Beiträge von White_Fox

    Pass bloß auf daß du damit niemanden blendest.
    Hier in Berlin könnte ich so manchem Radler ins Gesicht treten, wie er mit schön horizontal ausgerichtetem Frontlicht jedem Fußgänger (und wahrscheinlich nicht nur) die Netzhaut wegbrennt. Sowas ist abartig. Und dein Rücklicht scheint auch ordentlich Bums zu haben.


    Aber sonst: klasse :)

    Wie bei elektrischen Widerstandsnetzwerken.


    Du hast drei Quellen (deine drei LEDs), die parallel liegen. Alle drei treiben eine bestimmte Verlustleistung. Die Außentemperatur ist sozusagen dein "Bezugspotential", um mal bei der Analogie zur E-Technik zu bleiben. Dein Kühlkörper hat einen Wärmewiderstand, der liegt in der Widerstandskette in Reihe zu allem anderen. Ich versuchs mal zu zeichnen:


    Code
    1. D1 ---|R_jc|--- ---|R_ch|---
    2. ..............................|
    3. D2 ---|R_jc|--- ---|R_ch|---|---|R_ha|---|-
    4. ..............................|
    5. D3 ---|R_jc|--- ---|R_ch|---


    R_jc: Thermischer Widerstand Junction-Case
    R_ch: Thermischer Widerstand Case-Heatsink
    R_ha: Thermischer Widerstand Heatsink-Ambient


    Über jedem Wärmewiderstand fällt eine Temperturdifferenz ab, d.h. in Wärmeflußrichtung ist die Temperatur vor dem betrachteten Teil höher als dahinter.

    Joa...das stimmt schon. Und Projektvorstellungen finden jetzt woanders statt.


    Aber es ist trotzdem schön mal wieder hier reinzuschauen und festzustellen, daß von den alten Hasen damals noch viele da sind. :)

    Na sowas. Da schaue ich nach vielen Monaten mal wieder rein und finde diesen Thread...


    Es stimmt, das sah hier früher mal ganz anders aus, da war alle halbe Stunde irgendwas Neues. Aber manche Dinge sind auch geblieben wie früher: So sehe ich auf den ersten Blick, daß der letzte Bewerbung für die Lobby noch immer von Thorsten C kommt, und das Video Herstellungsprozess einer LED steht auch schon seit Uhrzeiten im Wiki-Forum als letzter Eintrag. :D

    Ich lasse Platinen mit Vorliebe bei Leiton fertigen.
    Sie sind nicht die Allerbilligsten, fertigen dafür aber hier in Deutschland, die Qualität ist sehr gut, und die fragen auch nach wenn denen komisch vorkommt was du ihnen da lieferst. Kam bei mir einmal vor.
    Kommunikation natürlich in Deutsch.


    Für Schüler- oder Studentenprojekte machen die auch mal eine Platine kostenlos.

    Für welchen Zweck würde mich auch interessieren ;) Ich verstehe nicht, was man mit solchen Geräten im Hobby- oder Amateur-Bereich (nehme ich nun mal an in diesem Forum) anfangen will, daher meine Neugierde :P


    Auch wenn du einen etwas unsicheren Aufbau hast (lose Drähte, die einen Kurzschluß bilden können z.B.) weil du nur mal schnell was ausprobieren willst ist das praktisch.
    Ich hatte anfangs nur ein 13,8V/10A-Netzteil hier herumzustehen, Laborigel sind da eine schlechte Sache. Bei Labornetzteilen kann man die Folgen eines KS in Grenzen halten, die die meisten Halbleiter auch einige Sekunden überleben.

    Na so eine Überraschung, da schaue ich nach Monaten mal wieder vorbei und siehe da... :)
    Schön daß mein Schuß ins Blaue Besserung gebracht hat.


    Hat jemand eine Erklärung, woran das liegt / gelegen hat, wieso es bei hellerer Einstellung erst auftrat und ob es durch die Ferritkerne ggf endgültig gelöst sein könnte?


