Beiträge von BroightLoight

    Dürften 3 parallele Stränge zu je 26 LEDs sein.


    Machbar, wenn auch nicht sonderlich elegant, wäre ein neues dickes teures 65W-Netzteil
    Meanwell HVGC-65-350B:
    https://www.tme.eu/de/details/…uer-led-dioden/mean-well/
    Dimmbar z.B. über 100K Poti, parallel zum Poti muss ein 220 kOhm Widerstand
    fest installiert werden um den Strom auf die vermuteten max ca. 250 mA zu limitieren.


    Ist allerdings mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
    Vielleicht findet noch jemand ne schönere, kleinere und günstigere Lösung.

    Die durch Internodien gebildeten Abstände zwischen 2 Blättern entlang des Hauptstamms, Länge eines Internodiums, Maß dafür ob die Pflanze geil auf mehr Licht ist.

    Nach dem schönen Wetter und der Aussicht auf vernünftige Nachttemperaturen musste ich die Tomaten heute Abend unbedingt noch raus setzen. Wurde auch höchste Zeit, denen wurde es unter der Lampe so langsam zu eng und damit zu dunkel und haben daher damit begonnen in die Höhe zu schießen. Waren total durchwurzelt und haben trotz der angenehmen Temperaturen unter der Lampe eine Menge Wasser getrunken. Die 2 neuen haben sich gut gemacht in den 20 Tagen.


    Insgesamt war dieses Jahr bislang ein voller Erfolg. Die Tomaten sind sehr kräftig, haben fingerdicke Stämme und im unteren Bereich teilweise Internodien-Abstände von 2cm. Haben fast alle schon kleine Früchte, öffnen teilweise den dritten Blütentrieb und bilden den vierten. Zum ersten Mal hab ich auch auf bessere Nachttemperaturen gewartet und nicht das Bedürfnis verspürt, sie unbedingt an die Sonne zu verfrachten weil das Sonnenlicht besser ist. Glaube nicht, dass Licht dieses Jahr der limitierende Faktor war, eher Wasser. Hatte sie wegen der Trauermücken etwas trockener gehalten und nach jedem Gießen einen Riesenschub Wachstum gesehen.

    Den Tomaten geht's im Großen und Ganzen recht gut, sind breiter als hoch...

    ... und bilden reichhaltige Blütenstände.

    Die eine reine Ochsenherz fiel immer weiter zurück, Blätter sind gestorben. Eine andere mit großem Ochsenherz-Anteil im Stammbaum scheint es halbwegs zu schaffen. Eine weitere hatte absolut keinen Bock einen weiteren Spitzentrieb auszubilden und besteht bis auf zwei mickrige Seitentriebe unten nur noch aus Blättern, definitiv Gendefekt. Habe somit 1 Ochsenherz und 1 Gendefekt an die grausame Sonne verbannt. Hab mir dafür zur Auffrischung des Genpools beim Gärtner 2 neue geholt, 1 Berner Rose und 1 San Marzano. Die sind noch überaus mickrig, hab wahrscheinlich auch die Schlechtesten erwischt weil die im Gegensatz zu anderen Sorten mit viel größeren und schöneren Pflanzen schon fast ausverkauft waren.

    Die Erde scheint auch sonst biologisch sehr aktiv zu sein, da sind nicht nur Trauerfliegen drin, da kommen auch manchmal lustige Pilze raus :D (auf dem Bild schon entfernt).

    Die Wuchsform ist definitiv besser als letztes Jahr, kompakter und kräftiger, außerdem bilden sich massig Seitentriebe, die ich ausgeize.

    Oh. Mein. Gott. :D Man sollte meinen, dass die Menschen es irgendwann mal auf die Reihe kriegen, die Sache mit der Photosynthese endgültig zu klären. Weil aufgrund der Nahrungsmittelversorgung essentiell für den Fortbestand der menschlichen Spezies und so...

    Hab ja was gemacht! :D Waren aber (noch) nicht viele von diesen Mücken. In 3 bis 4 Wochen kommen die Tomaten raus (wenn das Wetter mitspielt) und draußen kommen die Mücken sowieso jedes Jahr angeflogen. Die Aussaat-Erde hatte ich dieses Jahr im Backofen sterilisiert, ist aber auch nicht so der Hit, weil die dann erstmal hydrophob wird und ne Weile kein Wasser mehr annimmt. Bei den folgenden 2 Umtopf-Stufen wär mir die zu sterilisierende Menge aber zu groß gewesen.


    Normalerweise werden selbst Tomaten ab 30 mol/m²d so langsam satt. Ich komme da rechnerisch im Mittel über die Fläche auf ca. 30.6 mol/m²d. Aber: Das Spektrum ist besser nutzbar als Sonnenlicht. Wenn ich die "Abwertungskurve" nach der neuen DIN hernehme würde ich ca. 44.4 mol/m²d PAR Sonnenlicht benötigen um die selbe Wirkung zu erzielen. Und das Licht ist auch etwas inhomogen verteilt, in der Mitte gibt's mehr. Deswegen wurden die 2 Pflanzen die das möglicherweise nicht so gut vertragen in die Ecken verbannt. Aber vielleicht muss ich auch den Genpool mal wieder auffrischen und mir als Ergänzung mal ne Berner Rose oder sowas holen.

    Update!


    Das letzte Tomatenjahr wurde dann doch noch eins der besseren Jahre. Zwar waren die 3 Ochsenherz etwas mickrig am Anfang und es war ziemlich lange kalt, sodass sich erstmal keine neuen Früchte mehr gebildet hatten (Nachttemperaturen unter 12 °C sind schlecht), aber es gab dann doch noch ein paar schöne Tage und vor allem nen Nachbrenner mit heißen Tagen im September. Bemerkenswert ist, dass auch die Pflanzen die ich schutzlos sofort der Sonne ausgesetzt hatte, keine Verbrennungen bekommen hatten, die waren starkes Licht offenbar schon gewohnt.


    Mein IKEA Växer hat n Upgrade bekommen, zusätzlich zur Original-Växer-Lampe (die 5x3er) hat es jetzt noch 2 der Plug'n'Grow Streifen auf 350 mA auf 2 500 mm CoverLine Profilen (ohne die Abdeckung). Kann z.B. Monster-Basilikum produzieren.


    Außerdem hab ich noch ne dezidierte Saatschalen-Beleuchtung mit 2x 500mm 24V Duris Streifen in 4000K gebastelt. Die Streifen wurden jeweils in der Mitte geteilt, sind also insgesamt 4 Streifen mit je 250 mm. Die Saatschalen-Beleuchtung hat noch dazu ne Fußbodenheizung mit 4 22-Ohm-Dickschichtwiderstände mit je 20W.


    Meine Tomatenlampe vom letzten Jahr mit 16 kaltweißen Cree XML2 U4 und 14 warmweißen Cree XML1 T3 auf 1400 mA hat ein stylisches Upgrade bekommen, in Form von 4 von den runden 12er Grow Modulen und 4 von den 6er Grow Arrays auf 700 mA sowie etwas Alublech ringsum. Wenn's nicht reichen sollte: An der Decke wär noch Platz... :D



    Darunter sollte eigentlich zunächst ein Rudel Jiaogulan wachsen, sind aber nicht aufgegangen. War aber vielleicht auch gut so, hatte weniger Zeit als erhofft und bin selbst für die Tomaten gerade noch rechtzeitig fertig geworden.


    Meine Tomaten, die am 1. April diesen Jahres gesäät wurden, wachsen ganz nett.


    Hatte ein paar lästige kleine Mücken, hierzu gelegentlich mal geschüttelt und mit nem Staubsaugerrohr angesaugt. Leider auch 2 Pflanzen mit dem Staubsauger beschädigt. Und die einzige Ochsenherz dieses Jahr gammelt wieder rum (Ecke hinten links), eine Kreuzung mit großem Ochsenherz-Anteil zeigt auch gewisse Symptome (Ecke vorne links). Vielleicht waren die Probleme letztes Jahr auch Gendefekte. Kann aber auch sein, dass manche Pflanzen zuviel LED-Licht einfach nicht vertragen, siehe z.B. hier:
    http://www.hortibiz.com/item/n…omes-a-massive-light-lab/
    Da hatte jemand Probleme, Beefsteaks unter LED wachsen zu lassen. Beefsteaks haben grundsätzlich nen ähnlichen Phänotyp wie die bei mir besonders betroffenen Sorten, große dicke Früchte. Ein Indiz dafür, dass meine Pflanzen ähnliche Probleme gehabt haben könnten, wäre, dass die Pflanzen die die Symptome überlebt hatten, draußen in der Sonne normal weiter gewachsen sind.

    Meine Lichtkeimer (3 Sorten Basilikum, Griechischer Oregano, Majoran und Goji-Beere) haben neulich 12 bis 24 Stunden gebraucht. Alle. :D Mit warmem Wasser besprüht, ins dichte Zimmergewächshaus, Heizplatte (eingestellt auf ca. 10 W) drunter und 84 Osram Duris E5 (eingestellt auf ca. 20 mA) drüber. Wärme und Feuchtigkeit sind wahrscheinlich wichtiger als besonders viel Licht. Dafür scheint mein Jiaogulan absolut keinen Bock zu haben, Keimdauer 4-6 Wochen sind angeblich normal, jetzt sind's 11 Wochen. ?(

    In den letzten Jahren durfte ich auch feststellen, dass Tomaten mit genügend Licht sehr bald nicht mehr genügend Licht haben wenn man zu früh anfängt.
    Aussaat:
    2013: Anfang Februar
    2014: Mitte Februar
    2015: Mitte März
    2016: Aussaat 2016-03-24 22:00
    2017: Aussaat geplant für 1. April

    Mein Verständnis zur Frage, wieso bei warmweissen LEDs beim selben Lux-Wert mehr PAR rauskommen:
    Das Spektrum der kaltweissen LED liegt so, dass beim selben Photonenfluss mehr Lux unter der Bewertungskurve für die Augenempfindlichkeit landen.
    Wenn man fette Lumen Werte ins Datenblatt der LEDs schreiben will, legt man den "langwelligen flachen Buckel" des Konversionsfarbstoffs so, dass möglichst viel Grün dabei ist. Sieht möglicherweise blöd grün aus, und hat vielleicht nen schlechten CRI, gibt aber viel $Lumen.
    Bei meinen Cree XML2 kaltweiss kommen laut den Spektren in den Datenblättern sogar 71 Lumen pro µmol/s zusammen, bei den warmweissen XML1 sind es 66 Lumen pro µmol/s.
    Wenn man jetzt so misst, dass die gleichen Lux-Werte rauskommen, kommen mehr PAR bei der warmweissen raus, in meinem Fall wären das laut Datenblatt etwa 7.5% mehr.
    Der gemessene Effekt (mehr PAR pro Lux) ist nur eine Kombination aus Spektrum und der Bewertungskurve für die Augenempfindlichkeit.
    Dieses Verhalten hat Dein Schätzeisen völlig korrekt abgebildet, sagt aber nix über die Tauglichkeit der LEDs (viele Photonen zu erzeugen) aus.
    In meinem Fall ergibt sich laut Datenblatt ein Wirkungsgrad von 45% für die kaltweissen und 34% für die warmweissen LEDs.