48 Glasbausteine als Deckenstrahler umbauen

  • Hallo Zusammen,

    ich würde mich freuen, wenn ich hier etwas Hilfe zu meinem Beleuchtungsvorhaben bekomme.

    Ich habe im Flur 6x8 (48Stk.) Glasbausteine (19x19 cm) in der Decke. Darüber ist der Dachboden.
    Nun möchte ich jeden Glasbaustein vom Dachboden aus mit einer LED versehen, sodass die 48 Glasbausteine als Deckenstrahler fungieren und den Flur hell beleuchten.

    Welche Bauteile würdet ihr dafür nehmen?

    Ich dachte an ca. 1W pro LED, um nicht zu hell zu werden bei 48Stk. Weiß aber nicht, welche Bauart, Schaltung, Netzteil und Kühlung hierfür sinnvoll sind.

    Vielen Dank schonmal und Gruß
    Jens


    Bilder der Glasbausteine:
    [Blockierte Grafik: http://s10.postimg.org/ea2041qzd/DSCI2370.jpg]

    [Blockierte Grafik: http://s10.postimg.org/lrb7j9gih/DSCI2393.jpg]

    Einmal editiert, zuletzt von cobex22 (13. Januar 2015 um 11:40)

  • Wilkommen im Forum.
    Erst mal eine klasse Idee :thumbup:

    Mit Kühlung würde ich da erst garnichts anfangen.
    Evtl käme so was in Frage.
    http://www.led-tech.de/de/High-Power-…02_206_209.html

    Bei der Menge wäre zu überlegen auf 24 V zu gehen.
    Eigene Platinen kann man nat. auch machen.
    Die könntest du dann auf deine Bedürfnisse anpassen.
    Kommt eben darauf an , wie hell es im endefekt sein soll.
    Ist das als Hauptbeleuchtung gedacht?

    mfg

  • Mahlzeit,

    ja, ist ganz klar als Hauptbeleuchtung gedacht.
    Keine Kühlung wollte ich hören :) , macht die Sache einfacher.

    Meinst du nicht, dass 48x Osram Duris E5 zu hell sind für einen Raum?

    Dank und Gruß
    Jens

  • Meinst du nicht, dass 48x Osram Duris E5 zu hell sind für einen Raum?

    Das war nur eine Anregung was man machen könnte.
    7200 Lumen ist schon arg viel. (Könnte man als Lichtdusche verwenden.) :)

    Wie es mit der Helligkeit aussieht kann man hier ganz gut sehen.
    Unterbauleuchte günstig herstellen
    Das sind einfach PLCC6.

    Und das hier sind die Duris.
    Baulampe mit Duris

    Man kann auch hingehen und je 3 Duris in Reihe bei 12V machen.
    Ich kenne aber keine Platine dafür.
    Müsste man dann extra fertigen. (Ich mache meine Platinen alle selbst)

    Warte mal was die anderen User für Vorschläge haben.

    mfg

  • Danke, sehr Interessant!

    Zitat

    Zur Helligkeit: Man könnte erstmal nur jede zweite Reihe beleuchten und wenn es dann nicht reicht aufrüsten.


    Da sagst du was! Wollte schon schreiben, jeder Stein soll leuchten, aber warum eigentlich! Gute Idee.


    Wenn ich das richtig sehe, spare ich mir mit dem SSC 5630 Stripe 3X 12V (http://www.led-tech.de/de/High-Power-…52_121_223.html) jegliche Platinenbastelei (wäre ja 48x bzw. 24x).

    Das heißt, mit denen könnte ich eine einfache Parallel-Schaltung an 12v ohne Widerstände zwischenzuschalten machen, korrekt?
    Sollten die mir zu hell sein, könnte ich auch noch einen Widerstand vor jede LED setzen und etwas dimmen, richtig?

  • Dimmen würde ich jetzt nicht mittels Vorwiderständen, sondern 12V-Netzteil. Die meisten Meanwell NT haben ein Poti, an dem man bis auf 10,5V runtergehen kann, das wäre geschätzt die halbe Helligkeit, als Regelbereich.

    Kühlung: solltest du nicht völlig ausser acht lassen, bei 1,56W/Modul sollte da wenigstens ein Stück Alublech dahinter mit 30-40cm² Oberfläche.

    Helligkeit: Hier in meinem 5qm-Treppenhaus sind mir die 850 angegebenen Lumen meiner LIDL-Deckenleuchte schon zu hell, jedenfalls nachts, im Zustand der Dunkeladaptation.
    Die Glassteine schlucken vermutlich die Hälfte oder mehr der Lichtstärke... ich würd hier mal so 200 Lumen LED-Output pro qm Diele ansetzen, wenn dus gern hell hast auch mal 400 lm/qm.
    Tagsüber wären auch 1000 lm/qm angenehm als Zusatzlicht, aber nachts würde es dir die Netzhaut (kurzzeitig) erblinden, und den Tagnachtrhytmus mal eben auf "Start!" stellen.
    Als Anregung, im ausgeschaltenen Zustand könntest du immer noch 0,3-1Watt amberfarbenes oder warmweisses Licht glimmen lassen, falls man sich mal orientieren will, ohne Adrenalinflash.