    Leider nichts Konkretes...EMV ist ein weites Feld, und oft sitzt der Fehler ganz woanders als dort wo er sich bemerkbar macht,selbst für manche Elektroingenieure ist das zuweilen schwarze Magie, die meisten helfen sich mit gewissen Standardregeln nach dem Motto 'Macht man halt so' ab. Die wissen in der Regel aber auch nicht was sie da tun, :(
    Und ich muß zugeben, daß mein Tip wirklich nur geraten war. Es war halt deutlich billiger als ein Netzfilter von jemandem einbauen zu lassen und wenn es nichts gebracht hätte, wäre nicht viel verloren gewesen.


    Diese Ferrit-Filter helfen eigentlich nur gegen Störungen im höherfrequenten Bereich, also deutlich über deiner Netzfrequenz von 50Hz. Und die bewegen sich immerhin schon recht dicht an der Wahrnehmungsgrenze. Flackern im Bereich einger 100Hz nimmt ein Mensch nicht mehr wahr. Daß so ein Ferrit bei dir Linderung verschafft läßt die Sache eher komplizierter als einfacher aussehen. Aber dazu müßte man sich mal deine Anlage, angeschlossene Geräte und auch die elektrische Umgebung näher ansehen.


    Zu diesem Thema hier mal ein schöner Erfahrungsbericht:
    http://www.roboternetz.de/comm…723&viewfull=1#post624723

    So wie ich die Reaktionen von Eagle-Nutzern da sehe, würde ich trotzdem lieber die Gelegenheit zum Wechsel nutzen.


    KiCAD ist da verstärkt im Gespräch, das hab ich aber nie getestet.


    Altium ist Studenten gegenüber auch sehr freundlich, z.B. sponsert Altium unser Rennsportteam. Wer mal damit gearbeitet hat wird Eagle kaum noch nutzen wollen. Es gibt auch eine abgespeckte Version von Altium für lau, nennt sich Circuit Maker.

    Wie gesagt, für Konstantsromquellen gibts fertige ICs. Ein Strom von etwa 1mA sollte passen. Es gibt auch Trioden, die spannungsgesteuert einen Strom liefern, sowas nimmt man gerne wenn man größere Ströme messen will.


    Man kann zwar theoretisch die ganzen Fehler rausrechnen....theoretisch. Wenn dir 5°C Genauigkeit reichen kannst du das auch mit dem Spannungsteiler machen, wobei das allerdings schon sportlich ist. Vor allem wenn du von (fast) keinerlei Daten zu deinem Sensor ausgehen mußt.

    So...ich hab mal etwas in Excel gezaubert.
    Ich habe die Daten des NTCs von hier (Seite 11, die 4,7kΩ-Variante):
    http://cdn-reichelt.de/documen…att/B400/NTC-02_Serie.pdf


    Ich habe den Widerstand des NTC (schwarze Kurve, linke Achse), die Spannung, die bei einem konstantem Strom von 0,25mA über dem NTC anliegt (rote Kurve, rechte Achse) und die Spannung, die bei einem Reihenwiderstand von 4,7kΩ und einer Eingangsspannung von 5V über dem NTC anliegt (blaue Kurve, rechte Achse), in Abhängigkeit zur Temperatur aufgetragen.



    Was ich noch gar nicht bedacht habe: Im oberen Temperaturbereich ist der NTC eigentlich kaum noch zu gebrauchen, da ist die Linie nahezu horizontal. Für dich sind die rote und die blaue Kurve am interessantesten. Da siehst du, wie stark die beiden Kurven auseinanderdriften. Und du siehst, wie schön die rote Kurve (gemessene Spannung) der schwarzen (Widerstand folgt), was ja allerdingszu erwarten war.

    Über den Ansatz mit Konstantstromquelle habe ich bereits gelesen aber mir erschließt sich der Aufbau im Zusammenspiel mit dem Mikrocontroller nicht ganz. Wenn ich das richtig sehe, wird durch den NTC ein konstanter Strom geschickt und ich messe mit dem uC die Spannung, die von der Konstantstromquelle eingestellt wird um die z.B 1 mA durch den NTC zu gewährleisten, da der ja seinen Widerstand mit der Temperatur ändert.
    Und um den Messbereich, also die Auflösung zu verbessern wird ein OPV genutzt um den Messbereich von 0-5V des ADC voll auszunutzen. Korrekt?


