Beiträge von Cossart

    Tag 42


    Eigentlich habe ich gar keine große Lust mehr, nach den Tomaten zu schauen. Das Bild, das sie abgeben, wird von Tag zu Tag trauriger, vor allem das der 'Subartic Plenty':




    Der "Erfolg" der Spülung war, daß die 'Heartbreakers Vita' Stickstoffmangelsymptome entwickelte:



    Nur die ganz rechte zeigt sich von alledem recht unbeeindruckt:





    Mein Verdacht: Die 'Subartic Plenty' teilt ihren Streß der mittleren 'Heartbreakers' mit. Pflanzen können über Hormone miteinander kommunizieren.


    Die Erfahrung: Die Subarctic ist für Indoor-Kultur ungeeignet. Ich habe heute Pflanzen geordert, was gar nicht so einfach war. In den meisten Online-Shops sind Pflanzen ausverkauft. Samen bekäme ich noch, ist aber jetzt zu spät zum nochmal Aussäen.


    Ich dünge auch wieder nach meinem aus den Vorjahren bewährten Düngeregime: NPK = 1,97:1,37:3,14 (+ 3,65 CaO, 1,29 MgO und Spurenelemente) in 0,67-%iger Verdünnung. Warum diese krummen Werte? Mein zur Tomatendüngung verwendeter Meßbecher fasst 30 ml, die Gießkanne 4,5 Liter. Also mache ich einfach den Meßbecher und die Gießkanne voll und muß nicht irgendwelche Skalen ablesen.


    Die 'Subarctic Plenty' verbuche ich unter "schlechte Erfahrungen".

    Es kann doch nicht sein, dass ich die umtopfe, in frische, vorgedüngte Erde, dazu noch bei jedem Gießen dünge, mit über 100 ppm N,P und K, …


    Das ist nicht viel. HEUVELINK empfiehlt in der Wachstumsphase:


    N: 190,0
    K: 400,0
    P: 50,0
    Mg: 75,0
    Ca: 190,0



    Und für Pflanzen unter voller Frucht:


    N: 232,0
    K: 420,0
    P: 50,0
    Mg: 75,0
    Ca: 190,0

    (alles in ppm)

    Ich habe jetzt mal NPK = 3:1:3 (+ Rest) in 0,67-%iger Verdünnung gedüngt, das ist immer noch dünner als die meisten kommerziellen Tomatendünger. Mal schaun.


    Ein Effekt war schnell feststellbar, nach wenigen Stunden schon: Die Symptome sind schlimmer geworden ;(. Ich habe dann abends das Substrat gespült. Außerdem habe ich die Beleuchtungsdauer auf 14 Stunden erhöht.


    Ich verwende neutrales Substrat ohne Vordüngung, damit ich sicher sein kann, daß Veränderungen von meiner Düngung kommen und nicht vom Substrat. Außerdem gieße ich immer durchdringend, bis es zu den Drainagelöchern im Topf wieder hinausläuft, um irgendwelchen Anreicherungen entgegenzuwirken.


    Mal schaun, was jetzt passiert…

    Die Nacht ist 11 Stunden lang, das sollte eigentlich reichen. Tomaten können recht lange belichtet werden, bis 18 Stunden am Tag. Licht ist eh schwächer, als es eigentlich sein sollte. Die Umgebungstemperatur beträgt tagsüber etwa 22 °C, Luftfeuchtigkeit liegt bei staubtrockenen 20 %, also eher Lufttrockenheit als Luftfeuchtigkeit. Die 'Subarctic Plenty' ist deutlich hellgrüner als die 'Heartbreakers Vita', eigentlich auch ein Zeichen für zu wenig Stickstoff.


    Ich habe jetzt mal NPK = 3:1:3 (+ Rest) in 0,67-%iger Verdünnung gedüngt, das ist immer noch dünner als die meisten kommerziellen Tomatendünger. Mal schaun.

    Tag 35




    Ich bin nicht zufrieden. Die Pflanzen zeigen kaum deutbare Mangelerscheinungen. Ältere Blätter rollen sich ein, werden welk und sterben ab:







    Sie bilden auch bereits recht früh Blütenknospen:



    Nach BERGMANN können frühe Blütenansätze ein Zeichen für Stickstoffmangel sein, was ich bei einer Düngung mit NPK = 2,18:1,31:5,44 (+CaO + MgO +Spurenelemente) kaum glauben kann. In meiner Not werde ich die Stickstoffdosis trotzdem versuchsweise nochmal erhöhen.

    Tag 28


    Die Tomaten wachsen, sonst gibt's bislang nichts neues zu vermelden:



    Gedüngt wird mit einem Eigengebräu NPK = 1,25:0,62:1,98 (+MgO +CaO +Spurelelemente) in 0,67-%iger Verdünnung.

    Nach Angaben auf der Produktseite sind die Bins SH bis SK verbaut, d. h. eine einzelne LED macht bei 65 mA 32 bis 38 Lumen. Bei 117 mA (700 mA / 6) 174 % davon, also 56 bis 66 lm. 6 Stück zusammen 336 bis 396 Lumen.


    Die Platine setzt etwa 2 Watt elektrische Leistung um, davon geht ein gutes Drittel als Wärme weg. Wird ohne Kühlkörper wohl grenzwertig.

    In der Praxis werden LEDs auch bei 80°C aufwärts in geschlossenen Gehäusen betrieben.


    In Taschenlampen oder als "Blitz" von Smartphones brauchen die LEDs ja auch nur eine handvoll Stunden zu überleben. Nicht die Maximalkühlung ist die beste, sondern die dem Zweck angemessene.



    Zitat

    ... Handwerksmeister...


    Aber nichts elektrisches, stimmts?

    LEDs Parallel zu betreiben ist immer suboptimal, …


    Das heißt COBs hältst Du für suboptimal. Der Meinung kann man natürlich sein, ich teile sie nicht. Im Gegenteil betreibe ich hier in der Wohnung deutlich mehr COBs als Einzel-LEDs.


    Ein befreundeter Aquarianer betrieb auf meinen Rat parallel geschaltete Stränge von XP-Gs über mehrere Jahre hinweg ohne Ausfall, bis zum Abbau des Aquariums.

    Nein, nein, der Link ist schon richtig. Der 10-Ohm-Widerstand ist die Batterie, wenn der Strom der Heizfolie durchfließt. Wenn man jetzt keine weiße, sondern eine rote LED nimmt, kann man vielleicht nochwas in Richtung niedrigerer Spannung pimpen und den Widerstand verkleinern.

    Nun haben LEDs aber weniger Volt was einen Widerstand erfordert. Dieser würde aber widerrum die Heizfolien beeinflussen.


    Wenn es unaufwendig bleiben soll, kostet Dich das etwa ein halbes Watt Leistung an der Heizfolie. Du schaltest einen 10 Ohm / 1 Watt Widerstand in Reihe zur Heizfolie und parallel zum Widerstand diese Schaltung.

    Das Licht ist irritierend. Das Auge (oder besser, der dahinter geschaltete Echtzeit-Hochleistungs-Signalprozessor) gewöhnt sich sehr schnell an das Licht der LUGAs. Fällt der Blick dann woanders hin, scheint alles in türkis getaucht: