Beiträge von MOSFET

    Es gibt da einen Unterschied zwischen Ferriten und anderen Kernmaterialien. Bei Ferriten tritt die Sättigung recht abrupt ein, wie von Mirfälltkeinerein beschrieben, da kann die Induktivität schlagartig auf ein Zehntel ihres Wertes sinken. Bei Verbundmaterialien (Pulverkernen) gibt es dagegen einen Übergang, d.h. die Induktivität sinkt über den steigenden Strom langsam ab.

    Schrauben aus Messing oder Edelstahl sollten gehen, das wird häufiger gemacht. Wirbelströme in den Schrauben hast Du damit prinzipiell zwar immer noch, die dürften aber keine praktische Relevanz haben.


    EDIT:

    Zitat

    einfach oben ne Karosseriescheibe

    wird nicht so gut gehen, die Scheibe ist in Bezug auf Wirbelströme viel bedenklicher als die Schraube, weil sie einen größeren Durchmesser hat und damit von viel mehr magnetischem Fluß durchsetzt wird. Die würde ich auf alle Fälle aus Kunststoff nehmen.

    Du hättest auch einfach tauschen können: IC2, C3, R7 und R2 nach Plus und R1/R4 nach Minus, wobei IC2 dann an die nichtinvertierenden und R6/R7 an die invertierenden Eingänge gehört hätten.

    mit dem fließen bei 3,6V schon 4,6A, das ist vollkommen ausreichend.

    Du hast aber keine 3,6V, weil der LM358 einen Darlingtonausgang hat, da gehen Dir nochmal über 1V verloren. Du könntest aber einfach einen LM393 verwenden (wo Du doch eigentlich sowieso einen Komparator haben willst), der hat einen Open-Collector-Ausgang, den du mit Pull-Up auf Deine 3,6V ziehen kannst.


    EDIT: Moment mal, das mit dem Komparator meintest Du doch wohl nicht so?? Wenn ich das richtig sehe, soll das ein Shuntregler werden, bei dem der MOSFET ja gar nicht *ganz* aufsteuern darf, sondern Linearbetrieb fahren soll. Dann müsste es schon ein OpAmp sein, dann aber bitte mit sinnvoller Gegenkopplung, mindestens sollte da ein kleines C rein, um Schwingungen zu vermeiden.

    Ja, Motoren sind (z.T.) induktive Lasten. Das Einschalten ist damit vergleichsweise unkritisch, obwohl ein Nullspannungsschalter da nicht schadet. Wichtig ist aber vor allem, dass im Nulldurchgang *des Stroms* *ausgeschaltet* wird. Das erreichst Du entweder durch entsprechend gekennzeichnete SSR oder Du benutzt einen Opto-TRIAC, der von sich aus im Stromnulldurchgang schaltet. Da letztere meist eher kleine Ausgangsströme haben, kann es sinnvoll sein, einen Standard-TRIAC mit einem Opto-TRIAC zu treiben.

    Wärmeleitfähigkeit von rund 1 W/km ist im vergleich zu den 0,029 von Luft e sehr gut

    Was bitte ist Watt pro Kilometer ?( Wenn Du Watt/(Meter*Kelvin) meintest: 1W/(m*K) ist die Hälfte der Wärmeleitfähigkeit von Beton... Gegenüber Alu und Kupfer mit Wärmeleitwerten über 200 sind alle Vergussmassen schauderhaft schlecht. Gern genommen wird ja für kleinere Lücken (größere sollte man eh nicht füllen) noch der Arctic Silvermit angegebenen 7,5 W/(m*K), zum stolzen Preis...

    Wenn ich 2 Konstantstromquellen verwende, kann ich dann das Poti für beide parallel benutzen

    Grundsätzlich ja. Dein Bild kann ich gerade nicht aufrufen (sowas lieber direkt hochladen), wichtig ist aber nur, dass der Nennwert des Potis über den Daumen nicht viel kleiner wird als die Parallelschaltung der R1 der verschiedenen KSQ. Also hier 2*ca. 20k parallel => 10k => passt gerade mit dem 10k-Poti. Bei 4 KSQ am gleichen Poti sollte es max. ein 4k7-Poti sein usw. Gilt aber nur grob und beeinflußt auch nur die Linearität der Einstellung, wenn das egal ist, kann man das auch lockerer sehen.

    Wichtig wäre noch zu wissen, welche Art Last denn geschaltet werden soll :?: Bei stark induktiven oder kapazitiven Lasten wird man mit den vorgestellten Einfachlösungen nicht glücklich, da sollte man je nach Last im Nulldurchgang des Stroms oder der Spannung schalten. Auch sonst sind MOSFET mit "Avalanche Rating" (wie im Bild von Irrlicht) vorteilhaft.


