Beiträge von OPL

    Update 26.03.2017


    Ich werde den Plan etwas modifizieren: zuerst wird eine Anzucht für Tomaten gestartet.
    Danach geht es weiter wie geplant:


    (Ursprünglicher Post:)
    Bei mir wird es eine Beleuchtung für Küchenkräuter.
    Es wird dann in direktem Vergleich mit meiner Beleuchtung des Kräuterkastens gemessen:


    https://www.openplantlight.de/kraeuterkasten-1-1/


    Beide werde ich mit 4 bis 5 Töpfchen gängiger Küchenkräuter bestücken.
    Das Konzept sieht bisher so aus:




    Kühlkörper wird ein 60x60x60 mm U-Profil.
    Beginnen werde ich vorraussichtlich erst Ende April, wenn ich wieder Platz habe und meine Tomaten auf den Balkon umziehen.

    Ich habe das anhand der Raumausleuchtung/Deckenausleuchtung beurteilt.
    Da beide LEDs schnell umschaltbar sind (Taster), ist das sogar sehr gut einzuschätzen.
    Ich müsste schon maulwurfsblind sein, wenn ich mit deinen 50% Unterschied eine nahezu identische Ausleuchtung empfinden würde.


    Du vergisst den CMOS-Sensor der Camera. Der kommt bei weißen LEDs schnell in die Überbelichtung, und damit ist keine absolute Darstellung der Helligkeit gegeben.
    Es erscheint einfach nur weiß. Aber wie hell es ist, ist einfach nicht sichtbar. Nur weiß.
    Fotografier einfach mal senkrecht in eine weiße LED und versuch dann die Helligkeit anhand des Fotos zu beurteilen ;-)
    Damit es überhaupt gut fotografierbar wurde, habe ich schon die Stromstärke reduziert, den genauen Wert weiß ich nicht mehr, aber könnten um die 20% sein (also ~70 mA anstatt 350 mA).
    Selbst damit ist schon eine große Farbverfälschung gegeben, wie du anhand der beiden Fotos und der unterschiedlichen Tischfarbe siehst, obwohl es der gleiche Tisch ist.
    Nicht umsonst habe ich als "Messwert" meine subjektive Einschätzung gegeben.
    Selbst meine Frau, die nichts über diesen Versuchshintergrund wusste, und auch nicht wusste, welche LED Marke und China ist, kam zur gleichen Einschätzung.

    2017: Aussaat geplant für 1. April


    Danke für Termine, ich denke nun auch, dass man ca. 5-6 Wochen vor dem Umsetzen in die Außenwelt mit der Aussaat beginnen sollte. Ich hatte nur absolut keine Erfahrung, also einfach angefangen.
    Nun teste ich erstmal, wie weit die Pflanzen wachsen, bevor sie spargeln und werde Ende März wohl neu anfangen.




    Hi,
    - Die Vollspektrum LEDs. - Kenne ich nicht. Welche sind das und woher bekommt man sie?
    - Müssten die dann nicht weißes Licht ausgeben?
    - Hast du auch eine Kontrollpflanze mit Sonnenlicht?
    - Laufen die LEDs 24h oder nur eine begrenzte Zeit?


    Die Vollspektrum-LEDs bekommt man vor allem aus Fernost. Ich habe diese verwendet:
    https://de.aliexpress.com/stor…w/106464_32437157372.html
    Aber bisher würde ich diese LEDs nicht für neue (Tomaten) Projekte empfehlen, Grund siehe Bilder oben.


    Das Vollspektrum bezieht sich auf ein volles für die Pflanzen verwertbares Spektrum und keine vollständige Sonnenlichtnachbildung.
    Da sich dieses pflanzenoptimierte Vollspektrum zum großen Teil im roten und etwas geringerem Teil im blauem Spektrum abspielt, sieht das Resultat magenta-farbig aus.
    Diese Vollspektrum-LEDs sehen für das menschliche Auge ähnlich wie meine 5-Band-LEDs aus. 2-Band ist deutlich dunkler, lässt sich mit der Kamera nicht perfekt darstellen.