    Einmal editiert, zuletzt von Lichtgestalter (13. Januar 2015 um 17:12)

  • Das heißt, mit denen könnte ich eine einfache Parallel-Schaltung an 12v ohne Widerstände zwischenzuschalten machen, korrekt?


    Ja

    Sollten die mir zu hell sein, könnte ich auch noch einen Widerstand vor jede LED setzen und etwas dimmen, richtig?


    Nein. Auf den kleinen Modulen sind Konstantstromquellen. Da noch nen Widerstand vor, wird nicht das gewünschte Ergebnis bringen. Diese Module sind mit PWM zu dimmen - oder aber du müsstest auf jedem den Sense Widerstand für die KSQ ersetzen (erhöhen, wie sagt dir das Datenblatt der Infineon-BCR420U) um es generell dunkler zu haben. Dimmen im eigentlichen Sinne (also variabel halten) ließe es sich darüber nicht so ohne weiteres.

    EDIT: zum Beitrag von Lichtgestalter: Ein einstellbares Netzteil kann hier die Systemeffizienz erhöhen, zum dimmen der Module ist es aber wegen der KSQ nicht so sehr geeignet. Die 3er Reihe LEDs braucht von den 12V nur so umme 10,5V - der Rest wird in der (linearen) KSQ verheizt. Um die Effizienz zu steigern lohnt es sich also durchaus ein einstellbares NT zu verwenden und so weit runterzuregeln, dass noch der Nennstrom fließt. Gibt so zwischen 10% und 15% Einsparung.

  • Ich hatte weiter oben noch was dazueditiert, wegen der benötigten Helligkeit wie ich sie einschätze.
    und das mit dem Tageslicht ist auch wichtich ...
    also mal nen Lösungsansatz mit gehobenem Aufwand und viel Geekkram®:

    Nen Kugelsegment als Reflektor. Das kann ein Studioschirm aus der Fotographie sein oder n alter Regenschirm den man innen weiss anmalt, je nach Möglichkeiten.
    Den stellt man so auf den Dachboden, daß er optimal auf die gesamte Fläche der Glassteine scheint, das einfallende Tageslicht nicht verdeckt, und in den Brennpunkt des Schirms stellste einen LED-Fluter. Zu dem kommen wir noch ...
    Ich versuch mich mal an einer Zeichnung :)

    Mit der Ausleuchtung kannst du dich jetzt spielen bis zum abwinken, je nach Position des Schirms und der LED/des LED-Clusters.
    Vorteil: Du siehst keine Lichtpunkte hinter den Glasbausteinen, sondern einen gleichmässigen "Himmel". Also auch nachts ein Gefühl der Weite, statt dem Deckenlampen-Gefühl.
    Von der Leistung wirst du etwas mehr brauchen als bei direkter Auflage der LEDs, aber das hält sich in Grenzen.

    Nachteil: Du gehst beim nächsten Regen aus dem Haus und du wünschst dir nen Regenschirm, hehe ^^

    3 Mal editiert, zuletzt von Lichtgestalter (13. Januar 2015 um 18:10)

  • Und der allergrößte Teil des Lichts bleibt auf dem Dachboden, da die Stege zwischen den Glassteinen wesentlich mehr Fläche haben.


    Die zuletzt genannten LED Platinen sind 8mm breit. Diese mittig auf 8mm breite Alustreifen kleben. Die Alustreifen sind etwas länger wie die Glassteine breit, so können sie einfach auf die Isolierung gelegt werden, sodass dann die LED mittig über dem Glas ist.

    So wird zwar das Sonnenlicht ein klein wenig abgedeckt, aber das Meiste kommt dennoch an.

  • Jezz hab ich 20 min. an meiner Zeichnung gesessen, aber licht tim wischt das einfach mal wech in 3 Sätzen. Frechheit.

    Aber, er hat recht, effizient ist mein Vorschlag nicht ....

    Vorteil #3: Du hast Licht aufm Dachboden! :P

  • ... und wenn Du LED-Tech freundlich fragst, dann bestücken sie Dir die Platinen bestimmt gleich mit einem größeren Widerstandswert.

    Weil: So wie die serienmäßig ausgelegt sind, werden die LEDs über dem im Datenblatt spezifizierten Nennstrom betrieben (aber noch unterhalb des Grenzwertes). Daher werden die Streifen noch gut warm.

    Da Du mit wenig bis gar keiner Zusatzkühlfläche auskommen willst, würde ich Dir empfehlen, einen Widerstandswert von ca. 15 Ohm zu verwenden, damit werden die LEDs mit ca. 65 mA betrieben. In Verbindung mit dem von Juisoo vorgeschlagenen Alu-Blechstreifen sollte das vom Gefühl her als Kühlung genügen.

  • Alternativ... 48 1W-LEDs in Reihe an ein Meanwell HLG-60H-C350 und viel Spaß haben :D
    Dann vielleicht noch das Poti durch die Decke ziehen und irgendwo griffbereit anschließen und das Dimmen ist auch ein Klacks.
    Natürlich auf dem Dachboden berührungssicher verbauen, sind immerhin >100V