Beiträge von led2led

    Habe heute im Möbelhaus zwei LED Deckenleuchten gekauft (Stückpreis 69,- €). Die Farbtemperatur ist einstellbar, die Helligkeit dimmbar (die Kombi ist ja fast implizit ;-) und es gibt ein "Nachtlicht". Alles über eine IR-Fernbedienung steuerbar:


    Innen drin werkelt handelsübliches:


    Ein PIC16F1503 steuert das ganze. Die LED-Treiber sind CL6807 und der Vorschalttrafo liefert 24V Gleichspannung mit max. 1,25 A. Am Labornetzteil zieht die Schaltung im 100% Lichtmodus 1,20 A.
    Die LED-Treiber werden mit einem PWM vom PIC aus angesteuert, 300 Hz, Amplitude 2,8 V (laut Datenblatt schalten die LEDs ab 2,5V voll durch, also ideal für PWM-Betrieb).


    Es gibt aber einen Haken! Die Programmierer haben es versäumt die zuletzt gewählte Einstellung ins Flash des PIC zu speichern. Schaltet man die Lampe am Lichtschalter aus (wer macht sowas schon im Bad über eine Fernbedienung?!?) so geht die Lampe beim nächsten einschalten in den "Defaultmodus". Dieser fährt das Licht auf 100% von beiden LED-Farben (Mix-Ton, kommt dann einem Neutralweiß mit ca. 3000k nahe).


    Zum einen finde ich diesen Softstart naja, etwas albern. Im Bad will ich schnell, kurz Licht machen und keine Lightshow sehen. Zum anderen fände ich es superpraktisch wenn die letzt gewählte Einstellung (Lichtfarbe) erhalten bliebe. Weiterhin halte ich nichts davon die Lampe (wenn auch nur mit 4 mA bei 24V) ständig in Betrieb zu lassen. Jetzt hab ich schon überlegt mit selbt einen PIC mit Programmer zu kaufen und die Software einfach selbst zu schreiben. Vielleicht könnte ich mal prüfen ob man den PIC auslesen oder gar neu überschreiben kann (wenn keine FUSEs gesetzt wurden), dann würde ich wirklich nur die Software brauchen.


    Oder ich klemme den ganzen PIC-Quatsch einfach ab und steuere die ADJ-Leitung der LED-Treiber mit einem Spindeltrimmer zwischen 0V und 5V an, sodass ich mir die Lichtfarbe/Helligkeit einmal einstelle und gut. Wenn ich das Datenblatt vom CL6807 richtig verstanden habe sorgt eine Spannung von 0,5 - 2,5 V am ADJ nämlich für einen Stromregelbetrieb am Ausgang.


    AAAABER, evtl. habt ihr ja auch noch gute Ideen was man anstelle dem PIC für eine Steuerung rein machen könnte. Einzig wär mir wichtig das sich die Lampe ganz normal per Schalter aus/ein schalten lässt. Ich habe auch schonmal über einen IR-Bewegungssensor nachgedacht. Rein ins Bad, licht geht selbst an, raus aus dem Bad licht geht wieder aus. Ein "Bewegungsmelder" wäre hier aber wohl fehl am Platz ;-) da müsste es wohl ein aktiver sein, bzw. ein Aufenthaltssensor (Wärmesensor).


    Bin schon gespannt auf Eure Kommentare.

    Interessante Ansätze. Ich denke ich verfolge zwei Ziele. Zum einen möchte ich auch ohne Kamera einfach mehr Licht am Heck beim rückwärtsfahren. Dafür brauche ich einen entsprechenden Ersatz für meine Glühlampen. Da die Reflektoren auf rundum streuendes Licht ausgelegt sind, ist wohl eine Lampe mit entsprechender Lichtleitoptik im Vorteil. Oder Clusterlampen/COB-Lampen mit nach allen Seiten gerichteten Einheiten.


    Das andere ist die Nachtblindheit meiner Kamera. Da versuche ich mal eine IR-LED im dunkeln vorzuhalten ob man das sieht. Das mit dem IR-Filter könnte gut sein, aber das wäre dann doch mechanik?! Könnte man den nicht entnehmen?