    Keine Kontrollpflanze, weil Sonnenlicht im Februar/März sehr mau ist :)
    Mir fehlen die Möglichkeiten, um sehr gute Bedingungen für eine Kontrollpflanze zu schaffen, also lasse ich das.
    Neben dem Licht möchte da u.a. auch die Luftfeuchtigkeit und Wärme angepasst sein, wenn man das nicht beachtet, sind zu viele Parameter geändert, sodass die Kontrollpflanze nicht vergleichbar wächst.


    Die Beleuchtungsdauer ist momentan 15 h/Tag.

    Tag 29
    Das Wachstum erfolgt viel schneller, als eingeschätzt. Hoffen wir, dass der April warm wird und die Pflänzchen dann auf den Balkon kommen. Sonst wird das Licht nicht mehr reichen, wenn es so weitergeht.
    2- und 5-Band weiterhin nahezu gleichauf, das eine etwas buschiger, das andere etwas höher.
    Immer mehr fällt das Vollspektrum ab.



    Besonders gut sieht man den Vergleich mit der Backup-Pflanze (unten links), die am Rande der 5-Band-LED steht. Die Backuppflanze bekommt nur ~ 50% des Lichtes wie die Pflanze oben in der Mitte und wächste fast gleich mit der Vollspektrumpflanze.


    Tag 22
    Von links nach rechts: 2-Band, 5-Band, Vollspektrum.
    Das Vollspektrumpflänzchen wächst langsamer, mittlerweile ist es gut sichtbar.
    Bisher habe ich allen 3 Pflanzen auch identisch viel Wasser gegeben, das muss ich nun aber an das Wachstum anpassen, denn die Vollspektrumpflanze braucht weniger, ansonsten ersäuft sie.


    Es geht auf Ende Februar zu, so langsam müssten wir uns dann festlegen, was gemacht werden soll.


    Vorgeschlagen wurde:
    - Vertical Farming/Salat
    - Ikea Växer/Krydda erweitern
    - Mini-Chili/Bonsai-Chili
    - Kräuterkasten


    Für den Kräuterkasten habe ich schon ein Update erarbeitet:
    [Blockierte Grafik: https://www.openplantlight.de/…7/02/P1040618-768x576.jpg]


    Hier ist der "Bauplan" und die STL-Files für die 3D-Druck-Teile:
    https://www.openplantlight.de/kraeuterkasten-1-1/


    Mir wäre alles Recht, außer die IKEA-Geschichten (da ich mir das nicht unbedingt kaufen mag).

    Ups, fast vergessen.
    Hier die Ernte vom Captain. Der Schuft :)
    Die Wurzel sieht ziemlich mickrig aus, daher auch das kümmerliche Wachstum. Oder ist abgerissen bei der Ernte. Erde ist aber recht locker.


    Tag 14
    Ich denke ich werde 1x die Woche einen Bericht abliefern. Wollte ich morgen machen, aber da wird mir die Zeit fehlen.
    Außerdem hat heute der Captain geerntet. Bisher war nix passiert, aber heute hat er zugeschlagen. Zum "Glück" nur eine Backup-Pflanze und auch die schwächste.


    Insgesamt ziehe ich 7 Tomaten.
    3 für den Hauptversuch. Eine weitere als Kontrolle (alle gleichzeitig gekeimt).
    Und 3 weitere als Backup, die später gekeimt sind.
    Dadurch waren alle gleich groß und hatten identische Startbedingungen.




    Die 3 Hauptfplanzen sind nahezu identisch. Unter 5-Band-LEDs erfolgte zwar minimal stärkerer Wuchs, aber das liegt für mich alles in der Toleranz.
    Die Kontrollpflanze wächst auch unter der 5-Band-LED, aber am Rande der LEDs. Somit ist die Beleuchtung geringer. Wachstum ca. 70 ... 80% der Hauptpflanze.
    Sehr unterschiedlich verhalten sich die Backuppflanzen. Wachsen sehr unterschiedlich. Ich schätze, die 2 kleineren werden auch eingehen oder haben andere Problemchen.
    Durch die Ernte heute wird der Wuchs der Backuppflanzen sowieso nicht mehr vergleichbar.

