Beiträge von LEDsepp

    Irgendwie hast du recht ... ich hab immer noch den Ex-Job im Kopf, und da musste der Kram schon extrem genau abstimmbar sein.
    Das grösste Problem sind aber nicht die unterschiedlichen Bauteile, sondern die zig unterschiedlichen Lotpasten. Schmelzen tun die meisten schon im gleichen Temperaturbereich, allerdings ist die Zusammensetzung der Flußmittel bei jedem Hersteller verschieden. Das Flussmittel muss Zeit haben, um zu wirken, darf aber, sobald das Lot flüssig wird, noch nicht komplett verdampft sein. Die Flussmittel enthalten natürlich auch Lösemittel, die unbedingt schon verdampft sein sollten, bevor das Lot in die flüssige Phase kommt ... andernfalls passiert es recht häufig, dass die Reste schlagartig verdampfen und so das Lot "herumschiessen". Im schlimmsten Fall gibt das dann Kurzschlüsse oder kleine Bauteile werden weggeblasen. Ich hatte schon Pasten, deren Lösemittel bei 80 Grad verdampfen, andere erst bei 190 Grad.
    Wer seine Paste von DX, Reichelt, Conrad oder irgendeinem anderen Versender bezieht, kann hier sowieso nur spekulieren, die Datenblätter bekommt man nie zu Gesicht ... wenn doch, verstehen nur die wenigsten, was davon wichtig ist ;)

    Also machen wir es nicht komplizierter, als es ist. Wir wollen ja basteln und keine Großserien produzieren (jedenfalls nciht zu oft). Prinzipiell reichen zwei verschiedene Profile, einmal für bleifrei, einmal für bleihaltig. In einer Luxusversion könnte man vielleicht noch eine Taste zum Tampern vorsehen (konstant auf 90 Grad halten). Was ich trotzdem für sehr notwendig halte ist die Einhaltung der Rampen, also der Anstieg bzw. Abfall der Temperaturen über die Zeit. Gehts zu schnell hoch bzw. runter, können schonmal Komponenten Schaden nehmen oder es entstehen Spannungen in den Lötstellen und dann gibts noch das o.g. Problem mit dem Lösemittel. Gehts zu langsam, wird das Flussmittel wirkungslos oder Teile machen Männchen. Sieht man ja schön an diversen Billig-Flexbändern, was dabei raus kommen kann.

    Vom Programmablauf bleibts dennoch recht einfach:
    - Vorwärmen
    - Aufheizen
    - Löten
    - Abkühlen

    Die Zeiten und Temperaturen hängen einzig und allein von der verwendeten Paste ab, die Teilehersteller geben lediglich Empfehlungen bzw. max. Werte an.
    Ich denke aber, mit 2-3 K/s beim Aufheizen, einer Peaktemperatur von knapp 10% überm Schmelzpunkt, einer Lötdauer von 10 - 15 Sekunden und einem Temperaturabfall von 4 - 7 K/s müsste man mit den meisten Pasten gut klarkommen.

    Spar dir das Board. Es funktioniert zwar recht ordentlich, aber wirklich oft brauchen kannst du es eher nicht.
    Wenn du oft was ändern magst ... und glaub mir, das wirst du wollen :D ... bastelst du dir lieber auf Punktraster nen Sockel, die ISP und die Standard-Quarz-Beschaltung, dazu noch die 5V-Versorgung und legst die I/O-PINs auf Stiftleisten. Über letztere kannst du dann immer mit deinem jeweiligen Testaufbau aufm Steckbrett verbinden.

    P.S.
    Als Programmer nimmst du für den Anfang am besten den hier: mySmartUSB light
    Ist zwar nicht viel billiger, als das Eval.Board von Pollin, aber spricht dafür USB.

    Einschaltstrom ist vergleichbar mit dem einer Halogenlampe.
    Man könnte ja auch einfach einen 0-10V Ausgang vorsehen, dann können die mit höherem Leistungsbedarf selbst aufrüsten.

    Displays kosten doch kaum mehr was. Feste Profile finde ich eher nicht so gut, die sollten schon frei programmierbar sein - womit das Display auch erforderlich wird.

    Typ-K Sensoren sind prima für sowas. Die gibts auch gleich mit hitzeresistenter Zuleitung

    EIN grosser Klecks sagt nichts aus. Nimm eine Lochrasterplatine ohne Kupfer und verteile darauf mehrere kleine Portionen ... nicht viel grösser, als auf ein Lötpad muss.
    Dann Thermometer mit der Platine mittig in den Ofen, einschalten und wenn nun alle Pastenportionen innerhalb von max. 10 Sekunden flüssig werden, ohne dass die Temperatur in der Mitte mehr als Schmelzpunkt plus 20 Grad erreicht, ist der Ofen prima geeignet.

    Wurde ja schon 1000x gesagt: Für kleine Platinen sind die Öfen ganz brauchbar, also mal schnell was auf nen Star löten, eine Pixelplatine oder eben Vergleichbares. Dafür brauchts dann allerdings keinen Ofen, das geht auf dem Ceranfeld vom Sperrmüll (oder in Muttis Küche) auch prima. Ich hab dafür meine Heizplatten oder für richtig grosse Sachen einen Cerangrill.
    Einen temperaturgeregelten Ofen werden die wollen/brauchen, deren Platinen etwas grösser sind und mehrere Teile in unterschiedlichen Gehäuseformen enthalten.

    Hallo,

    ich bin aktuell auf der Suche nach Madrix basic oder pro für einen fairen Kurs. Vielleicht hat ja jemand nochwas sinnlos rumliegen, das er versilbern mag?
    Oder kennt jemand etwas ähnlich brauchbares?