    @ Irrlicht: Bei Kopien aus Elektor u.ä. bitte einen Quellenhinweis angeben.

    Ich glaube der Stromspiegel funktioniert bei mir nicht, da der drop zu groß wäre.

    Dann reicht es für Symmetrierwiderstände aber erst recht nicht, die brauchen für den gleichen Symmetriereffekt eine höhere Spannung. *Sollte* es bei Dir wirklich so knapp sein, wäre m.M.n. eine doppelte instructables-KSQ die sinnvollste Lösung, und soviel Mehraufwand ist das jetzt auch nicht.


    Und der IRF540 reicht da grundsätzlich auch locker, bei geschätzten 1,5V am FET und für 350mA oder 700mA auch ohne Kühlkörper.

    sollten die Emiiterwiderstände dann so bei 5,8 Ohm (bzw lt. E24 5,6 Ohm) liegen!?

    Das sollte schon recht gut passen. Bei der Auslegung würde ich so vorgehen (Beispiel: jew. 2 COB bei 120 mA in Reihe, 5 Stränge mit jeweils einem BD137-16 an 24V Betriebsspannung):
    1. min. Stromverstärkung des Transistors nachschlagen, z.B. BD137-16: ca. 100
    2. Strom für die 1N4148 für gute Regelung mind. gleich dem Gesamt-Basisstrom der BD137 wählen: z.B. 5*120mA/100=6mA
    3. Vorwiderstand für die 1N4148 auslegen: (24V-1,4V)/(2*6mA)=1k88, abrunden auf 1k8 oder 1k5 (24V Versorgung, 1,4V geschätzte Diodenspannung mal zwei, 2*6mA für Dioden plus Basisströme) (Die 10k waren halt nur ein grober Schätzwert :rolleyes: )
    4. Genaue Diodendurchflussspannung aus Datenblatt ermitteln: (24V-1,4V)/1k5=15mA, Fairchild-Datenblatt Fig. 5 zeigt dazu ca. 0,75V, mal zwei für Reihenschaltung ergibt 1,5V.
    5. BE-Spannung der Transistoren ermitteln: Fairchild-Datenblatt Fig. 3 zeigt ca. 0,73V
    6. Spannung an den Emitterwiderständen ist die Differenz: 1,5V-0,73V=0,77V
    7. Berechnung der Emitterwiderstände nach Georg Simon: 0,77V/120mA=6,42 Ohm, aufgerundet auf 6,8Ohm

    Dann müssen es eigentlich noch nicht mal 0,5W Widerstände sein. ;)

    Rein rechnerisch kommt man auf 0,77V*0,12A=ca. 0,1W, man sollte aber ordentlich überdimensionieren, damit der Widerstandswert stabil bleibt. 0,25W wären hier aber auch in Ordnung.

    Natürlich kann man mit möglichst vielen COBs in Reihe den Verschaltungsaufwand klein halten, das schließt aber die elektronische Symmetrierung nicht aus. Nimm Dein Netzteil, pro COB-Strang einen BD137 und einen 0,5W-Emitterwiderstand für nen Cent, dazu dann einmalig zwei 1N4148 plus nen 10k-Widerstand, dann hast Du auch, was Du brauchst. Wenn die BD137 mit auf den KK kommen, ist die Lösung sogar bei Kurzschluss eines COB sicher und die Symmetrierung ist deutlich besser als nur mit Widerständen. Insofern kann ich Deinem Spruch

    Die Lösung ist auf jeden Fall besser als [..] elektronische Spielchen.

    absolut nicht zustimmen.

    Ich schließe mich Falo an. Bei einem Trafo mit Mittelabgriff nimmst Du nur einen Gleichrichter, dessen AC-Anschlüsse Du an AC1 und AC2 anschließt. Die DC-Anschlüsse kommen an zwei in Reihe geschaltete Elkos. Der Mittelpunkt dieser Elkos wird mit dem Mittelabgriff des Trafos verbunden. Diese Variante wird häufig für Audio-Endstufen benutzt.


    EDIT: so wie hier als "Dual polarity full-wave center tap rectifier" beschrieben. Die Elkos kommen dahin, wo die Widerstände eingezeichnet sind, alles hinter den Elkos bleibt so wie in Deinem Schaltplan.

    allerdings weiß ich als Anfänger nicht, wie Ich damit jetzt den Widerstand für einen Konstanten Strom von z.B. 700mA berechnen kann.

    Soweit richtig, der maximale Strom liegt bei etwa 550mV/R3, d.h. mit 0,22Ohm kämest Du z.B. auf 2,5A.

