Beiträge von MOSFET

    Bei weissen LEDs kannst du von etwa 3,3V bei Nennstrom ausgehen

    Das stimmt nur unter der Voraussetzung, dass in der Leuchte nicht schon irgendwo ein Vorwiderstand integriert ist. Wenn der Händler hier sowohl ein Konstantspannnungs- als auch ein Konstantstromnetzteil anbietet, müsste man eigentlich annehmen, dass ein Vorwiderstand schon integriert ist, selbst wenn das bei 12V eine komische Lösung wäre. Daher nochmal: Frag den Händler, was denn jetzt wirklich in der Leuchte drin ist und wie man sie anzuschließen hat!!

    Würde mich freuen, wenn jemand meine Verwirrung klären könnte !

    Das sollte doch wohl der Verkäufer machen, der derart besch..eiden dokumentierte Produkte verkaufen will. Sorry, aber es kann ja wohl nicht sein, dass man seine Produkte mit widersprüchlichen Angaben bewirbt und dann von den Kunden erwartet, dass sie sich die korrekte Verwendung in einem Forum erklären lassen, das von der Konkurrenzgesponsort wird.

    Wenn Du die instructables-KSQ mit TLC5947 oder MY9221 ansteuerst, reduziert die sich auf drei Bauteile für <0,25€. Da sollte man gegenüber MY9941/2 noch was sparen können, hat dann aber natürlich mehr Lötarbeit...

    wo sollen dann die restlichen 9-10V abfallen wenn kein Widerstand verwendet wird?

    An der Ausgangsstufe des IC. Wie bei einer instructables-KSQ wird der Ausgangspin nicht hart nach Masse durchgeschaltet, sondern nur soweit, dass der gewünschte Strom erreicht wird, in Deinem Beispiel liegen dann am Ausgang halt die 9-10V an. Je nach LED-Strom wird im IC deshalb einige Verlustleistung in Wärme umgesetzt (das IC ist für 3,9W spezifiziert!!). Um diese Verlustleistung zu verringern, könnten Vorwiderstände eine Notlösung sein, wenn die Differenz zwischen Versorgungsspannung und LED-Betriebsspannung zu groß wird (eine LED an 12V). Bei Deinen ursprünglich angegebenen drei LEDs an 12V ist das aber nicht erforderlich, falls Du nicht ständig auf allen Kanälen gleichzeitig die maximalen 80mA raushauen willst.

    Du brauchst keine Vorwiderstände, die Angabe

    Zitat

    Drive Capability
    – 0 to 80 mA (Constant-Current Sink)

    bedeutet, dass die Ausgänge bereits Konstantstromquellen integriert haben. Der LED-Strom lässt sich entsprechend der Anleitung auf Seite 7 des Datenblatts einstellen.

    Du musst erstmal "Anode" und "Cathode" tauschen. Die Begriffe sind bei den ganzen Shuntreglern etwas verwirrend gewählt, weil sie an die Bezeichnungen bei Z-Dioden angelehnt sind, die ja in Sperrrichtung betrieben werden => Die "Anode" muss an Minus!! "Reference" kommt mit der "Cathode" zusammen, und wird hinter dem 1k-Widerstand angeschlossen.

    Der PT4115 hat diesen dicken zusätzlichen Kühlpin, der kann es eigentlich nicht sein... Die Anschlussbelegung sieht in der Tat nach dem ZXLD aus. Vorschlag: Nimm statt dem TL431 einen LMV431. Dieser regelt ohne externe Beschaltung (d.h. REF und Kathode direkt verbunden) auf 1,24V, also optimal für den ZXLD. Sollte wider Erwarten doch eine höhere Spannung am DIM-Eingang bzw. am Poti erforderlich sein, kann man durch Beschaltung des LMV431 die Regelspannung erhöhen.


    Wermutstropfen: Bei Reichelt gibt's zwar ICs wie den ZR431 bzw. den TS432, die dem LMV431 entsprechen, offenbar gibt's die aber nur in SMD.

    Ich glaube, Du musst an Deiner Löttechnik feilen :whistling: Falls es Dir noch keiner gesagt hat: Mit dem Lötkolben macht man gleichzeitig *Bauteil und Leiterbahn* heiß, erst danach wird soviel Lötzinn zugeführt, dass dieses sofort in die richtige Form fliesst. Wenn man das beachtet und Lötzinn mit Flussmittelseele hat, ist es eigentlich extrem einfach. Wenn man so eine Platine erstmal "verbraten" hat, braucht man allerdings u.U. erstmal extra Flussmittel, um die wieder sauber zu kriegen...

    Reichelt ist grundsätzlich gut für sowas, wenn Du Mindestbestellwert und Versandkosten in Kauf nimmst. Statt der Z-Diode würde ich aber lieber einen Shuntregler nach Art des TL431 einsetzen, der mit zwei externen Widerständen auf praktisch jede gewünschte "Zenerspannung" eingestellt werden kann.


    Deine ausgesuchte Diode erreicht die 2,7V erst bei 5mA Zenerstrom, d.h. R1 müsste schonmal auf 1k reduziert werden, um diesen Strom überhaupt zu erreichen. Damit werden Schwankungen der Eingangsspannung dann aber nur noch um Faktor 10 runtergeteilt, da die Z-Diode einen diff. Widerstand von ca. 100 Ohm hat. Dazu kommt noch die geringe Temperaturstabilität der Z-Diode.