    Ich bin an etwas ähnlichem dran. Das Hauptproblem ist ja die LEDs mit konstantem STROM zu versorgen. Da reicht ein Schalttransistor allein nicht aus.
    Mit NPN ist man, was die Stromstärke angeht zwar schon gut bedient, aber der Ron (Übergangswiderstand) ist viel zu hoch und damit der Spannungsabfall und damit die Leistung die der kleine verbraten muss. Da sind MOSFETs schon besser. Die aber benötigen einen relativ starken Gate-Strom um durchschalten zu können, was wiederum den uC überfordern kann. Also gibts oft eine Art Darlington, also MOSFET mit vorgeschaltetem BJT Transistor (NPN oder PNP).


    Das ist aber nur die Ansteuerung. Wesentlich wichtiger ist die saubere Versorgung der LEDs. Helligkeit macht man ohnehin ausschließlich über PWM (klar, oder?). Das dürfte auch die von Dir gemessenen Spannungen erklären, denn dein Multimeter misst einen Mittelwert. Schau Dir das mal unterm Oszi an...


    Nun zurück zum Problem mit dem konstanten Strom. Das Hauptproblem im KFZ sind nämlich die teils extremen Schwankungen der Bordspannung. Die "kompensiert" sonst Deine LED und das macht sie womöglich nicht so lange mit wie gewünscht. Zudem ändert das die Helligkeit, was scheiße aussieht.


    Hierzu gibt es einen einfachen Schaltungstrick, der es aber in sich hat! Man schließt alle LEDs in Reihe und versorgt diese mit EINER Konstantstromquelle die als Boost-Converter (Step-Up, Aufwärtsregler) geschaltet ist. Damit erzeugt man eine höhere Spannung als die max. Bordspannung. Die Stromstärke stellt man auf die EINER LED ein (gewünschter/idealer Arbeitspunkt). Die LEDs die gerade nicht leuchten sollen, schließt man mit einem MOSFET kurz (inverse Logik der Ansteuerung).


    Klingt komisch? Stimmt, klappt aber :-) Wir erinnern uns an die Berufsschule, 1. Lehrjahr, Reihenschaltung von Widerständen: "Der Strom in der Reihenschaltung von Widerständen ist in allen Widerständen gleich groß. Die Gesamtspannung teilt sich an den Widerständen in der Reihenschaltung, entsprechend der Widerstandswerte auf." Das bedeutet also: Leuchten alle LEDs, fließt durch jede einzelne aufgrund der KSQ genauso viel Strom wie durch die gesamte Reihenschaltung. Sind einige LEDs kurzgeschlossen, ändert dies nichts an den Stromverhältnissen. Einzig die letzte LED sollte man nicht mehr kurzschließen, sondern die KSQ einfach ausschalten (viele KSQs haben dafür einen extra Schalteingang). Es teilen sich also die Spannungen auf, was für eine LED aber kein Problem ist, denn für sie ist einzig der resultierende, fließende Strom relevant. Zumindest solange es in Durchlassrichtung ist, was aber bei Gleichspannung gegeben ist.

    Auch auf die Gefahr eines Shitstorms (ABE, Lichtgutachten, TÜV, Gröl, Beschwer, Schimpf, ....) hin stell ich mal die Frage und hoffe auf eine rein technische Antwort :-)
    Die Rückfahrscheinwerfer meines Fahrzeugs (21W Glühobst) sind für die getönte Scheibe aber vor allem für meine nachtblinde Rückfahrkamera kaum geeignet.
    Daher möchte ich mit LED aufrüsten. Jetzt ist das Angebot aber extrem vielfältig und ich möchte nicht auf irgendwelchen Schrott reinfallen und erst zehn Modelle durchprobieren...


    Generell gibt es ja diese "Clustermodelle", wo einfach jede Menge Mini-LEDs aufgebappt sind.
    Dann gibt es noch die Reflektormodelle, bei denen ein paar wenige LEDs mittels Reflektoren für eine gleichmäßige Lichtverteilung sorgen. Solche Modelle gibt es auch mit CREE-LEDs.
    Ganz selten sehe ich Angaben oder Bilder die auf einen "Stromregler" hindeuten. Meist nur ein paar Dioden für eine Graetz-Schaltung. Daher gehe ich davon aus das die Clustermodelle einfach in Reihe und Parallel geschaltet sind um mit ca. 12V zurecht zu kommen.
    Kühlung ist meist auch Fehlanzeige.


