnliche LED-Lampen realisiert werden.


    Meine Hoffnungen auf neue phantasievolle Eigenprojekte wurden allerdings sehr schnell begraben:
    Die Teile sind zwar schweinebillig und durchaus ernst zu nehmend leuchtstark. Und selbst die Lichtfarben sind nicht mehr kritisch, das Kaltweiß ist ein schönes, minimal bläuliches 6000K-Weiß, und das Warmweiß ein gelungenenes 2800K ohne Grünstich. Selbst die (zylindrischen) 360° Abstrahlwinkel kommen fast hin.
    Selbst die Nennspannung von 12V ist ja höchst praktikabel. (Fürs Foto hab ich sie nur mit den 175mA aus dem guten alten "Real Styles" LED-Tester (9V Block) betrieben.)
    Aber die Teile sind dermaßen empfindlich, dass eine Handhabe kaum möglich ist. Ein Teil kam gleich zerbrochen an, ein anderer Teil hatte schon sichtbar Brüche, und die letzten Überlebenden gingen gleich beim ersten Probelauf zu Bruch.
    Sie scheinen nur aus LED-Chips zu bestehen, die mit Bonddrähten miteinander verbunden sind und in die extrem labile (bröselige) Leuchtstoffmasse eingebunden sind.
    Also praktisch unbrauchbar.

    Hab ich auch schon festgestellt.
    Klar, der LED-Markt hat sich gewaltig entwickelt, auch zum Selberbauen gibts heute viel mehr Material.
    Aber der für mich interessanteste Themenbereich "LED im KFZ" ist leider durch die bekannten Regularien sowie die Verbreitung von werksseitigen LED-Lösungen fast tot. Zu gern erinnere ich mich an das Werken und Schaffen von "ck222"...
    Ach, was war das für eine tolle Stimmung, als wir uns über die sagenhafte Effizienz der Seoul P4 freuten und fleißig bastelten und experimentierten.
    Ich hab heute aber leider auch nicht mehr die Zeit und Muße für große Projekte. (Tief in mir die Lust dazu schon!). Mehr als Reviews sind zZt leider nicht mehr drin.

    Wenn Du etwas fernbedienbar machen willst, was selbst nicht fernbedienbar ist, schon.
    Ich hab eine Master&Slave-Steckdosenleiste in Benutzung, die neben den geschalteten Steckdosen auch daherhaft aktive hat. Das ist eine wunderbare Sache für die Stromversorgung am Nachttisch. In der Mastersteckdose steckt der Receiver (der Stereoanlage), in den Slavesteckdosen CD-Player, Subwoofer und Handyladegerät, in der dauerhaften die Beleuchtung. So muss ich zwar zum Handy aufladen den Receiver einschalten, weiß aber, dass spätestens nach (zum Handy aufladen locker ausreichenden) 4 Stunden das Handyladegerät wieder stromlos geschaltet wird. (durch Auto Off Timer im Receiver).

    Weiter gehts.
    Jetzt hab ich noch die W5W-Variante gefunden. Bestellt in rot und weiß, die rote ist schon da:


    Daten:
    Typ: LED-Leuchtmittel, W5W-Ersatz
    Leistung: ca. 0,5W
    Lichtleistung: geschätzt 50-100Lm
    Lichtfarbe: (offiziell*) rot
    (RA: unbekannt, gewiss sehr bescheiden)


    Aussehen:
    Größe und Form unterscheiden sich diesmal durchaus vom Glühlampen-Original. Die LED-Lampe ist deutlich länger, der Durchmesser hingegen entspricht weitgehend den 10mm der Glühlampe.
    Die LED-Filaments sitzen (am tiefsten Punkt) auch da, wo der Glühfaden bei der Glühlampe sitzt, sie sind aber nach vorn/oben deutlich länger.
    Die Verarbeitung wirkt für so ein günstiges Chinaprodukt akzeptabel. Die Platine saß hier etwas schief im Kolben.
    Der Kolben ist auch hier wieder Echtglas. Er ist aber nach unten hin tatsächlich offen. Man muss sich ihn wie ein sehr kurzes Reagenzglas vorstellen. Die Platine ist einfach eingeklebt.