    Das hast du völlig richtig erkannt.


    Könnte ich den Fehler durch den Serien-Widerstand nicht vernachlässigen, wenn ich einen Präzisions-Widerstand (üblich 25ppm/°C) mit 4.7 kOhm verwende? Die Schwankung des Widerstandes bei einem Temperaturunterschied von 40°C beträgt dann nur 0.001 Ohm. Das dürfte doch keinen großen Fehler bei der Temperaturberechnung zu Folge haben.


    Mach dir mal den Spaß und erstelle die eine Exceltabelle. Dann baust du die Spannungsteiler-Formel nach und änderst den Widerstand, über dem du eigentlich messen willst, kontinuierlich. Vielleicht komme ich morgen dazu, daß mal zu visualisieren. Du wirst da ne recht krumme Linie kriegen-und dabei ist das ein linearer Zusammenhang. Die Nichtlinearität des NTC kommt dann nochmal dazu.


    Klar, theoretisch kann man das auch wieder geraderechnen...ist aber sauaufwändig.


    Bei Anwendung mit Konstantstromquelle ändert sich doch eigentlich nichts an der der Berechnung der Temperatur aus dem ermittelten Widerstand. Lediglich der Widerstand muss jetzt über die gemessene Spannung am ADC berechnet werden -> Spannung = ADC-Wert * 4,888mV und dann Widerstand aus Spannung und Strom berechnen und nicht mehr durch das Verhältniss der Widerstände im Spannungsteiler, richtig?


    Genau. Dein Strom ist bekannt und konstant, du mißt die Spannung, und wendest dann darauf das ohmsche Gesetz an R = U/I an.


    Wie setzt ich denn den OPV Software und Hardware mäßig richtig ein? Ich muss dem Controller ja sagen, welchen Spannungen am OPV Eingang den 5V und 0V am OPV Ausgang entsprechen. Welche Rolle spielt, denn die Stromstärke dabei? Bei dem Koso 10kOhm NTC und 0.5mA würden bei 25°C 5V und bei 140°C 0,228V anliegen. Kleiner macht warscheinlich keinen Sinn aber größer würde den Bereich zwischen 25 und 140°C ja weiter auffächern, den wir dann mit dem OPV wieder korrigieren. Z.B. 1mA -> 25°C 10V und 140°C 0.456V
    Zusätzlich müsste ich doch auch dafür sorgen, dass am ADC Eingang nur Spannungen kleiner gleich 5V anliegen. Nur wie löst man das elegant?


    Google mal nach "Differenzverstärker". Da findest du genug Schaltungsbeispiele. Wenn ich dazu komme kann ich auch mal was auf dem Papier zusammennageln. Oder wer anders hier...


    Hast du eventuell weiterführende Links? Vll auch mit Schaltplänen? Ich habe leider keine Erfahrung mit OPVs und deren Verwendung, weswegen mir ein Schaltungsaufbau damit sehr schwer fallen wird.


    Kenn ich..hatte ich auch mal. Für meine Bachelorarbeit kam ich um OPVs aber nicht mehr herum und da mich mein Simulationsprogramm auch nach Strich und Faden verarscht hat (7V Ausgangsspannung am OPV bei 5V maximaler Betriebsspannung) hab ich mich dann mal zwei Tage ans Steckbrett gesetzt und rumgefummelt. Seitdem benutze ich OPVs weniger ängstlich. :)

    Ich hoffe es ist noch nicht zu spät.


    Wenn du den NTC über einen schnöden Spannungsteiler ausliest, haust du dir eine (zusätzlich zu der des NTCs selbst) eine weitere Nichtlinearität rein. Das ist Mist.
    Löse das lieber mit einer Konstantstromquelle. Kann man diskret aufbauen, gibt es aber auch fertig zu kaufen.