    Also welche Qualitätskriterien (wenn es das dabei überhaupt braucht oder gibt) könnte ich hier ansetzen? Preislich bin ich flexibel, egal ob die nun 20 oder 80,- € kosten, hauptsache die machen ordentlich Licht :-)
    Achja, die Original-Lampen haben wohl ca. 400-500 lm. Manche LEDs werden mit bis zu 2.000 lm beworben. Was davon zu halten ist... ich denke die mit der Angabe 500-700 lm sind realistischer.


    Danke schonmal für Eure Tipps!

    Habe mir mal einen Seitenblinker vom aktuellen Mondeo MK5 besorgt und zerlegt:


    Leider lässt sich der verschweißte Plexiglasdeckel nur gewaltsam durch Zerstörung entfernen ("knacken") um an das Innere zu gelangen:


    Das besteht aus einer Hauptplatine mit 3 LEDs die im montierten Zustand nach vorn in Fahrtrichtung ausgerichtet sind:


    Und einer LED die nach hinten gerichtet ist:


    Laut Typenschild ist die Leistung bei 13,5 V = 1,35 W:

    Das entspricht auch meinen Messungen. Bei 12 V nimmt der Blinker 100 mA auf. Unter 10 V werden die LEDs sichtbar dunkler und die Stromaufnahme sinkt. Bis 14 V ändert sich fast garnichts.


    Auf der Platine befindet sind neben ein paar passiven Bauteilen und einer Schutzdiode auch noch ein 6poliges SMD Bauteil im SOT-26 Gehäuse:

    Hierbei handelt es sich meiner Meinung nach um ein BC817DS, zwei NPN-Transistoren: http://www.s-manuals.com/pdf/d…t/b/c/bc817ds_philips.pdf und diese sind als Stromquelle geschaltet. Die 4 LEDs scheinen alle in Reihe zu liegen. Bei 12 V könnte das gerade noch so gehen (3 V pro LED).


    Die verbauten LEDs haben keine Typenbezeichnung, vielleicht kann ja jemand aus der Bauform heraus etwas darüber sagen. Auffallend sind die getrübten Linsen:


    Die sind jedenfalls schon recht hell, deutlich heller als meine 5050er WWA's, auch ohne Reflektor. Der allein macht jedoch aus dem recht kleinen Punkt eine ansehnliche Leuchtfläche.

    Ich habe gelesen das ein nach ECE-R87 zugelassenes Tagfahrlicht eine Lichtstärke von mind. 400 cd und max. 1200 cd aufweist.
    Unter Lumen kann ich mir irgendwie mehr vorstellen, da ich es durch zehn in etwa einer Glühbirne gleichsetzen kann. Ein Online-Umrechner hat mir für 1200 cd bei einem Abstrahlwinkel von 120° (dürfte so in etwa der einer Standard-LED sein) eine Leuchtkraft von 3.800 lm ausgrechnet!!! Das kann ich mich eher nicht vorstellen, denn das dürfte schon im Bereich des Hauptscheinwerfers liegen ;-)
    Auch wüsste ich gern wie ich das selbst messen kann. In den Shops finde ich überwiegend Beleuchtungsmesser in LUX.


    Ich habs bestimmt zigmal gelesen, aber nie verstanden. Kann mir jemand den Zusammenhang von cd, lm und lux mal erleutern und wie man dazwischen am besten umrechnet?

    Alles was ich an Controllern so finde basiert letztlich auf irgendwelchen Mikrocontrollern, also per Software erzeugtes Datensignal.
    Gibt es für die RGB-Chips denn auch sowas wie Hardware-Controller, die dann z.B. via SPI bestückt werden, oder selbst auf ein EEPROM oder RAM zugreifen?