    Danke

    Ja genau, so meine ich das. Idee ist nur, dadurch das ich die fertigen LED-Stripes nehmen und diese teile, spare ich einiges an Geld.

    Und brauchst dafür unmengen an Zeit.

    Wie ich in meinem Einführungsthread geschrieben habe, möchte ich das ganze in einem preislich begrenzten Rahmen halten.

    Genau aus dem Grund hab ich diese Platinen gemacht ... nur spart man damit neben ein bisschen Geld auch noch gewaltig Zeit. Kommt nicht viel teurer, als fertige Stripes, die man zerschneiden und neu anlöten muss. Da kommen ja dann noch einige Meter an Litzen hinzu, die Controller wollen irgendwo untergebracht werden usw.
    Für mal schnell einen Meter für die heimische Bar mag das Gebastel mit Flexbändern noch ok sein, aber du scheinst die Dinger ja verkaufen - oder zumindest in grösserer Stückzahl produzieren - zu wollen.

    Der Tip, hier mal die ganzen Projekte anzusehen, ist nicht so falsch.

    Prima, genau so klappts!

    Wenn du auch bei Fernlicht die Farbe beim Blinken wechseln lassen möchtest, vertauscht du einfach die Anschlüsse der beiden Relais (links Fernlicht, rechts Blinker) und grün mit blau tauschen.
    Bei Blinkerbetätigung blinkt es dann immer grün und die Farbe, die vorher war, also ohne Fernlicht grün/rot, mit Fernlicht grün/blau


    mein Problem ist eher, dass mein (kleiner, billiger) Ofen etwas zu matt ist, und nicht gleichmäßig heizt - so ne 50x50 qmm-Platine geht einwandfrei, aber bei ner Eurokarte ist's in der Mitte schon angekokelt, während am Rand die Paste noch nicht mal geschmolzen ist...

    Deswegen bin ich für den Heimgebrauch auf eine Heizplatte umgestiegen, das Resultat ist erheblich besser, als im Pizzaofen. Ein Lösungsansatz für gleichmässige Temperaturverteilung wäre noch ein Lüfter ... Frischluft ist für die unterdimensionierte Heizung allerdings der falsche Weg. Also bräuchte man Lüfter, die ohne Probleme auch bei 250 Grad noch anständig funktionieren und halten.


    Und mein größtes Problem ist das richtige Dosieren und wo die Lötpaste landet - ich fabriziere da meistens Brücken wegen zu viel Paste ...
    ...
    jedes Pad einzeln betupfen dauert ja auch ganz schön lang, da bin ich gleich mit dem Kolben eigentlich genauso schnell - klar, super wäre es, dann auch noch Stencil und Rahmen dazu, so wie LEDsepp das hat, aber das ist ja dann noch mehr Geräte die rumstehen und der Stencil kostet auch was, rentiert sich dann erst bei richtig großen Stückzahlen, das ist dann eigentlich schon Profi-Produktion

    Ich habe hier im Forum schon ein paarmal Neusilber als Material für die Schablonen empfohlen. Das ist gerade für Kleinstserien prima. Wer selbst Platinen für die SMD-Bestückung ätzen kann, hat auch kein Problem beim Ätzen eines Stencils aus 0,15er Neusilber zu erwarten. Meine Prototypen und Stückzahlen unter etwa 50 mach ich immer so.

    Ok, 13,50 für 10g ist schon etwas happig.
    Ich kann dir günstig was abgeben, die neue Lieferung kam letzte Woche rein. Wenn du aber sowieso beim Reichelt (oder anderswo) bestellst, kommts bestimmt billiger, das dort gleich mitzubestellen.

    Schade, ich hab meine Heizelemente schon, incl. ausreichend Ersatzteile. Das wäre ne prima Sammelbestellung geworden, aber es wollte ja keiner mitspielen. Einen passenden Pizza- oder Minibackofen zu finden wird recht schwer werden, die Heizleistung reicht i.d.R. für ordentliche Rampen nicht aus, für bleifrei schon gar nicht.

    - programmierbare Rampen
    - zus. Thermoelemente anschliessbar
    - "richtige" Regelung (Phasenanschnitt etc.), nur mit Heizung an/aus lassen sich die Temperaturen kaum einhalten
    - Display zum Programmieren und Auswählen der Rampen
    - Anschluss für einen/mehrere Lüfter

    Zur Programmierbarkeit:
    Prima wäre es, wenn man die erforderlichen Temperaturen, die jeweilige Haltedauer und die Steigerung bis zu diesem Punkt einprogrammieren könnte.
    Wer lieber auf Platte statt im Ofen lötet, braucht evtl. noch einen weiteren Anschluss für einen Heizer von oben

    Wie willst du das im Pizzaofen vernünftig machen? Das Zeug schmilzt erst bei knapp 220 Grad, d.h. du musst auf etwa 235 gehen, um brauchbare Lötstellen zu erhalten. Bei 250 bis 260 Grad verrecken die meisten Halbleiter. Du wirst einen Pizzaofen niemals so genau regeln können. Das Fenster zwischen schlechter Lötstelle und Tod der Teile ist gerade mal 15 Grad schmal.

    Oder du hast ne Bezugsquelle und zuviel Geld, dann nimm z.B. Bi57Sn42Ag1 (Indalloy 282), das gibt schon bei 150 Grad prima Lötstellen. Du darfst nur nie mehr mit anderem Lot ran, sobald ein bisschen Blei dazu kommt, sinkt dann der Schmelzpunkt auf unter 100 Grad.