    Nochmal ganz deutlich: Durch R3 fließt der LED-Strom, die Spannung an R3 wird auf 550mV geregelt. D.h. für die Berechnung von R3 musst Du nach dem ohmschen Gesetz 550mV durch den gewünschten Strom teilen. Z.B. 550mV/1A=550mOhm=0,55Ohm, 550mV/0,5A=1100mOhm=1,1Ohm, 550mV/0,35A=1571mOhm=1,57 Ohm. Im letzten Fall nimmt dann näherungsweise 1,6 Ohm.

    Welchen BC547 brauche ich eigentlich? Ich habe gesehen dass es ihn in einer A, B und C Version gibt.

    Die A-, B- und C-Typen unterscheiden sich durch ihre Stromverstärkung. Der C-Typ hat die höchste Verstärkung und regelt damit am besten aus. Die Schaltung sollte aber mit A oder B auch funktionieren.

    Klar, einfach R3 kleiner machen.

    Soweit richtig, der maximale Strom liegt bei etwa 550mV/R3, d.h. mit 0,22Ohm kämest Du z.B. auf 2,5A.

    Dann noch prüfen, das der FET für den Strom ausgelegt ist.

    Der angegebene Strom des FET ist für diesen Betriebsfall völlig unerheblich. Wir sind hier im Linearbetrieb, da musst Du den MOSFET nach der Leistung auslegen. Wie oben schon ausgeführt, bestimmt sich die durch die Differenz "Versorgungsspannung minus aufsummierte LED-Spannung" mal dem LED-Strom. Die Leistung, die Du dann bekommst, darf natürlich erstens das "maximum Rating" des FET nicht übersteigen, zweitens aber muss der Wärmewiderstand des FET (evtl. plus Kühlkörper) so klein sein, dass diese Verlustleistung den FET nicht zuweit erwärmt. Zu der Problematik gibt es schon einige Threads hier im Forum.

    Nein, R6 hat da gar keinen Einfluss. Den kannst du zwischen 10k bis 10M ändern, ohne dass groß was passiert.

    Das stimmt nur halb. Bei Zimmertemperatur kannst Du zwar jeden dieser Widerstände einsetzen, die UBE des Regeltransistors wird dann aber schon recht deutlich von den genannten 550mV abweichen, für kleine R6 nach oben und für große nach unten. In diesem Fall muss dann R2 in der Tat angepasst werden.

    Hier ist mit ca. 20k/1k das Verhältnis aber schon recht knapp.

    Ich behaupte mal, dass die Auslegung für R6=1MOhm reichen sollte, für R6=100k muss man R2 evtl. etwas kleiner wählen, deshalb schrieb ich ja "ca. 20k".

    Ich hatte auch eine ähnliche Schaltung angeboten, die noch einfacher ist

    Deine Schaltung ist nicht wirklich sinnvoll. Wenn man die zuletzt verlinkte Variante nimmt, wo das Poti direkt an den 12V hängt, ist der MOSFET über den größten Teil des Poti-Stellbereichs voll aufgesteuert, man hat dann keine KSQ mehr, sondern die 2 Ohm wirken praktisch nur als Vorwiderstand (Mit allen Nachteilen, die das bei kleiner Differenz ziwschen Versorgugns- und LED-Spannung hat). Umgekehrt wird auch der untere Stellbereich des Potis nicht ausgenutzt, bis die UGS(th) erreicht sind. Wenn man also den Stellbereich des Potis ausnutzen will, muss man Widerstände ergänzen wie im ersten Link. Diese sind aber je nach gewähltem MOSFET, nach Exemplarstreuung und nach der Temperatur des MOSFET jeweils anders auszulegen.

    Zu beachten ist auch, dass U_be auch einen Temperaturkoeff. hat.

    Das Schöne an meiner Schaltung ist, dass nur der Temp.koeffizient des Regeltransistors eingeht, der im Betrieb nicht warm wird. Bei Deiner Schaltung haut der Temp.koeff. des MOSFET rein, der sich durch seine Verlustleistung selbst erwärmt. Gibt aber bestimmt interessante Effekte.

    Außerdem hat man bei 12V über den 10k-Poti schon ca. 15mW Verlustleistung auf dem Poti.
    Ist zwar nicht kritisch, aber für kleine billige Potis ist das auch nicht förderlich.

    Sorry, das ist jetzt ziemlicher Quatsch.

    Der Ruhestrom (bei LED aus) geht dann auch gegen winzige Werte (wenige uA), was besonders für Akkubetrieb vorteilhaft ist.

    Um Akkubetrieb geht es hier aber nicht.