    So, heute sind meine bestellten WS2811 Chips gekommen. Hab gleich vier Stück davon auf Adapterplatinen fürs Steckbrett verlötet. Den Abblockkondensator (100 nF) habe ich quer über die Pins 4 (-) und 8 (+) gelötet:


    Laut Datenblatt wird Vcc (+) nicht direkt sondern über einen 100 Ohm Widerstand verbunden um Rückspannungen zu eliminieren. Solch einen Widerstand hab ich bei herkömmlicheb LED Strips noch nie gesehen, auf dem Steckbrett aber platziert. Weiterhin sind im Datenblatt auch noch Wellenwiderstände in der Datenleitung vorgesehen. Je 33 Ohm zwischen DOUT und DIN. Auch diesen finde ich auf meinen vorliegenden Stripes nicht. Die sollen auch gegen "Hot-Plug" Spitzen helfen.


    Als LED habe ich zum Test erstmal eine 5mm RGB LED mit gemeinsamer Anode angeschlossen. Funktionierte auf Anhieb :-) Nun kann ich mit meinen Tests beginnen.
    Als erstes werde ich versuchen eine KSQ (von Superluminal) als Leistungsendstufe anzubringen um die Osram Dragon's (Weiß/Amber) mit ca. 140 mA bei 3 V daran zu betreiben.


    Laut Datenblatt kann man den WS2811 auch mit Low Speed (400 kbaud) betreiben (dazu wird der SET-Pin auf Vdd verbunden). Die Libs können meist auch diesen Modus und für meine Handvoll LEDs dürfte das ausreichen. Eine Halbierung der Datenrate wirkt sich sicher positiv auf die EMV-Emissionen wie auch die Übertragungssicherheit aus.


    Anschliessend werde ich versuchen die Datenleitung vom uController über zwei Transceiver auf ein KFZ-übliches Niveau und Störfestigkeit zu bringen. Zuerst dachte ich an einen LIN-Transceiver, aber die gehen leider nur bis 20 kbaud, ich brauche aber mind. 400 kbaud für die WS2811. Ein handelsüblicher CAN-Transceiver kann das ab, wie z.B. der MCP2551. Der verträgt locker 1 mbaud und hat den Vorteil das man die Flankensteilheit justieren kann. Damit kann ich die EMV-Emissionen reduzieren. Eigentlich sollte der problemlos auch mit einer Leitng übertragen (CAN_H oder CAN_L), mal schaun.


    Wenn das alles soweit klappt, würde ich mal versuchen Störungen auf der Leitung zu produzieren um zu sehen was passiert. Hier brauch ich noch Ideen :-)

    Verstehe. Im Grunde geht es ja doch darum die Flankensteilheit wiederherzustellen und den "Schmutz" der sich aufgrund von Induktion auf die Leitungen überträgt wieder zu filtern. Mit einem Schmitt-Trigger geht das sicher gut. Ein LIN-Transceiver ist ja im Grunde nichts anderes, ausser das der auch Bidirektional arbeitet, was hier ja nicht nötig ist.
    Wozu dient der Widerstand eigentlich dabei? Und warum ausgerechnet 47 Ohm?

    WOW! Volltreffer! Ich hab mal schnell mit dem Mikroskop nachgeschaut. Da sind zwei 6-Beiner im SC74-Gehäuse drauf mit dem SMD-Label "L2s" und das sind laut meinen Recherchen BCR402U von Infineon. Ihreszeichens LED-Treiber ;-)
    Ich werde mir mal die Mühe machen und eine Teileliste erstellen. Vielleicht geben die Bauteile ja wirklich was her.
    Schade das man LEDs nicht so bestimmen kann wie SMD-Chips. Ich habe hier noch Osram Dragon Gold in Amber liegen (W5AM) und zumindest die Gehäuse sind identisch. Das wird aber nix helfen.

    Ich versuche gerade einen Puls-Effekt zu programmieren. Die Sub sieht in etwa so aus:


    Dabei gehen die LEDs von voller Helligkeit runter und dann wieder hoch. Es soll so einen Pulsierenden Effekt haben.
    Das Problem ist das ich die Helligkeitswerte linear verändere und sich daher im mittleren Zahlenbereich mehr ändert als ganz unten und ganz oben.
    Den unteren Wert habe ich schon angehoben, weil wenn ich diesen bis auf 0 gehen lasse, wirkt das zu abgehackt. Es soll ein weiches Fading sein.


    Kann mir da jemand für den Code ein paar Praxistipps geben?
    Programmiert ihr eure Effekte auch alle selbst und in C ?

    Ich experimentiere etwas mit meinen seitlichen Blinkern am Außenspiegel. Die sind aktuell mit Glühobst ausgestattet und ich möchte da LEDs einbauen (nur für Show-Zwecke versteht sich!!! ;-)
    Nun habe ich mir den Aufbau von einigen die ab Werk sowas drin haben mal angesehen. Zum einen ist da immer eine LED nach hinten gerichtet. Diese Aufgabe übernimmt bei meinem "Glas" ein kleiner Diffusor der direkt am Einlass der Glühlampe montiert ist.
    Ich würde auf die Reihe 8 LEDs im Abstand von ca. 16 mm, oder wenn es sein muss auch die doppelte Anzahl unterbringen. Natürlich habe ich erstmal einfach das Blinkerglas (Plastik) abgemacht und einen LED-Stripe reingesetzt. Mit RGB-LEDs ist da nix zu machen das ist klar, es soll ja ein Blinker und kein Regenbogen werden. Also habe ich mir WWA-LEDs besorgt, weil ich reine Amber als WS8211-Kompatible LED im 5050-Gehäuse nicht finden konnte. Leider ist die Lichtleistung seeehr gering, wodurch ein Einsatz als Blinker eher ausscheidet.


    Evtl. liegt es aber auch am fehlenden Reflektor? Bei den modellen mit LED-Blinker kann ich erkennen das diese nicht einfach nur eingebaut sind, sondern einen Reflektor besitzen. An der Helligkeit wird sich dabei aber nichts ändern, ist doch nur gerichteter.
    Im Gegenteil, eigentlich wär mir eine Streifenoptik wesentlich sympatischer als eine Einzelpunktoptik. Das kenne ich aber nur so, das eine starke LED an einem oder beiden Enden eines lichtleitenden Materials angebracht wird und durch Einkerbungen/Aufrauhungen am Material ein Lichtaustritt erzwungen wird. Im Effekt sieht es so aus als würde das gesamte Material leuchten. Auch mit trübem Silikon genne ich das.


    Leider bin ich mechanisch da nicht so bewandert und weiss auch nicht welche Materialien man da so einsetzen kann.

    Uuuh, hab den Fehler scheinbar gefunden. Ich hab die Zeit zwischen EIN und AUS eines LED-Paares viel zu kurz eingestellt. Da war nur ein delay(2) drin und dann sieht es so aus als würde die LED langsam vor sich hin blinken. Mit einem delay(20) oder delay(30) kommt der Effekt schon :-)


    Hier trotzdem mein "Code" (übler fieser kleiner Hack):


    Verusche mich gerade an etwas Programmcode um eine, bzw. mehrere WS2812 LEDs einer Stripe blitzen zu lassen. Das will mir nicht gelingen. Ich möchte so einen US-Police-Strobo-Effekterzeugen. Also abwechselnd zwei blaue und zwei rote LEDs mehrfach aufblitzen lassen.
    Ist dafür das Protokoll nicht geeignet? Oder der Arduino mit der Neopixel-Lib zu langsam?

    Ich konzipiere gerade eine Beleuchtung, die mit 8 WS2811 Chips und nachgeschalteten Power-LEDs (1 W) pro Einheit ausgestattet werden soll.
    Der Leitungsweg vom Controller zur Einheit beträgt ca. 3-5 m. Aus bautechnischen Gründen habe ich nur 3 Adern zur Verfügung, kann also kein Differenzsignal für die Daten erzeugen. Die Leitung ist auch weder geschirmt noch verdrillt. Ich frage mich ob die 800 kHz Signaltakt da sauber rüber kommen und wie ich diese optimieren kann. Bei dem Protokoll der WS2811 (gibt es dafür eigentlich einen Namen?) gibt es ja kein Feedback- oder Übertragungsprotokoll. Um sicher zu sein das die LEDs das tun was sie sollen, müsste ich also das Stellsignal periodisch wiederholen?!