    Tag 8
    Der Versuchsaufbau steht:



    Links 2-Band (nur rot/blau), Mitte 5-Band (3x rot, blau, weiß), Rechts Vollspektrum.
    Am Pflänzlein herrschen 20°C.
    Ringsrum habe ich weitere Lichtesser beigestellt, aber alles so, dass die Tomaten auf keinen Fall beeinträchtigt werden.


    Einwas habe ich bisher nicht bedacht:
    Schon beim Aufbau war Captain Felltrottel sehr neugierig.
    Leider habe ich keinen anderen Standort zur Verfügung.


    Samen am 03.02.2017 mit der Keimung beginnen lassen, 2 Tage späte eingepflanzt.
    Keimdauer laut Verpackung 10..14 Tage.
    Zum Glück habe ich heute schon mal kontrolliert, 7 von 8 Samen erwacht!
    Ab unter das oben gezeigte Modul, die anderen beiden Module muss ich nun schnellstmöglich fertigstellen.


    Hallo Cossart,
    deinen Thread habe ich schon sehr sorgfältig durchgelesen. Das war sehr hilfreich, um optisch einschätzen zu können, ob es der Tomate an Licht fehlt. Und ab wann das Wachstum außer Kontrolle gerät :)
    Datenblätter der LEDs habe ich keine, da alles lowcost aus Fernost ist.
    Natürlich habt ihr Recht, man muss den Photonenfluss berücksichtigen. Aber ich habe keinerlei Mittel, um das zu messen, und nur anhand von Datenblättern... Vertrauen ist ja gut, aber Kontrolle besser.
    Außerdem möchte ich sehr einfache Vergleichskriterien haben. Da kann man sich durchaus streiten, aber bei mir ist es auch nur Hobby und da fehlt mir auch die Zeit, vorher stundenlang Papier zu wälzen.
    Nebenbei ist mir die Anschaffung von (teuren) Marken-Highpower-LEDs zu kostenintensiv. Klar, wenn man das auf 5 Jahre und 365 Tage Dauerbetrieb dimensioniert lohnt sich die Investition definitiv im Gegensatz zu den Unterhaltskosten. Aber 16 W kosten mich ~ 2,50€ pro Monat, da mag ich ungern ~30€ in LEDs investieren (zumal das pro System wäre, und ich 3 plane) und begnüge mich mit einer niedrigen einstelligen Dollarinvestition.


    Hier die Kühlkörperkonstruktion:

    Mein nächstes Projekt werden Versuche zur Tomatenanzucht. Danach werden die Tomaten auf den Balkon ausgewildert, der leider gen Osten zeigt.
    Deshalb gibt es Unterstützung in der Anzuchtphase.



    Um ein bisschen zu experimentieren, baue ich 3 Systeme (es sollen 3 Tomatenpflanzen auf dem Balkon werden).
    1x Vollspektrum-LEDs
    1x Breitband-LED
    1x 2-Band-LED
    Ausgelegt sind alle 3 auf 15 W, damit die Unterschiede durch die verschiedenen Spektren besser festgestellt werden können.
    Die Anzahl der LEDs ist u.a. so gewählt, dass relativ genau 15 W eingeatmet werden.


    Die Konstruktion ist fertig, der 3D-Drucker läuft schon, Alu ist bestellt, Samen (alles Cherrytomaten) sind in der Keimung .
    Ich bin vor allem gespannt, bis zu welcher Wuchshöhe es mit 15 W pro Pflanze geht, ohne dass sie vergeilen. Schön wäre, wenn es 2 Monate ausreicht.


    Alle Diskussionen mit Vorwiderstand und Effizienz sind kontraproduktiv.
    Wenn bei LEDs auf die Effizienz geachtet werden soll, muss eine Konstantstromquelle verwendet werden und damit entfällt der Vorwiderstand zur Strombegrenzung.


    Denn mit Vorwiderstand hat man die Netzteilverluste + die Widerstandsverluste und liegt damit zwangsläufig immer über den Netzteilverlusten der Konstantstromquelle (außer die wäre grottenschlecht im Wirkungsgrad).