    Bestückung:
    2 kurze rot leuchtende einseitige LED-Filaments. Allerdings nicht mit roten LED-Chips, sondern mit blauen und einer Kovertierungsschicht* darüber.
    Die Kühlung wird hier sicher auch durch die unten offene Bauweise erreicht. Dennoch wird auch das kein Produkt für den Dauerbetrieb in engen Gehäusen sein.


    Licht:
    Die Filaments strahlen natürlich hauptsächlich seitlich ab. Durch die
    V-förmige Anordnung kommt nur wenig Licht nach vorn(oben). Zu den
    Schmalseiten der Filaments wird es auch dramatisch weniger Licht.
    Die Lichtmenge kann hier subjektiv geschätzt durchaus mit einer eingefärbten W5W (5W) Glühlampe mithalten!
    *Die Lichtfarbe hat hier mit dem offiziellen Farbton ROT nichts zu tun. Durch das Konvertierungsverfahren ist es eher ein "matschiges Rosa"


    Die Leistung reicht hier mal tatsächlich für einen Ersatz einer eingfärbten 5W-Glühlampe, wie der direkte Vergleich mit einer orange eingefärbten 5W W5W-Glühlampe zeigt. Die Stromaufnahme liegt hier bei bescheidenen 39mA, was bei gut 12V eben kein knappes halbes Watt Leistung bedeutet.


    Idealer Zweck:
    Ersatz für 5W (W5W) KFZ-Lampen wie Innenbeleuchtung, zB von
    Wohnwagen o.ä.. Aufgrund der Abstrahlcharakteristik nur für Leuchten mit
    seitlicher Abstrahlung oder Reflektoren. (In frontal angestrahlten Fresnellinsen kommt kaum Licht an.)


    Nicht geeignet für Außenbeleuchtung (Rückfahr-, Tagfahrlicht, farbige
    Signabeleuchtung), da zu lang und nicht zugelassen. Nicht geeignet
    für Dauerbetrieb, enge und/oder potentiell feuchte Leuchtengehäuse.


    Fazit:
    Ach hier wieder eine interessante Alternative, die deutlich Strom spart. Funktioniert aber nur unter zahlreichen Einschränkungen (Länge, Zulassung...)

    Nachtrag


    Hab jetzt noch eine "warmweiße" Variante erhalten.
    Sollte laut Bestellung eigentlich eine gelbe sein. Lichtfarbe ist aber ein deutlich grünstichiges Warmweiß.
    Lichtmenge ist wieder gut mit der kaltweißen vergleichbar.
    Im Bild sitzt nebenan eine 10W-Glühlampe (im Vergleichsbild mit der kaltweißen ist es eine 21W Glühlampe.)

    Hab wieder was interessantes Neues entdeckt:
    LED-Filament-Lampen für KFZ.
    Das Besondere ist die identische Bauform und der sehr ähnliche (große) Abstrahlwinkel.

    Daten:

    Typ: 1156 PY10W* / PY21W
    Sockel Ba15s für KFZ
    Leistung: 1,2W
    Lichtleistung: geschätzt 100-150Lm, *daher nur ein 10W Ersatz!
    Lichtfarbe: geschätzt 5700-6000K
    (RA: unbekannt)


    Aussehen:
    Größe und Form unterscheiden sich nicht von einer PY21W-Standardglühlampe.
    Die Verarbeitung wirkt für so ein günstiges Chinaprodukt zufriedenstellend.
    Der Kolben ist Echtglas. Die Platine sitzt allerdings in variablen Winkel zu den Pins (im Gegensatz zur Glühwendel der PY21W-KFZ-Lampe)


    Bestückung:
    2 kurze kaltweiße einseitige LED-Filaments


    Wie hier die Kühlung gewährleistet ist, wundert mich wieder wie bei
    den meisten anderen mir bekannten kühlrippenlosen Lampen, die seit
    wenigen Jahren üblich sind. Für den Dauerbetrieb in engen Gehäusen sicher nichts.