    Das Original Tagfahrlich (Hella) meines Fahrzeugs besteht intern aus 4 weißen LEDs und hat zwei Betriebsmodi: gedimmt (wenn die Hauptscheinwerfer an sind) und voll.
    Weil mich die Technik interessierte habe ich ein günstiges ersteigert und zerlegt:


    Die verwendeten LEDs konnte ich mangels Aufdruck nicht wirklich bestimmen:

    Es sollen (so hab ich mal irgendwo gelesen) "Osram Golden Dragon" sein.


    Auf der Platine erkennt man nur massig Hühnerfutter und einen 555. Der macht wohl das PWM für den gedimmten Betrieb. Im Grunde käm die Lampe ja doch mit zwei KSQs für je 2 LEDs aus. Warum der Aufbau so komplex ist, erschließt sich mir nicht. Selbst wenn man aus Sicherheitsgründen jede LED mit einer eigenen KSQ betreiben würde, finde ich das da noch vielzuviel Bauteile drauf sind. Einen Schaltplan davon gibt es natürlich nicht. Um den zu erhalten müsste eine Platine rippen, abschleifen, scannen und nachlayouten. Wenn ich mal viel Zeit hab ... ;-)


    Jetzt habe ich mal nachgemessen und im gedimmten Betrieb nimmt die Lampe insgesammt nur knapp 40 mA auf. Im Vollbetrieb dann 540 mA.
    Das würde aber doch bedeuten das jede LED maximal einen Strom von 130 mA erhält und somit doch deutlich(!) unter ihrer Maximalleistung liegt. Über den Grund kann ich jetzt nur spekulieren, vermutlich wird es eine Vorschrift geben die die maximale Lichtleistung beim Einsatz im Straßenverkehr begrenzt.


    Im Dimm-Betrieb messe ich einen Spannungsabfall von 2,52 V über jeder LEDs. Zudem erkennt man im DSO einen Takt von 5 ms Periodendauer (also 200 Hz), wobei für 0,24 ms ein Spannungseinbruch von ca. 0,5 V zu erkennen ist. Warum der nicht bis ganz gegen Masse geht... vermutlich wird irgendwo durch eine Induktivität oder Kapazität gepuffert und die Zeit ist zu kurz.
    Im Vollbetrieb sehe ich keinen Takt und der Spannungsabfall beträgt 3,05 V.
    Den durch die LEDs fließenden Strom kann ich nicht messen, da ich dafür die LED ablöten müsste und das bekomm ich nicht hin. Die hat unten einen Thermo-Pad der auch aufgelötet ist. Keine Ahnung wie man sowas zerstörungsfrei ab bekommt (Heißluftofen? Heißluft von unten?).


    Wie könnte ich die verwendete LED bestimmen? Kann ich mit einem einfachen LUX-Meter die Lichtstärke messen? (habe sowas bislang nicht, würde ich mir aber mal zulegen) oder braucht man für LEDs was spezielles?
    Warum könnte die Schaltung so aufwendig sein? Die Autoindustrie spart doch sonst jeden Cent ein. Und warum finde ich keine einzige Drossel auf der Platine? Wenn, dann wären es SMD-Drosseln aber die wären für LED-Zwecke viel zu klein.

    Für ein KFZ-Beleuchtungsprojekt habe ich mir u.a. mal WWA-LEDs im 5050-Gehäuse bestellt. Es handelt sich um das Modell SK6812-WWA mit Warmweiß, Kaltweiß und Amber-farbenen LEDs, anstelle der üblichen RGB-LEDs.
    Zum Test habe ich von einem LED-Strip ein paar RGB-LEDs runtergelötet und durch die SK ersetzt. Das ablöten war schon rechte Fummelei. Mit dem Kolben geht da garnix, nur Heißluft geht. Die LEDs haben die Heißluft, mechanisch aber nicht schadlos überlebt. Grundsätzlich funktionierte das aber nach dem auflöten der neuen SK-LEDs.
    Leider sagt das "Datenblatt" nichts über die Leuchtkraft aus. Das Kaltweiß ich recht hell, das Warmweiß deutlich schwächer und das Amber, naja, eher funzelig. Wenn man genug davon einsetzt, wirds wohl gehen. Zumindest kann man sehr feinstufig die gewünschte Tageslichtfarbe damit einstellen.
    Ansonsten verhalten sich die WWAs exakt wie die RGBs.