    Und 12 V ist ja immer toleranzbehaftet, bedenke, dass viele Akkus im geladenen Zustand >13 V besitzen.
    Legst du die Schaltung mit Vorwiderstand und 4 LEDs für einen sehr hohen Strom aus bei 12 V Nennspannung aus, so wird der Strom bei 13 V womöglich zu hoch.
    Dimensionierst du auf 13 V, kannst du Einbußen bei 12 V haben.
    Deswegen ist eine größere Ohmzahl am Vorwiderstand garnicht so verkehrt.


    Böse gesagt könnte man 12 V-LEDs mit Vorwiderstand auch Deppentechnologie nennen. Es muss eben einfach immer funktionieren, im Bereich von 10 ... 14 V und deswegen nur 3 LEDs. Darum wirst du auch wenig bis garnix mit 4 LEDs finden.

    Darf ich noch etwas anmerken?
    Ich finde es gut, dass du eine Zusammenfassung für die Pflanzen-LEDs gemacht hast. Das ist immer die schwerste Hürde am Anfang: eine runde Zusammenfassung der ganzen Problematik.
    Du solltest aber klar kenntlich machen, ab wann deine eigenen Experimente beginnen und da auch eine ausreichende Fehlerbetrachtung einbeziehen.


    So machst du auf S.10 und S.11 Messungen mit dem PAR-Meter (dessen Eignung auch angezweifelt wird), aber anschließend keinen Feldversuch mit Lebendmaterial.
    Du ziehst aber dennoch ein Fazit, dass die Grow-LED "um Welten schlechter" abschneidet.
    Anhand von einem einzigen Versuch generell alle Full-Spektrum-Grow-LEDs zu verteufeln halte ich auch für fragwürdig.


    Auf S.12 suggerierst du, dass sich ausschließlich weiße LEDs zur Pflanzenzucht lohnen. Das ist durchaus gewagt.


    S. 14 "Im professionellen Gartenbau werden tatsächlich nur blaue und rote LEDs eingesetz".
    Aus dem Stehgreif fallen mir Valoya und Growy ein, die kommerziell und mehr als nur rot und blau einsetzen.


    Und das steht auch im Widerspruch zu S.12 - du empfiehlst ausschließlich weiße LEDs, die kommerziellen nur rot und blau? Was stimmt denn nun?


    Bitte nicht falsch verstehen, ich will es nicht madig reden. Ich freue mich immer über solche verständlichen Zusammenfassungen ohne kommerziellen Hintergrund.
    Aber mir scheint es, da du zu oft Fehlversuche gemacht hast, sehr voreilig Schlüsse zu ziehen. Und das ist für einen Einstiegsfaden eher ungeeignet.
    Vielleicht solltest du mehr auf die Methodik eingehen, wie man LEDs besser untersucht und danach selbst urteilen kann, ob Schund gekauft wurde oder nicht?
    Anstatt von 2-3 Messungen alles über einen Kamm zu scheren.

    - und ganz wichtig - nicht kleben, sondern schrauben oder nieten


    Das löst immer noch nicht das Problem bei falschen Spektren ;-)


    Heute habe ich einen - zugegebenermaßen recht subjektiven und primitiven - Versuch mit einer 1 W China-LED und einer 1 W Cree XP-E R3 gemacht. Beide 6500 K und 350 mA, beide auf 20 mm Star-Platine.
    Durch die Taster können beide LEDs sehr schnell abwechselnd getriggert werden und anhand der Deckenausleuchtung wird dann die Helligkeit bewertet (Der Rest auf dem Steckbrett ist von anderen Versuchen über).
    China-LED: 3,2 V
    Cree: 2,9 V (~ 10% effizienter)
    Von der Helligkeit würde ich beide fast identisch einschätzen, die Cree mit etwas mehr Blauanteil, aber ansonsten nahezu gleich hell.
    Das Auge ersetzt zwar kein Messgerät, aber ganz so unfähig ist es auch nicht, besonders im direkten Vergleich.
    Als Ergebnis halte ich vorläufig fest, dass im experimentellen Stadium durchaus China-LEDs verwendet werden können.




    (Stromstärke reduziert fürs Foto).