    Licht:
    Die Filaments strahlen natürlich hauptsächlich seitlich ab. Durch die V-förmige Anordnung kommt nur wenig Licht nach vorn(oben). Zu den Schmalseiten der Filaments wird es stark gelblich, siehe Foto. Durch die nicht zu den Pins (am Sockel) fixe Position der Filamente ist die gelbliche Dunkelzone auch nicht exakt da, wo sie bei Glühlampen ist. Aber für Außenanwendungen (die diese fixe Position berücksichtigen) sind diese Lampen sowieso nicht zugelassen.
    Die Lichtfarbe ist OK, ein klassisches Kaltweiß ohne lästigen Lila- oder Grünstich.
    Die Leistung reicht eben nur für einen Ersatz für ca. 10W Glühlampen. Im direkten Vergleich mit 21W (siehe Foto) kommt sie klar nicht mit. Bei nur 100mA Stromverbrauch aber auch kein Wunder.


    Idealer Zweck:
    Ersatz für 10W (Ba15s) KFZ-Lampen wie beispielsweise Kofferraum- Handschuhfach- oder Motorraumbeleuchtung. Oder Innenbeleuchtung zB von Wohnwagen o.ä.. Aufgrund der Abstrahlcharakteristik nur für Leuchten mit seitlicher Abstrahlung oder Reflektoren. In frontal angestrahlten Fresnellinsen kommt kaum Licht an.


    Nicht geeignet für Außenbeleuchtung (Rückfahr-, Tagfahrlicht, farbige Signabeleuchtung), da zu schwach und nicht zugelassen. Nicht geeignet für Dauerbetrieb und enge Leuchtengehäuse.


    Fazit:


    Interessante Alternative zu 10W Ba15s KFZ-Glühlampen.

    Das kleine gelbe Multimeter läuft immernoch tapfer im Alltagsbetrieb. Keine Ausfälle oder Zickereien. Batterien halten auch lange.


    Aber nun hab ich eine neue Frage:


    ZANGEN-AMPEREMETER (oder -Multimeter).
    Kennt Ihr eins, mit dem man die üblichen LED-Ströme (Gleichstrom unter 1A) induktiv messen kann?

    Im gedimmten Zustand und bei Dunkelheit draufgucken und dabei Augen oder Kopf bewegen. Oder mit dem Handy ein Foto (ohne Blitz) davon machen, und dabei das Handy bewegen.
    Ist ein Stroboskopeffekt erkennbar, ist es PWM-gedimmt.

    Was würdet Ihr eher empfehlen?
    Es sollen 2 LEDs in Reihe an ein 12V-Netzteil geschaltet werden. Gewünschter Strom zwischen 120 und 150mA. Für eine lineare KSQ fällt hier relativ viel Verlustleistung an. Ist ein Step-Down-Regler hier grundsätzlich sinnvoller? Kommt der auch mit 2 LEDs in Reihe klar?

    Niedrigere Versandkosten für Kleinbestellungen! (eine KSQ und ein paar LEDs passen in einen Brief).
    Kaufe nicht selten bei ebay, weil ich da für eine KSQ nicht gleich ein ganzes Paket für 5€ dazukaufen muss.