    Daher: Nimm Dir einen TL431, beschalte diesen mit einem 1k-Widerstand zwischen Kathode und Referenz und einem 10k-Widerstand zwischen Referenz und Anode. Dieses Gebilde schließt Du dann mit Anode und Kathode wie Deine normale Z-Diode D1 an. Weil der Mindeststrom des TL431 je nach Hersteller bis zu 1mA betragen kann, sollte R1 auch hier auf 1k reduziert werden. (Das ist aber nicht schlimm, weil der diff. Widerstand des TL431 um Größenordnungen besser ist als der der Diode). Das Poti kann dabei so bleiben, wie von derschwert gezeichnet.

    Kann man da einen Mosfet empfehlen (vorzugseweise klein und billig)?

    So pauschal ist das jetzt schwierig zu sagen. Zunächst muss man entscheiden, ob der Minuspol geschaltet werden darf, damit man einen n-Kanal-MOSFET mit mit kleinerem RDS(on) verwenden kann. Ansonsten könnte ein guter Ansatz sein, den Verpolungsschutz-MOSFET "eine Gehäusegröße kleiner" als den Schalt-MOSFET des Schaltreglers zu nehmen, also wie hier DPAK -> SO8, oder SO8 -> SO-89 usw. Dann darf man natürlich den RDS(on) des MOSFET nicht zu groß wählen, um die Durchlassverluste im Rahmen zu halten. Außerdem sollte dieser RDS(on) bei einer UGS spezifiziert sein, die nicht über der späteren Betriebsspannung des Schaltreglers liegt. Und zu guter Letzt muss man noch sicherstellen, dass das "Maximum Rating" für die UGS nicht überschritten wird, sprich entweder die Eingangsspannung immer unter UGS(max) bleibt oder eine Schutzschaltung wie weiter unten im verlinkten Thread verwendet wird. Da kommen also einige Anforderungen zusammen, nach denen man aber bei den üblichen Distributoren ganz gut suchen kann, sollte also keine unmögliche Aufgabe sein.

    so dann sagt mal was dazu

    Wenn Du es denn unbedingt willst: Du bist beratungsresistent, hast die Grundlagen nicht verstanden und das Datenblatt nicht gelesen. Deine sogenannte KSQ ist im besten Fall ein *Spannungs*regler, wahrscheinlicher ist aber, dass das IC so schwingt, dass gar nichts funktioniert, da die Kondensatoren über meterlange Leitungen angeschlossen sind.

    Bei SMD-Gehäusen kann man sich weder 100%ig auf die Beschriftung noch auf weiße Balken verlassen. Der einzig zuverlässige Hinweis bei SO-Gehäusen (also den "großen" SMD mit Pitch 1,27mm) ist die schräge Kante am Gehäuse. An dieser sitzt Pin 1 links. Ist z.B. auch hier beschrieben.

    Was meint Ihr, ist das Teil was?

    Nach Datenblatt sieht das Teil erstmal gut aus. Bedenken hätte ich bei höheren Strömen wegen des RDS(on) des internen MOSFET, der bei Erwärmung ja noch mal größer wird. 350mA für die Edixeon sollte aber kein Problem sein.

    Ich verstehe die Funktion vom Comp Anschluss nicht.

    Das Funktionsprinzip des IC ist anders als z.B. bei den ZXLD, wo einfach bei "etwas zu hohem" Strom aus- und bei "etwas zu kleinem" Strom wieder eingeschaltet wird. Stattdessen wird ein mittlerer Strom gemessen und mit einer Referenz verglichen. Abweichungen vom Sollwert werden dabei über einen sogenannten Fehlerverstärker ausgeregelt, der den Tastgrad des Buckconverters einstellt. Der Fehlerverstärker ist hier offenbar als Transkonduktanzverstärker ausgeführt, sodass die Beschaltung von COMP nach Masse das Regelverhalten des ICs bestimmt.

    Bei Verwendung der Option (D6 u. R4) sitz R5 parallel zu C4, ist das korrekt so?

    Ich denke, das liegt nicht an der "Option", sondern an der Auslegung für den DC-Eingang, d.h. durch die stabile Eingangsspannung kann der Regler etwas träger ausgelegt werden. Im Gegensatz dazu muss die Variante für die gleichgerichtete AC-Spannung den Tastgrad der veränderlichen Eingangsspannung schnell nachführen. Das erfordert den Widerstand in Reihe zum C, um den Regler schneller zu machen.

    Gilt der Wert für R5 aus der Tabelle nur bei Verwendung der Option?

    Nein. Die "Option" greift ja nur bei Kurzschluss am Ausgang, ansonsten sperrt die Diode, und die Schaltung verhält sich wie "ohne Option".

    Da ich jeweils einen Regler pro Farbe aufbauen müsste, könnte ich doch einen gemeinsamen 330µF Eingangs-Elko nehmen?

    Du musst auf jeden Fall einen Kondensator an jedem IC so vorsehen, dass die Kommutierungsschleife aus dem internen MOSFET, der Schottkydiode und dem C sehr kurz, d.h. niederinduktiv wird. Diesen C würde ich mind. mit 1 µF ansetzen. Der 330µF kann dann zusätzlich die eigentliche Glättung übernehmen, da reicht dann auch einer (Low-ESR).

    Über den EN Pin sollte sich der Regler per PWM dimmen lassen, vermute/hoffe ich mal.

    Da würde ich auch von ausgehen.

    Oder gibt es bessere/andere Alternativen?

    4V Betriebsspannung klappt in der Tat mit den wenigsten IC. Der MIC3203 sollte *typischerweise* da auch arbeiten, aber es ist halt nicht sichergestellt. Außerdem ist er etwas überdimensioniert für den Zweck und entsprechend teuer.