    Ob es so klug ist, zwei NTCs hitnereinander zum Messen zu nehmen, ist auch noch so eine Sache. Einen OPV als Differenzverstärker halte ich da für sinnvoller. Mit den zwei NTCs nutzt du den AD-Wandler nicht besser aus, sondern beschränkst dir deinen Messbereich nach unten hin. Das ist Mist.
    Außerdem liegt der Meßwiderstand des Attinys nicht allzuweit von den Größenordnungen deiner Widerstände entfernt (ich hab da Werte zwischen 10 und 50 kΩ im Hinterkopf, bin jetzt aber zu faul zum nachprüfen), damit baust du dir weitere Ungenauigkeiten ein.


    Ich würde dir sowas wie den LT 1490 empfehlen. Nicht der billigste OPV, für deine Zwecke aber ideal. Braucht keine negative Versorgungsspannung (Rail-to-Rail-Typ), gibt es als Doppel- oder Quat-OPV, also zwei oder vier OPVs in einem IC, werksseitig sehr gut kompensiert z.B. gegen Temperaturdrift, auch als DIL-Variante erhältlich falls du auf SMD verzichten willst. Und der hat eine relativ niedrige Transitfrequenz (ich glaub 200kHz oder so), was dir hier sehr zu Gute kommt.


    Damit kannst du auch gleich einen Offset abziehen, sodaß der ADC z.B. bei -20°C wirklich 0V sieht. Und den zweiten OPV, der dann sowieso dabei ist, könntest du als Impedanzwandler nutzen. Schadet nichts, machts nur besser.


    Ach ja, noch was: mit geschirmten Leitungen kommst du nur bedingt weiter. Die elektrische Komponente eines störenden Feldes bekommst du so recht gut in den Griff, die magnetische aber nicht, die induziert dir weiter fröhlich Störspannung. Gerade bei deiner Spannungsteilerlösung ist das sehr schlecht. Auch aus diesem Grund empfiehlt sich eine Stromquelle, die ist gegen induktive Einkopplungen deutlich unempfindlicher. Zumindest bei niedrigeren Frequenzen.

    Wir machen hier ganz gewiss nicht deine Hausaufgaben.
    Und ganz ehrlich, ich finde, du hast viel zu früh angefangen mit deiner Vorbereitung. Norgen früh um 0600 hätte doch auch ausgereicht.


    Aber trotzdem:
    Normalerweise errchnet man den Widerstand, den man braucht, erstmal. Und dann schaut man, was es so beim Händler gibt und nimmt dann den, der am dichtesten dran liegt. Meist gibt es den exakt benötigten Wert eh nicht, und man hat sich auch so oder so mit Toleranzen (und eventuell z.B. mit Temperaturdrift) zu befassen. Was das ist, darfst du aber selber ergooglen. :)

    Ich würde anstelle der Styropor-Platte lieber etwas aus Holz, Metall oder Kunststoff nehmen. Ideal wäre, wenn man es schwarz lackieren kann (sofern es nicht schon schwarz hergestellt wurde).


    Ich persönlich wäre von der Festigkeit von Styropor nicht sonderlich begeistert, da sind o.g. Materialien besser. Metall hätte die angenehme Eigenschaft, daß du dir eine Menge Verdrahtungsaufwand ersparst, indem du die Trägerplatte als Rückleiter nutzt (sollte dann aber kein Aluminium sein).


    Die Platte würde ich mit einem 3D-Konstruktionsprogramm machen (z.B. mit FreeCAD, soll gut sein, habs aber selber noch nicht ausprobiert). Das hat den Vorteil, daß du einen weitaus besseren Eindruck von deinem späteren Werk bekommst. Die Platte könntest du dann sogar fertigen lassen und kannst dann die LEDs einfach in die fertigen Löcher stecken (mechanische Toleranzen beachten!), was deinen Arbeitsaufwand weiter erheblich reduziert.


    Fertigen wird teuer wenn sich einer hinstellt und die Bohrungen händisch anzeichnet und bohrt. Wenn du eine Firma findest die dafür CNC-Maschinen hat, machen die das vllt für einen klingenden Groschen in die Kaffeekasse. Dann gibst du denen einfach eine .step-Datei (sollte bei FreeCAD einfach "hinten rausfallen") und deren Arbeitsaufwand reduziert sich dazu, das Blech in die Maschine zu legen und ne halbe Stunde zu warten.