    Mal ein paar Anregungen:


    Rückfahrkameras sind ja meistens eher nach unten als nach hinten gerichtet, d.h. das Licht der Rückfahrleuchten (nicht "Scheinwerfer") strahlt hingegen eher nach hinten.
    Somit wäre ein Ansatz, nicht die Rückfahrleuchten zu "tunen", sondern die Kennzeichenbeleuchtungen. Die gibt es für eine Vielzahl von Fahrzeugen sogar mit Zulassung in der allbekannten Bucht. Sind dann natürlich keine Leuchtmittel, sondern komplette Leuchten, also Gehäuse mit Streuscheibe und reichlich LEDs, bis zu 24 Stck / Leuchte. Das üppige Licht reicht locker für Rückfahrkameras. Hat nur den Nachteil, dass es durch die erheblich größere Helligkeit schon von weitem auffällig nach "ebay-Tuning" aussieht.
    Ein anderer Ansatz wäre, wie "Helles Licht" schreibt, die Infratotbeleuchtung ("IR"). Nahzu alle Kameras sind IR-empfindlich. Kann man einfach selbst rausfinden, in dem man mal jemand mit einer Fernsehfernbedienung vor der Rückfahrkamera rumspielen lässt. Ist dann im Monitor das Licht der IR-LED klar zu erkennen, ist die Rückfahrkamera IR-empfindlich.
    Dann kann man in Richtung zusätzlicher IR-Scheinwerfer oder Aufpimpen der Kennzeichenbeleuchtung mit zusätzlichen IR-LEDs denken.

    Kennt Ihr da was? Könnt Ihr was empfehlen?
    Gesucht wird ein kleines 9V-Netzteil, Strom min. 30mA, max 100mA. Geglättet (also kein ausgangsseitiges 50Hz-Flimmern). Niedriger Leerlaufstromverbrauch (wenn es eingesteckt ist, aber kein Verbraucher aktiv ist).
    Vorgesehen ist das für eine kleine sekundärseitig geschaltete "Schlummerleuchte", bei der es dauerhaft in der Steckdose verbleiben soll.

    Zitat von LaDigue

    ... 150 Lampions ... nicht...jede Woche die Batterien wechseln ...


    Auch nach meiner Einschätzung nach ist so eine Menge (wenn es auch noch nennenswertes Licht abwerfen soll) ein Fall für eine richtige Netzinstallation.
    Aber wenn nicht, muss batterietechnisch schon ein mächtiges Geschütz her.
    Die billigsten Großbatterien sind hier schlicht Autobatterien. Deren Ladegeräte sind sehr verbreitet, idealerweise hat man fürs Auto (oder Motorrad) sowieso schon eins.
    Und die 12V sind eine gut händelbare Spannung.
    Mit einmal im Monat aufladen wird das aber nichts. Auch mit keiner anderen* Batterie. Da muss je nach Leuchtdauer häufiger das Ladegerät ran.
    Vielleicht mit einer Batterie pro Stall rechnen. Und dann ein günstiges warmweißes G4 oder W5W LED-Leuchtmittel pro Laterne. Die sind schon für 12V ausgelegt, können also alle parallel an die Autobatterie.
    Wichtig! Die Autobatterie(n) müssen an einem durchlüfteten Ort stehen, da sie während das Ladevorgangs giftige und explosive Gase ausscheiden!


    *abgesehen von einer 13.000€ teuren Hausbatterie wie die von Tesla...

    Das wird so nichts. Das originale Netzteil hat nicht zum Spaß ein Mindest-Output von 30V. Den wird die Maiskolbenlampe aufgrund von langen Reihenschaltungen der einzelnen LEDs auch brauchen.

    Doch, Widerstände in Reihe haben die Summe der einzelnen Widerstandswerte. Nur müssen die Widerstände natürlich auch in der gleichen Reihe wie die LED(s) sein.

    Die sind nicht sonderlich leuchtstark. Da würde ich entweder einen anderen, kräftigeren, LED-Typ nehmen oder deutlich mehr, zB. 6 Stück (3 Stränge á 2 Stück in Reihe).
    Und für die große Entfernung eine 2er Reihe mit "normalen" 5mm LEDs mit engem Abstrahlwinkel.
    Als strombegrenzendes Bauteil pro 2er Strang eine 20mA-Konstantstromquelle oder einen Widerstand von 110 - 130 Ohm und min. 100mW Größe.


    Viel Erfolg und Spaß, und wenn fertig, Bilder bitte!